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May 14 2010
Wordpress 3.0 erscheint bald
Wie aktuell im Wordpress – Blog zu lesen ist, soll die neue Wordpress Version 3.0 Mitte des Jahres – genauer Juni – erscheinen. Dem Artikel lässt sich einiges entnehmen. Eine weniger bedeutende Änderung wird wohl die Änderung des Standardthemes von “Kubrick” auf “2010″ sein, wobei man sich über das Aussehen des neues Themes in Schweigen. Dies tut zumindest der offizielle Blog. Mashable dagegen hat bereits einen ersten Screenshot veröffentlicht. Das Theme zeigt auch einige interessante neue Features auf.
Wichtig wird Wordpress 3.0 vor allen Dingen für Wordpress MU – User. Denn mit der künftigen Version wird Wordpress und Wordpress MU vereint, was dann auch die Verwendung von buddyPress ermöglichen wird. Auch die Verwaltung von mehreren Seiten wird nun möglich sein, Wordpress MU sei Dank.
Mashable berichtet von eigenen Post – Types, womit Wordpress dann mehr ein Schritt Richtung CMS macht und sich somit wieder ein Stück mehr von seinen Blogwurzeln entfernt. Bisher kannte Wordpress zwei Post – Types: “Seiten” und “Artikel”. Diese Neuerung bringt weniger eine neue Funktionalität, als mehr Organisation. Denn jeder Custom Post Type, ist auch gleichzeitig ein Menüpunkt im Adminpanel. So muss man nun nicht mehr alle Artikel und Seiten durchsuchen, um vielleicht einen Podcast oder Videobeitrag zu finden. Man klickt einfach links im Menü auf “Podcast” oder “Video” (sofern diese Post Types vom Benutzer selbst definiert wurden) und findet dort alle Beiträge des entsprechenden Typs. Das dient der Übersichtlichkeit und man muss künftig nicht mehr Kategorien zweckentfremden.
Organisation ist auch ein gutes Stichwort, wenn es um das Auswahlmenü geht. Denn mit der neuen Version wird es möglich sein, per Drag & Drop das Auswahlmenü, welches auf der Seite angezeigt wird zu editieren, ohne dafür in den Templates rumschrauben zu müssen. Somit ist es dann auch möglich, ohne großartige php – bzw. Wordpress – Api – Kenntnisse ein eigenes Menü zu entwerfen.
Bedeutender werden die “Core Plugins”. Sie lagern die Grundfunktionen in Plugins aus, womit es möglich ist seine Wordpress – Installation zu “entschlacken”. Braucht man gewisse Features nicht, kann man sie bei der Installation weglassen. Betreiber mit nur begrenzten Serverressourcen wird es freuen und es dürfte auch der Sicherheit zuträglich sein, wenn nicht alle Komponenten installiert sind. Weiterhin soll sich künftig für jedes Plugin ein Entwicklerteam finden. Ein wohl weiteres Plus für die Sicherheit und die Qualität von Wordpress.
Insgesamt zeigt sich also, dass mit der neuen Version keine Revolution mehr aber eine Evolution ansteht. Wordpress geht immer mehr in Richtung CMS. Wie man das findet, mag jeder für sich entscheiden. Manchen mögen bemängeln, dass Wordpress damit sein Kernkompetenzfeld verlässt und sich mehr in Richtung eines Marktes bewegt, der wohl als überfüllt angesehen werden kann. Andere wiederum mögen den Schritt begrüßen, denn wenn Wordpress künftig mehr als CMS eingesetzt werden kann, ergibt sich damit automatisch ein sehr spezifisches Klientel: Nämlich User, die Blog und CMS haben wollen oder die ein CMS haben wollen, welches recht leicht zu verwalten und zu erweitern ist. In puncto Entwicklung kann Wordpress nunmal mit einer sehr sauberen, gut dokumentierten API auffahren, die Eigenentwicklungen bzw. den Einstieg in die Thematik nicht allzu schwer machen sollte.

