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December 13 2010

Angelesen: Sichere Webanwendungen – Das Praxishandbuch

Ich liebe das Entwickeln. Vor allem, wenn es sich um Webanwendungen in PHP handelt. PHP ist klasse. Es ist leicht zu lernen, hat einen großen Funktionsumfang, mit dem sich die meisten vorstellbaren Aufgaben erledigen lassen. Leicht beherrsch- und auch recht schnell lernbar.
Doch wie alles im Leben hat PHP auch eine andere Seite. Denn das Konzept der Einfachheit geht auf Kosten der Sicherheit. Schnell ist ein Skript geschrieben, welches Dateien hochladen kann oder womit man Daten in einer Datenbank einfügt und abruft. Und genauso schnell, wenn nicht schneller, ist auch eine Sicherheitslücke drin. Die möglichen Angriffszenarien sind vielfältig und reichen von XSS, CSRF, RFI, LFI bis hin zur SQL – Injection.
Für den Laien reichlich kryptische Begriffe, für denjenigen, der sich schon mal mit der Sicherheit von Webapplikationen beschäftigt hat, ein etwas vorstellbarerer Begriff. Ich zähle mich eher zu den letztgenannten Menschen. Über Sicherheitslücken in Webanwendungen hatte ich hier und da schon mal gelesen, aber richtig tiefgehendes Wissen besaß ich bisher nicht. Deshalb griff ich auch gleich zu, als ich dieses Buch in der Unibibliothek zufällig sah.
Meine Befürchtungen waren, dass mich jetzt sehr trockener Stoff erwarten würde, teils vielleicht tiefgehend theoretisch und folglich schwer vorstellbar. Aber das Buch hält, was es verspricht: es ist ein Praxishandbuch. Und somit werden ausführlich aber nicht zu praxisfremd die verschiedenen Aspekte der Websicherheit erklärt. Jederzeit haben die Autoren die Praxis im Blick. So wird nicht nur erklärt, wie Sicherheitslücken entstehen, sondern auch, was für eine Auswirkung ein Angriff über solche Lücken haben kann. Grade Leuten wie mir, die Cross Site Scripting (kurz: XSS) für harmlose Spielereien gehalten haben, wird der Respekt vor solch scheinbar harmlosen Sicherheitslücken neu gelehrt. Denn was mit dem Erzeugen einer Alarmbox per eingeschleusten JavaScript anfängt, kann schnell in einem – ebenfalls per JavaScript eingeschleusten – falschen Loginbereich enden, der Logindaten auf der Originalseite abphisht. Und das ist nur ein Kapitel des Buches.
Weiter wird die Absicherung von Datenbankzugriffen beleuchtet und einem nahegelegt, warum Formulare immer in vielerlei Hinsicht kontrolliert werden sollten.
Und wer sich schon immer gefragt hat, was Charsets sind bzw. warum ausgerechnet die ein riesiges Sicherheitsproblem darstellen können, sollte spätestens jetzt zu diesem Buch greifen.
Kurzum: enttäuscht wird man von diesem Buch definitiv nicht. Denn das Buch geht auch jenseits der vielen Standardtipps zur Absicherung von Webanwendungen, die man im Internet zuhauf findet. Denn nicht immer reicht es, die gängigen Funktionen wie “html_special_chars()”, “html_entities()” und “strip_tags()” zu nutzen wie häufig im Internet erklärt wird. Schnell können diese Funktionen genutzt werden, um sich bösartigen Code von diesen Funktionen zusammensetzen und ausführen zu lassen. Grundsätzlich werden die meisten gängigsten Abwehrmechanismen genauer beleuchtet und meist kommt dabei wenig gutes zum Vorschein.
Die Autoren werfen also nicht nur ein paar Begriffe in den Raum und schlagen halbherzig irgendwelche Funktionen vor. Stattdessen fordern sie den Leser selber auf, sich Gedanken zu machen, wie man an welchen Stellen im Code am sinnvollsten vorgeht bzw. was das sinnvollste Verfahren zur Validierung und Absicherung von User-eingaben ist.
Das Buch selbst ist dabei halb-modular aufgebaut. So gehen die Kapitel sukzessive tiefer in die Materie ein und stellen den Fokus mit der Zeit immer mehr auf die konkrete Praxis. Wer allerdings weniger geduldig ist, kann auch gleich in die Kapitel direkt einsteigen. Meist wird einem die Problematik kurz erklärt – eventuell auf tiefergehende Kapitel verwiesen – und dann am konkreten Beispiel aufgezeigt. Die Texte selbst sind interessant und angenehm lesbar geschrieben und enthalten zahlreiche weitergehende Links. Nie kommt man wirklich ins Stocken und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Dies ist zwar nicht immer so – stellenweise gerät das Kapitel über Charsets dann doch einen Tick zu trocken – langweilig wird es aber nie.
Wer vom Buch allerdings erwartet danach der Überhacker zu sein, der Webseiten binnen von Minuten knackt, wird schwer enttäuscht. Erstmal ist das nicht die Zielgruppe der Autoren. Das sind nämlich Webentwickler, die sichere Anwendungen schreiben wollen, die dazu noch eine hohe Usability aufweisen, sodass dem User nicht tausend Steine beim Bedienen der Seite in den Weg gelegt werden.
Als nächstes ist es vor allem die unsichere Rechtslage in Deutschland – genannt sei hier der “Hackerparagraf” §202 – die ein tieferes, konkreteres Aufzeigen von Sicherheitslücken unmöglich macht. Aber das muss das Buch auch nicht. So wie es aktuell im Buch umgesetzt wurde reicht es auch vollkommen, damit man immer weiß, warum bzw. wie genau eine Sicherheitslücke funktioniert.
Wer also Webanwendungen verantwortungsvoll und benutzerfreundlich umsetzen will und/oder sich für das Thema “Websicherheit” schon immer interessiert hat, wird mit dem Buch seine wahre Freude haben bzw. nicht enttäuscht werden. Umfangreich aber nicht zu tiefgehend werden alle wichtigen Sicherheitsaspekte einer Webanwendung beschrieben. Auch muss man keine Angst haben mit abstraktem Wissen allein gelassen zu werden. So ziemlich immer werden die Thematiken anhand von PHP – Code aufgezeigt. Nie hat man das Gefühl nicht zu wissen, warum die Autoren sich jetzt diesem oder jenem Sicherheitsaspekt verschrieben haben. Und auch Befürchtungen, man würde ja nur Tipps zusammentragen, die man überall im Internet finden kann, können getrost beiseite gelegt werden. Diese werden eher kritisch hinterfragt, als blindlings als ultima ratio empfohlen zu werden.
Für mich zählt dieses Buch zur Grundlektüre, wenn es darum geht, Webanwendungen sicher, stabil und – vor allen Dingen – professionell zu schreiben und daher möchte ich es auch allen, die mit Webentwicklung zu tun haben und mit der Sicherheit eben jener noch nicht so stark vertraut sind, ans Herz legen.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

