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March 28 2011

Google Books und das Urheberrecht

Wenn es nach Google geht, sollen bald alle Bücher der Welt digital über Google Books verfügbar sein. Verleger und Rechteinhaber finden das aber weniger gut, weswegen derzeit ein Streit über das Thema stattfindet. Die Verlagsbranche in den USA will durch eine Klage erreichen, dass Google nicht mehr ohne Nachfrage Bücher digitalisieren und online stellen darf. Google hingegen versuchte seinerseits, einen Vergleich zu erreichen, um eine Verhandlung zu vermeiden.

Dieser beinhaltete, dass Google gegen Zahlung von 125 Millionen Dollar ohne Rückfrage oder Zustimmung der Rechteinhaber Bücher digitalisieren und online stellen darf. Er wurde jedoch vom zuständigen Richter abgelehnt. Nach dessen Meinung wäre ein solcher Vergleich unangemessen. Er würde zwar vielen Menschen Vorteile bringen, gehe aber trotzdem zu weit. Insbesondere die von Google präferierte Lösung, dass Rechteinhaber widersprechen müssen, damit ihr Buch nicht in das Angebot von Google aufgenommen wird, kommt nach Meinung des Richters nicht in Frage. Dadurch bekäme Google einen massiven Wettbewerbsvorteil, der nicht zu verantworten wäre. Die Variante, dass Rechteinhaber erst zustimmen müssen, bevor die Verwertung durch Google stattfinden kann, wäre ihm zufolge aber möglich.

Google bedauert die Entscheidung, will aber nicht aufgeben und weiter für die umfassende Realisierung von Google Books kämpfen.

Auch der deutsche Buchhandel steht dem Urteil aus den USA positiv gegenüber. Er sieht die Entscheidung als wichtig für das Urheberrecht an. Ähnlich äußerte sich auch die Gesellschaft VG Wort. Als problematisch wurde von dem amerikanischen Richter übrigens auch eingestuft, dass der von Google vorgeschlagene Vergleich auch ausländische Bücher umfasst hätte.

 

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