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August 05 2010

Google Wave ist Geschichte

Wie Google heute in seinem Blog bekannt gibt, ist Google Wave nicht mehr. Die Entwicklung an Wave als alleinige App wird nicht mehr fortgesetzt, wird aber noch bis Ende des Jahres zugänglich bleiben.

Google bedauert dieses Vorgehen sehr, waren sie doch recht begeistert und enthusiastisch. Mit Wave hat Google technisch recht viele Register gezogen. So konnte man das Schreibverhalten des Anderen in Echtzeit beobachten und den Gesprächsverlauf nachvollziehen. Eine der etwas spektakuläreren Sachen war wohl die Möglichkeit Dateien per Drag and Drop vom Desktop in die Konversation hochzuladen, womit man quasi HTML5 vorgegriffen hat.

Trotz allem konnte sich Google Wave nie wirklich etablieren. Und zugegeben, das Konzept war meiner Meinung nach nie wirklich transparent. Man konnte halt miteinander schreiben, sich Dateien schicken, aber letztlich bleibt die Frage, was daran jetzt wirklich neu oder innovativ war.

Es gibt tausende E – Mail – Provider und hunderte Instant – Messenger mit denen genau sowas schon lange möglich war. Nun muss ja nicht unbedingt immer das Rad neu erfunden werden, aber vielleicht war es auch nicht unbedingt so klug Google Wave anzukündigen, um dann das ganze in einer Closed Beta an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Nachfrage war da. Die Anzahl der Invitations aber nicht ausreichend.

Mangelnde Transparenz und Zugänglichkeit hätten Google Wave vielleicht zum Durchbruch verhelfen können. Zumindest dann, wenn die Datenschutzbedenken gegenüber Google nicht so gravierend wären und viele grundsätzlich mit Vorsicht reagieren. Der Aufschrei der da mit Google Buzz kam ist dabei nur ein Beispiel.

Nichtsdestotrotz enthält Google Wave sicherlich einige gute, technische Ideen und es ist ein fairer und guter Zug von Google, diese technischen Errungenschaften allen zur Verfügung zu stellen. Der Kerncode von Google Wave ist nämlich als open source veröffentlicht worden und steht zur weiteren Be – und Verarbeitung bereit. Google selbst hingegen will Teile von Wave künftig in andere Projekte integrieren.