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February 17 2010

Datenschutzpannen – und die Zahl steigt stetig

Trotz neuer Meldepflicht, die mit der Änderungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zum 1. September 2009 festgelegt wurde, sind weiterhin massive Datenlecks in Unternehmen und Webanwendungen feststellbar.

Die meisten Vorfälle werden dabei von Betroffenen und den Medien aufgedeckt. Die Dunkelziffer ist scheinbar endlos.

Es sind nicht nur namhafte Unternehmen wie Schlecker, Telekom, Lidl oder Kik, sondern wiederholt Ämter, Behörden und andere Verwaltungen in die Kritik geraten.

Dabei geht es um unterschiedliche Vorfälle. Teils wurden private oder gar sensible Daten von Bürgern oder Kunden ungesichert ins Web gestellt, Kundeninformationen unberechtigt weitergegeben oder Webanbieter ließen den Zugriff auf vertrauliche Mitgliederdaten zu.

Die Initiative Projekt Datenschutz dokumentiert Datenpannen, Lecks und Fälle von Datenmissbrauch, um Bürger aufzuklären und Unternehmen für mehr Datenschutz zu sensibilisieren.

Die scheinbar aussichtslose Initiative zeigt in einer Übersicht, wie sorglos viele Unternehmen und Behörden mit personenbezogenen Daten umgehen.

Bereits nach knapp vier Monaten musste Beispielhaft der Finanzdienstleister AWD die wiederholte Weitergabe seiner Kundendaten eingestehen.  Entdeckt wurde dabei die Leckage vom Hörfunksender NDR, die nun kumuliert etwa 39.000 Personandatensätzen im Bestand hat.

Darin seien persönliche Details über Kunden wie Telefonnummern, Berufsbezeichnungen und Einzelheiten zu den Versicherungsverträgen verzeichnet, so berichtete das Abendblatt vor Kurzem.

Auch die Telekom musste in einem internen Prüfbericht eine umfangreichere Bespitzelung und weitere Fälle notieren. Manfred Balz (Datenschutzvorstandes des Konzerns ) verspricht Nacharbeit.

Auch im Jahr 2010 scheint keine Besserung in Aussicht zu sein. Es mangelt an Einsicht bei den Verantwortlichen.

Ein Gegenmittel kann nur ein funktionierendes Datenschutzmanagment sein, so teilte Dr. Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein, mit. Wenn Wirtschaftsunternehmen und Behörden eine Vorreiterrolle übernehmen, indem Sie einen Datenschutzbeauftragten bestellen, datenschutzrelevante Prozesse dokumentieren und prüfen, sowie nachhaltige Verfahren zur Sicherung der Compliance einrichten, begeben wir uns sicher in die gewünschte Position.

February 14 2010

Verlockung “Soziale Netzwerke”

Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Co sind stark im Trend.

Kein Wunder: Der Austausch von Informationen über solche Plattformen ( auch privater Natur ) fördern die Gemeinschaft und unterstützen Interessengebiete. Es macht sogar Spass, regelmäßig im Netz Skurriles zu finden, zu lachen und Freundschaften ( zumindest virtuell ) zu festigen.

Twitter wuchs nach Schätzungen im Jahr 2009 auf 25 – 30 Millionen Nutzer und Facebook hält in den USA die Poleposition.

Doch auch Google hat seid geraumer Zeit diesen anhaltenden Trend erkannt und springt nun auf den Zug des Social Networks. Google Buzz wurde als “Twitter-Killer” tituliert und verspricht dabei mehr als nur Statusnachrichten. Google ist schon einmal mit einem sozialen Netzwerk gescheitert: Orkut ist lediglich in Brasilien und zum Teil in Indien erfolgreich. Diesmal ist jedoch vieles anders.

Über diesen Dienst können Teilnehmer zu jeder Zeit und zu jedem beliebigen Thema die Meinung veröffentlichen und Kommentare inklusive Fotos und Videos hinterlassen. Auf Anhieb startet der Konzern mit fast 180 Millionen potentiellen Nutzern, den soviele sind bei Gmail angemeldet und erhalten demnächst eine Einladung. Dabei importiert Buzz die Kontakte aus den E-Mails sowie aus Google Talk.

Doch der Buzz-Start ist ein Desaster: Innerhalb von vier Tagen sollen bereits mehrfach Umbauten des Dienstes erfolgt sein, so berichtet Spiegel Online. Vorrangig sollen die eingebauten Datenlecks beseitigt werden.

“Man werde Rund um die Uhr daran arbeiten” notierte Todd Jackson, Google Manager in einem Blogeintrag.

Der Protest der Nutzer ist kaum zu überhören, sodass Google in seinem nun zweiten Anlauf zur Eroberung des sozialen Webs verpatzt. Kein Wunder, das entsprechend negative Erfahrungsberichte wie die einer US-Amerikanerin auftauchen. Dieser Dienst soll Ihrem gewalttätigen Ex-Mann den Aufenthaltsort und Arbeitsplatz verraten haben. Aufgrund des regelmäßigen E-Mail-Verkehrs mit Ihm wurde er in die Freundesliste übernommen.

Inwiefern Google Buzz nun zukünftig sich im sozielen Web etablieren wird ist derzeit nicht ersichtlich. Die Chancen stehen jedoch nicht schlecht, wenn die Kritikpunkte vom Konzern verarbeitet werden.

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