September 28 2010

Jimdo – die nächste Generation der Homepageerstellung

Ganz klar: Es bleibt für viele Internetanwender und insbesondere Geschäftsleute wie auch Ladenbesitzer ein unüberwindbares Problem, eine gescheite Homepage zu erstellen.

Der ganze technische Kram wie Ftp, html & css ist kompliziert und nur nach einer gewissen Zeit erlernbar und verständlich. Diese Problematik hat sich die Firma Jimdo GmbH aus Hamburg gewidmet.

Mit einem CMS – System ( Content-Management-System ) lässt sich mit wenigen Mausklicks eine fertige Webseite generieren. Professionelle Layouts, ein eigener Internetshop und die Freude zur Realisierung der Webidee sind ohne Vorkenntnisse schnell möglich.

Nach einer kurzen Registrierung kann bereits die Homepage innerhalb weniger Minuten im World Wide Web aufrufbar sein. Die Bearbeitung und Pflege der Webseite und des  sogenannten Content erfolgt zielsicher im eigentlichen Administrationsmenü, das durch ein zuvor festgelegtes Kennwort gesichert ist. Bei Bedarf und aus Sicherheitsgründen kann der direkte Login-Link für Administratoren versteckt werden.

Die Administrationsoberfläche ist selbst für „Laien“ durchaus verständlich und plausibel. Sind dennoch Funktionen unklar, so werden diese in einer Wiki-Liste erklärt und verdeutlicht.

