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April 19 2010

Metasuche Ixquick: Jetzt auch mit Proxy-Service

Gleich welche Suchmaschine genutzt wird – die Server speichern unter Anderem Logfiles mit Anfragedaten, Suchwörtern, Cookies und IP – Adressen. Das immer mehr Internetanwender datenschutzrechtliche Bedenken bei der Verwendung der populärsten Suchmaschinen haben, ist sicherlich verständlich.

Der AOL – Skandal im Jahr 2006 zeigte bereits deutlich, wie leichtsinnig mit den entsprechenden Daten umgegangen wird. Doch auch Google wird weiterhin nicht auf die Speicherung der Daten verzichten. Indem Suchanfragen gespeichert werden, lernt Google wie Anwender das Internet für welche Art von Informationsanfragen nutzt.

Es geht jedoch auch anders:

Ixquick, die Suchmaschine aus den Niederlanden mit dem ersten Europäischen Datenschutz-Gütesiegel hatte bereits damals für Aufsehen gesorgt. So verspricht diese Websuche die Privatsphäre der Internetuser zu schützen, indem Suchanfragen nicht gespeichert werden.

Ixquick verwendet die so genannte POST-Methode (statt die des GET-Verfahrens), um die Suchbegriffe aus den Log-Dateien der Webseitenbetreiber von Seiten herauszuhalten, die über die Suchergebnisse erreicht wurden.

Laut Selbstdarstellung von Ixquick ist dieser die leistungsstärkste Metasuchmaschine der Welt. Eine Metasuchmaschine verarbeitet dabei die Suchanfragen mit anderen beliebten Webmaschinen und stellt die Ergebnisse entsprechend übersichtlich dar. Die Ergebnisliste ist für Umsteiger allerdings gewöhnungsbedürftig.

Seid dem 28.01.2010 bietet der innovative Webcrawler einen neuen Dienst an: Der Proxy-Service für anonymes Surfen.

Zum Video

Ähnlich wie bekannte Anonymisierungstools wie JAP oder Tor stellt Ixquick nun einen integrierten und vergleichbaren Proxy-Service zur Verfügung. Ein Stückchen mehr in Richtung “Sicheres Websurfen”.

Um den Proxy-Modus zu aktivieren sind keinerlei besondere Einstellungen nötigt. Sobald ein Suchbegriff in das Interface eingegeben wurde, findet man den entsprechenden Hinweis “Proxy” direkt neben der URL-Anzeige. Leider sind jedoch einige Funktionen in diesem Modus wie Javascript-Code deaktiviert, sodass das gewohnte Surfvergnügen auf der Strecke bleibt. Es sind einfach noch zuviele Webmaster, die Javascripte in die Webseiten integrieren. Ganze Formulare können somit nicht verwendet werden. Doch im Sinne der Sicherheit…