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April 02 2010
Outsourcing: Mit “Tücken” und “Problemchen”
Etablierte Unternehmen wie Telekom, Microsoft und Bayer tun es: In kleinen Teilbereichen oder im „großem“ Stil. Fulfillment und Supply Chain Management sind in jeder Unternehmenskultur zumindest überdacht oder diskutiert worden.
Häufig greifen auch Powerseller bei Ebay auf Fulfillment-Dienstleister wie Amazon zurück.
Die Gründe der Auslagerung von Geschäftsprozessen sind meist Kostensenkungen, die Qualitätssicherung durch Beanspruchung von Fachkräften und die Konzentration auf das eigentliche Kerngeschäft.
Timothy Ferriss, Autor des Buches „Die 4-Stunden-Woche“ hat eindrucksvoll zusammengetragen, was Outsourcing für positive Veränderungen bewirken kann. Hier spricht er von den Möglichkeiten ( auch als Privatperson ) Tätigkeiten erfolgreich an externe Dienstleister auszulagern.
Spürbar ist ein Lifestyle-Wandel, indem „Zeitfresser“ oder „unliebsame Arbeiten“ vergeben werden. Der Trend ist bereits seid Jahren in USA gegeben und scheint nun auch die europäischen Ufer erreicht zu haben. Sei es die „einfache“ Reinigungshilfe, der Lieferservice oder die Organisationsplanung von exklusiven Partys bis hin zu Recherchearbeiten, Reisebuchungen und Erinnerungsanrufen im beruflichem Bereich – es gibt fast nichts, das nicht andere Personen erledigen könnten.
Auch ich habe mich diesem Trend angeschlossen und nutze seid geraumer Zeit Freelancer und virtuelle Assistenten, die mich bei meiner täglichen Arbeit unterstützen. So schaffe ich mir freie Kapazitäten und ich kann mich entsprechend dem Kerngeschäft zuwenden.
So nutze ich persönlich ein Telefonservice, die Anrufe zu normalen Bürozeiten freundlich in meinem Namen entgegen nimmt. Eine Ausweitung der Telefonbereitschaft wäre durchaus auf 24 Stunden erweiterbar. Auch Teilbereiche wie Rechereche- und diverse Schreibarbeiten sind gängige Tätigkeiten, die meinerseits häufig weitergeleitet werden.
Problematisch wird es allerdings, wenn Geschäftspartner nicht den eigenen Qualitätsansprüchen genügen bzw. eine „etwas andere Arbeitseinstellung“ vorweisen. Sofern die Partner dann noch im Ausland liegen, so kommt noch die sprachliche Problematik hinzu.
Gerade bei zeitkritischen Aufgaben und Tätigkeiten mit hohen Qualitätsansprüchen trennt sich die Spreu vom Weizen. Selbst bei einfachen Aufgaben bedarf es einer nachträglichen und zeitintensiven Kontrolle, wenn der falsche Partner gefunden wurde.
Bei den letztlich eigenen „leidvollen“ Erfahrungen stellt sich die Frage, ob der Trend aus USA sich hier überhaupt durchsetzen kann oder ob dieser nur großen Unternehmen vorbehalten ist. Die Suche nach geeigneten Geschäftspartnern scheint ein unüberwindbares Problem zu sein.
Sicherlich kann man eine pauschale Aussage über Outsourcing nicht treffen, doch derzeit ziehe ich mein Fazit: externe Dienstleister kommen mir nicht mehr ins Haus.