Textänderungen sind mit einem speziellen Webeditor, ähnlich wie Word, kurzerhand und einleuchtend änderbar. Das Einfügen von Grafiken, wie auch andere nützliche Funktionen sind bereits integriert. Die Einbindung von externen Modulen wie youtube, Twitter und Co sind über die entsprechenden Schnittstellen möglich.

Bildergalerien, Gästebücher und ein eigenes Blog sind keine Fremdwörter für diese Homepagelösung und diese Futures kurzerhand ins Netz gestellt.

Die Auswahl der Templates ist groß und durchaus ansprechend. Gefallen die vorgegebenen Templates dennoch nicht, so lässt sich ein eigenes Design kreieren, wenn hier die Kenntnisse ausreichend sind.

An Speicherkapazität mangelt es nicht: Bereits in der kostenfreien Version stellt der Entwickler 500 MB zur Verfügung, die mit wenigen Euros auf gute 5 GB in der Pro-Variante aufgestockt werden kann. Das Buisness-Paket mit 50 GB bietet zuletzt viel Platz für Ideen.

Jimdo-Webseiten sind von Natur aus suchmaschinen-optimiert.

Fazit: Flink Webseiten bauen und zudem noch Spass an der Erstehung einer neuen Webpräsenz haben, dass gelingt durchaus mit der innovativen Lösung der Jimdo GmbH.

Nach dem Motto: „Gib Jimdo die Chance, dich zu überzeugen! Den ersten Schritt hast du schon geschafft: Du hast deinen Computer angeschaltet. Das ist alles, was du können musst!“

May 14 2010

Wordpress 3.0 erscheint bald

Wie aktuell im Wordpress – Blog zu lesen ist, soll die neue Wordpress Version 3.0 Mitte des Jahres – genauer Juni – erscheinen. Dem Artikel lässt sich einiges entnehmen. Eine weniger bedeutende Änderung wird wohl die Änderung des Standardthemes von “Kubrick” auf “2010″ sein, wobei man sich über das Aussehen des neues Themes in Schweigen. Dies tut zumindest der offizielle Blog. Mashable dagegen hat bereits einen ersten Screenshot veröffentlicht. Das Theme zeigt auch einige interessante neue Features auf.

Wichtig wird Wordpress 3.0 vor allen Dingen für Wordpress MU – User. Denn mit der künftigen Version wird Wordpress und Wordpress MU vereint, was dann auch die Verwendung von buddyPress ermöglichen wird. Auch die Verwaltung von mehreren Seiten wird nun möglich sein, Wordpress MU sei Dank.

Mashable berichtet von eigenen Post – Types, womit Wordpress dann mehr ein Schritt Richtung CMS macht und sich somit wieder ein Stück mehr von seinen Blogwurzeln entfernt. Bisher kannte Wordpress zwei Post – Types: “Seiten” und “Artikel”. Diese Neuerung bringt weniger eine neue Funktionalität, als mehr Organisation. Denn jeder Custom Post Type, ist auch gleichzeitig ein Menüpunkt im Adminpanel. So muss man nun nicht mehr alle Artikel und Seiten durchsuchen, um vielleicht einen Podcast oder Videobeitrag zu finden. Man klickt einfach links im Menü auf “Podcast” oder “Video” (sofern diese Post Types vom Benutzer selbst definiert wurden) und findet dort alle Beiträge des entsprechenden Typs. Das dient der Übersichtlichkeit und man muss künftig nicht mehr Kategorien zweckentfremden.

Organisation ist auch ein gutes Stichwort, wenn es um das Auswahlmenü geht. Denn mit der neuen Version wird es möglich sein, per Drag & Drop das Auswahlmenü, welches auf der Seite angezeigt wird zu editieren, ohne dafür in den Templates rumschrauben zu müssen. Somit ist es dann auch möglich, ohne großartige php – bzw. Wordpress – Api – Kenntnisse ein eigenes Menü zu entwerfen.

