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June 24 2010
HTML5: Was ist zu erwarten?
Das Web erfährt ununterbrochen Veränderungen und muss sich stetig neuen Anforderungen stellen. Somit müssen sich auch Programmier- und Anzeigesprachen ständig neuen Herausforderungen stellen. XHTML1 oder HTML4 haben sich lange gehalten, doch längst können sie den heutigen Anforderungen nicht mehr stand halten. Um diesen Anforderungen nachzukommen wird derzeit HTML5 und CSS3 entwickelt.
HTML und CSS hatten bisher nahezu nur mit statischem Inhalt zu tun, dies hat sich im Zeitalter von YouTube und Browsergames geändert. Um diese Inhalte einheitlich und fehlerfrei anzuzeigen bedarf es derzeit oft vieler Workarounds. In Zukunft soll dies nicht mehr nötig sein, denn HTML5 soll im Stande sein dynamische sowie multimediale Inhalte wiederzugeben.
Viel erwartet man von HTML5, trotzdem möchten die Entwickler das Rad nicht neu erfinden und ein ganz neues HTML aus dem Boden stampfen. Evolution statt Revolution ist das Motto und somit sollen lediglich Änderungen und Erweiterungen vorgenommen werden und nicht alles neu entwickelt werden.
Durch das Einführen von neuen Attributen soll der Quellcode einheitlicher und besser strukturiert werden. So wird beispielsweise ein section-Attribut eingeführt, das zusammengehörige Attribute einfasst. So werden bei einem Artikel beispielsweise Überschrift, Unter-Überschrift und Artikelinhalt in einem section-Attribut eingefasst, somit ist die Zusammengehörigkeit gegeben. Auch wird ein header- sowie footer-Attribut eingeführt um klar zu signalisieren was eher statisch ist und was der wichtige Inhalt ist. Auch ein nav-Attribut wird eingeführt um die Navigation klar zu kennzeichnen.
Einer der wohl wichtigsten neuen Attribute sind das video-Attribut und audio-Attribut. Damit lassen sich einheitlich Videos und Sounds in verschiedenen Codecs und Formaten abspielen. Somit wird es in Zukunft möglich sein ohne lästige Addons oder Plugins Video- und Audio-Dateien abzuspielen. Dies stellt einen erheblichen Vorteil für die Video-Einbettung dar, da diese somit browser- und plattformunabhängig wird. Dies ist besonders wichtig in Bezug auf die Anzeige von Videos auf mobilen Geräten.
Natürlich sind das nur einige Beispiele der neuen Attribute, jedoch geben sie einen guten Einblick was man von HTML5 zu erwarten hat. Geht man diesen Gedankengang weiter, so wird klar, dass dieser Standard noch viel weitreichendere Folgen hat. So können Suchmaschinen-Crawler nun effektiver arbeiten und es wird eine ganz neue Dimension von SEO geben. Wir dürfen also auf einen spannenden Schritt in Richtung Web 2.0 gespannt sein.
May 12 2010
Apple arbeitet an einer Flash-Alternative
Apple arbeitet derzeit angeblich an einer Alternative für die Rich-Media Dateien im Format Flash. Dabei soll Apple eine eigenen Player entwickeln um Flash-Dateien abzuspielen, da die bisherigen Flash-Versionen zu fehlerhaft sind und daher sehr große Probleme machen.
Die größte Kritik am iPad in der letzten Zeit war, dass das iPad nicht Flash-Dateien abspielen kann. Somit werden Nutzern zahlreiche Dateien vorenthalten. Dem begegnete Steve Jobs damit, dass die derzeitigen Flash-Player so fehlerhaft sind, dass sie zu Abstürzen der Software führen. Zusätzlich führte er an, dass HTML5 dieses Problem eh entkräftet, da dann keine Flash-Player mehr notwendig seien.
Doch so lange scheint Apple nun nicht mehr warten zu wollen, denn sie entwickeln derzeit angeblich einen eigenen Flash-Player. Dieser soll speziell für das iPhone und iPad sein und somit die lang ersehnte Flash-Funktionalität bringen. Jedoch ist diese Flash-Funktionalität nicht mit Hilfe von Adobe durchgesetzt und somit entstehen auch neue Probleme.
So müssen Firmen nun ihre Mitarbeiter auf den neuen Flash-Player von Apple umschulen wenn sie ihre Produkte auch auf dem iPad oder iPhone zum Laufen bringen wollen. Somit müssten Hersteller von Anwendungen immer dual entwickeln, für Apple und für Adobe. Dies stellt einen erheblichen Zusatzaufwand für Firmen dar und somit wird man wohl oft Anwendungen begegnen, die nur für Apples Flash-Player sind oder nur für Adobes Flash-Player.
Ob irgendwelche Kompatibilitätsmechanismen eingebaut werden um die anderen Dateien abzuspielen ist derzeit unbekannt, also bleibt die ganze Angelegenheit noch ziemlich offen und ist somit sehr interessant. Nun bleibt erst einmal eine Reaktion von Adobe abzuwarten auf diese Meldung.
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