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January 24 2011

Dann halt ohne Groupon: Google Offers

Vor nicht allzu langer Zeit war Google noch rege daran interessiert, Groupon zu kaufen. Groupon wiederum dürfte einigen bekannt sein: Groupon ist ein Unternehmen welches Gutscheine über das Internet vermarktet und dem User – über auf Webseiten eingebundene Werbung – anbietet.
Dabei wird anhand der IP – Adresse bzw. des Gateways herausgefunden, von wo der User ca. kommt, woraufhin ihm Angebote aus seiner Stadt angezeigt werden.
Die Bandbreite der Angebote ist groß und die angebotenen Rabatte ebenso. Ein relativ einfaches Konzept, welches aber eine durchschlagenden Erfolg zu haben scheint. Zumindest für Groupon. Denn die konnten sich es immerhin leisten das Angebot Googles über 6 Milliarden Dollar auszuschließen.

Das Unternehmen scheint sich seines Wertes bewusst und bereitet sich dementsprechend – immer wieder auftauchenden Gerüchten zufolge – auf einen Börsengang vor, bei dem es mindestens 15 Milliarden Dollar aufnehmen will. Dies ist eine durchaus realistische Summe, scheint man doch wieder etwas optimistischer zu sein, wenn es um die Bewertung von Internetunternehmen geht. Denn Facebook, Groupon und Co. erhalten momentan Unternehmensbewertungen im Milliardenbereich. Die “.com” – Blase lässt grüßen. Sehr zu Beunruhigung der amerikanischen Börsenaufsicht.
Doch Google, dem man durch die Entlassung Eric Schmidts eine Rückkehr zur Startup – Kultur nachsagt, lässt sich davon nicht zurückwerfen und arbeitet demnach mit Hochdruck an “Google Offers”, wie mashable berichtet. Das Prinzip ist dem von Groupon gleich und basiert auf lokaler Werbung bzw. Rabattaktionen, die Google Provisionen und den werbenden Unternehmen neue Kunden bringt.

Es dürfte sich wohl ein spannender Wettkampf entwickeln, da beide Konkurrenten in etwa gleich auf ist. Groupon ist einerseits länger im Geschäft, ist dementsprechend gut vernetzt mit den Unternehmen und bei den Nutzern entsprechend akzeptiert, doch Google wiederum kann auf seine Dominanz im Suchmaschinengeschäft setzen und besitzt mit Google AdSense und AdWords zwei mächtige Waffen im Kampf um Reichweite.
Weiterhin bindet Google bei seinen Angeboten alle Möglichkeiten des Sharens an. Sei es klassisch per Email oder über Facebook oder über Twitter und was man sonst noch so nutzen kann, um anderen Menschen mitzuteilen, was man grade im Internet gefunden hat. Web2.0 as usual.

Man darf also gespannt sein, wie sich dieser Zweikampf entwickeln wird und ob es die richtige Entscheidung war, sich nicht von Google aufkaufen zu lassen.