Bedeutender werden die “Core Plugins”. Sie lagern die Grundfunktionen in Plugins aus, womit es möglich ist seine Wordpress – Installation zu “entschlacken”. Braucht man gewisse Features nicht, kann man sie bei der Installation weglassen. Betreiber mit nur begrenzten Serverressourcen wird es freuen und es dürfte auch der Sicherheit zuträglich sein, wenn nicht alle Komponenten installiert sind. Weiterhin soll sich künftig für jedes Plugin ein Entwicklerteam finden. Ein wohl weiteres Plus für die Sicherheit und die Qualität von Wordpress.

Insgesamt zeigt sich also, dass mit der neuen Version keine Revolution mehr aber eine Evolution ansteht. Wordpress geht immer mehr in Richtung CMS. Wie man das findet, mag jeder für sich entscheiden. Manchen mögen bemängeln, dass Wordpress damit sein Kernkompetenzfeld verlässt und sich mehr in Richtung eines Marktes bewegt, der wohl als überfüllt angesehen werden kann. Andere wiederum mögen den Schritt begrüßen, denn wenn Wordpress künftig mehr als CMS eingesetzt werden kann, ergibt sich damit automatisch ein sehr spezifisches Klientel: Nämlich User, die Blog und CMS haben wollen oder die ein CMS haben wollen, welches recht leicht zu verwalten und zu erweitern ist. In puncto Entwicklung kann Wordpress nunmal mit einer sehr sauberen, gut dokumentierten API auffahren, die Eigenentwicklungen bzw. den Einstieg in die Thematik nicht allzu schwer machen sollte.

March 23 2010

Erfahrungsbericht: CMS-System für Einsteiger

Nachdem ich im Januar bereits verzweifelt nach einem passendem CMS-System gesucht habe, möchte ich nun mit diesem Beitrag die Funktionsweise des jimdo-cms erläutern und einen kleinen Einblick in die Homepagegestaltung geben.

Gerade für Einsteiger bietet sich dieses CMS-System an, da hier wirklich schöne Homepages ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können.

Gespannt darf ich auf die Weiterentwicklung sein.

Jimdo: Webseitenbaukasten mit WYSIWYG-Editor, der per Mausklick auf die entsprechenden Module im Frontend geöffnet wird. Neben Texten und Bildern lassen sich auch Videos und RSS-Feeds in die Seite einpflegen. Einzelne Abschnitte der Webseite können mit einem Passwort versehen werden, sodass sich ein Mitgliederbereich einrichten lässt.

Hier gehts zum Video


March 08 2010

Open Source goes Potsdam

Ende April rockt Potsdam. Nach München zieht nun das TYPO3 Camp vom 23. – 25. April 2010 in die Brandenburger Landeshauptstadt. Nicht nur für die Berlin/Brandenburger Open Source Community ein paar Tage, die vorgemerkt sein wollen.

Die Veranstalter sehen sich nicht nur als Tummelplatz für Hard Core Entwickler der TYPO3 Szene sondern wollen die offene aber auch konstruktive Atmosphäre nutzen, um Marktplatz für Ideen, Entwickler und Anwender sowie Agenturen zu werden. Diesmal nicht nur aus dem engsten Kreis der TYPO3 Gemeinde – vielmehr auch für Einsteiger, Interessierte, Entscheider und Umsteiger. Für mehr Grenzerfahrungen.

Wie auch im letzten Jahr sollen Projekte und Entwicklungen im Mittelpunkt stehen. Die Arbeitslocation ist mit dem EDU.CON Campus direkt vor den Toren Berlins gefunden. Die Räumlichkeiten laden zu Diskussionen ein. Doch wie in der Branche zu erwarten gibt es neben meet&greet auch eine lange Partynacht im uhlmann·s, bei der nicht nur das Gehirnschmalz in Stimmung geraten soll.

Beiträge sind im Vorfeld gern gesehen. Schon jetzt geplant sind u.a.:

  • Performance
  • neues Backend
  • Usability
  • SEO
  • Templating
  • Newsletter
  • Google Gears

Besonders willkommen sind Diskussionen vor Ort von Branchenfremden, die den Blick auf andere CMS Lösungen öffnen. Impulse von außen beleben nicht nur Kreativität und Modernisierungswillen sondern auch das Geschäft.

Vorbestellungen für Tickets, Akkreditierungen und weiterführende Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Veranstalters http://typo3camp-potsdam.mixxt.de/ Preise starten bei 48 Euro.

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