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May 09 2011
Kommt bald der Internetführerschein?
Das Internet ist eine technische Errungenschaft für sich: Bankgeschäfte, Soziale Netzwerke und Shoppingtouren sind nur wenige Möglichkeiten, dass „geliebte“ World Wide Web zu nutzen. Gerne erinnere ich mich noch an die Zeit zurück, an dem mein erster High – Speed – Webzugang in meiner heimischen Umgebung eingerichtet war.
Hierzulande ist der Ausbau der Internetleitung sehr weit entwickelt, sodass Computeranwender in vollen Zügen das trendige Medium nutzen können. Da werden Konsolen ins Heimnetzwerk eingebunden, Onlinespiele gezockt und Videos auf youtube und anderen Plattformen verbreitet. Gigantische Möglichkeiten, erfolgsversprechende Chancen und ein stilsicherer Livestyle sind mit dem Einzug des WWW geebnet.
Doch das Internet mit seinem eigentlichen Ursprung militärischer Kommunikation und Forschungsarbeit zeigt auch deutlich Schwächen. Schwächen, die im Laufe der Zeit zu gravierenden Problemen führten und auch heute noch ihren Tribut fordern.
So sind die jüngsten Meldungen über die neusten Hackeraktivitäten sicherlich nicht verwunderlich. Sony gerät in die Kritik Ihre Kundendaten nicht ausreichend zu schützen, „Anonymous – Aktivisten“ zwingen zahlreiche Server in die Knie und planen neue Angriffe und prompt tauchen auf Facebook gefährliche Schadprogramme auf, die das Leben des Internetanwenders erschweren.
Die Virenschutzsoftwareindustrie stellt immer wieder neue Produkthighlights vor, um die Gunst der Käufer zu erwerben und die Anwender vor der Vielzahl an Gefahren zu schützen. Softwaregigant Microsoft stellt kontinuierlich Sicherheitspatches zur Verfügung und stopft teils gravierende Lücken im Betriebssystem.
Der Schwarzmarkt boomt und die Sicherheitsbranche rollt. Selbst die Politik greift vermehrt ein, um das ein oder andere Problem zu entfernen. Doch bei den immer wiederkehrenden Meldungen schaltet der Mensch vor dem Computer auf „Durchzug“.
Die Hilferufe in diversen Foren sprechen für diese These. Schnell klickt der Anwender gedankenlos auf Links, Bilder und vermeintlich gutartigen Dateien und setzt sein Computersystem lahm und wird Opfer der Internetkriminalität. Verbraucherschützer werden immer wieder von hilfesuchenden Personen aufgesucht, die in Abofallen und kriminellen Machenschaften tappen.
Kommt bald der Internetführerschein?
Schäden in Milliardenhöhe verursachen Schadprogramme weltweit, sodass die Frage nach einer einheitlichen Regelung in Form eines „Internetführerscheins“ verständlich ist. Die Sensibilisierung des Anwenders und die Stärkung der Kompetenz im Umgang mit dem Medium sind förderliche Maßnahmen und Notwendigkeiten, sich bewusst vor Internetbedrohungen schützen zu können.
Ob Pflicht oder in Form einer freiwilligen Maßnahme ist die „Führerscheinidee“ sicherlich förderlich für die gesamte Websicherheit. Bereits junge „Erwachsene“ nutzen das Internet in der Freizeit, sodass ein Pflichtfach im Schulwesen sicherlich ebenfalls von Vorteil wäre.
Eins ist klar: Allein die Bereitstellung von Sicherheitslösungen wird auf Dauer nicht den gewünschten Erfolg bringen. Das bekannte Katz und Maus – Spiel der Softwareindustrie mit Cyberkriminellen wir auch zukünftig nicht abreißen. Ein Grund mehr, sich mit der Thematik Computersicherheit besser auseinander zu setzen.

