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December 11 2010
Wie im Kino – Fall Wikileaks
Es würde mich nicht wundern, wenn Ihr bereits einige Beiträge zu dem Fall Wikileaks gelesen habt. Da bringt eine Non – Profit Organisation Unmengen an Informationen in die Hände von Journalisten und wie ein Lauffeuer verbreiten sich zahlreiche „Fakten“ über „geheime Dokumente“ in der Öffentlichkeit. Unangenehme Wahrheiten oder einfach nur Gerüchte, die für uns Normalbürger eigentlich nicht angedacht sind.
Doch der Gebrauch von Pressefreiheit und die Pionierarbeit von Wikileaks teilt unsere Gesellschaft momentan in zwei Teile.
So ist es kein Wunder, dass Wikileaks nicht nur auf Sympatisten stößt, sondern auch mit heftiger Gegenwehr konfrontiert wird. Da wird der Gründer Julian Assange in London verhaftet, Server von Wikileaks aus dem Internet verbannt und zahlreiche Hacker aktiv.
Die Aktivistengruppe “Anonymous” als „verborgene Kämpfer der Internetzensur“ kündigten DDos – Attacken auf Unternehmenswebseiten an, die Wikileaks zu sabotieren versucht hatten. Als Ziele sind unter Anderem Ebay-Tochterunternehmen Paypal, Amazon und Moneybookers bekannt.
Dabei seien erhebliche Probleme in den Regionen Japan, Südafrika und Deutschland aufgetreten, so laut des Monitoring-Service WatchMouse.com.
Wie im Kino: „Fall Wikileaks“ so könnte der nächste mehrteilige Thriller heißen, denn der aktuelle Rummel bringt die „Internetordnung“ gewaltig ins Trudeln. So verhaften niederländische Polizisten einen vermeintlichen Pro-Wikileaks-Hacker im Alter von 16 Jahren, die Staatsgewalt wird von Netzattacken ausgesetzt und ein „Krieg“ herrscht im High-Speed-Kanal des Internet mit unbekanntem Ende.
Die Reaktionsfreudigkeit der technisch visierten Hackergemeinde und Script Kiddies – Anhänger zeigen letztendlich deutlich, wie einfach solche Angriffe durchgeführt werden können und die „Entführung“ von Wikileaks auf Mirror-Servern macht eine Zensur chancenlos.
