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December 19 2010
Das Abzocknetz World Wide Web
Das man mit bloßen Daten kopieren massig Geld erzielen kann, dass habe ich Euch bereits vor einiger Zeit hier auf yenodio.de in meinem Blogbeitrag „Copy & Paste: Ein lukratives Geschäftsmodell bei Social Networks“ erörtert. Hier ging es um Missstände bei Datenschutzmaßnahmen von Social Communities und anderen Webanbietern, die diese Thematik „Datenschutz“ nicht so Ernst nehmen. Student Florian Strankowski hatte damals eine gewaltige Summe Datensätze von Nutzern erfolgreich kopieren können.
Zum traurigen Alltag der Internetgemeinde gehören die unterschiedlichsten Facetten der Onlinekriminalität. Hier ist die Rede von Abzocke und Betrügereien. Die Opfer sind wir, die Internetnutzer und Computeranwender.
Die Internetbetrüger werfen dabei ihre Greifnetze weltweit aus. Da werden Hausaugabenhilfe angeboten, lukrative Verdienstmöglichkeiten offeriert und vermeintlich kostenlose Programme angepriesen. Unzählige fallen auf die betrügerischen Machenschaften rein.
Doch endlich: Ein Schlag gegen die Abzockmentalität. Entwickler des bekannten Browser Mozilla Firefox haben kürzlich Betreiber von Abofallen erfolgreich beim Landgericht Hamburg verklagt. Die Open-Source Anwendungen Firefox und Thunderbird wurden gegen Gebühr von diesen Anbietern verbreitet. Dies kann Schadensersatzansprüche nach sich ziehen.
Die Hoffnung: Eine strategische Bündlung solcher Klagen seitens der Entwickler gegen Onlinekriminelle würde die Internetgesellschaft wieder in Balance bringen. Wie wir wissen ist der Kampf gegen sogenannten Cybercrime ein Katz und Mausspiel.
Inwiefern sich letztlich die Politik sich diesen Problematiken widmet, bleibt abzuwarten. Ein Ruck durch die Betroffenen, Internetnutzern und unserer Gesellschaft ist deutlich zu spüren.
Dies zeigt auch der kommende „Safer Internet Day 2011“, indem die Sorgen des Webs thematisiert und die Sicherheitsaspekte durchleuchten werden. Mitmachen lohnt sich!
March 17 2010
USA: Netzwerkausbau geplant
Eigentlich war ich persönlich der Annahme, dass die US-Amerikaner in vielen Bereichen einen Schritt ( oder auch zwei Schritte ) voraus sind. Dies meine ich einerseits natürlich Positiv, andererseits sind einige Entwicklungen nicht tragbar und sollten die Meere nicht überqueren.
Wie ich jedoch aktuell aus einem Bericht der Welt-Online entnehmen kann, wurde nun ein Plan der zuständigen Regulierungsbehörde über einen Ausbau der Netzwerkstruktur vorgelegt.
Hintergrund ist, dass scheinbar 100 Millionen Amerikaner noch keinen Breitbandzugang hätten und eine Basis für wirtschaftliches Wachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen, Wettbewerbsfähigkeit und einen höheren Lebensstandard geschaffen werden soll.
Laut Statistiken des Internet-Dienstleisters Akamai haben gerade mal ein Viertel der US-Internetnutzer einen Anschluss, der Daten mit Übertragungsraten von mehr als 4 Megabit je Sekunde liefern kann.
Das Projekt wird von einem Fond mit 15,5 Mrd. Dollar unterstützt, dass derzeit für die Modernisierung der Telefonverbindungen in armen und ländlichen Gebieten genutzt wird.
Der Plan sieht vor neue Frequenzen für den mobilen Internetzugang freizugeben. Es sollen unter anderem Radio- und TV-Sendefrequenzen für den Mobilfunk freigeschaufelt werden.
Gewinner sind dabei Mobilfunkunternehmen wie Verizon Wireless, Sprint Nextel oder auch der US-Tochter der Deutschen Telekom aber auch für die Ausrüster Alcatel-Lucent, Qualcomm und dem Kabelverleger CommScope eröffnen sich lukrative Aufträge.
Doch bei einer Erhöhung der Netzwerkgeschwindigkeit muss auch die Hardware der Haushalte angepasst werden. So hat bereits jetzt Cisco einen Router vorgestellt, der bis zu zwölf Mal schnellere Internetverbindungen ermöglichen soll als Konkurrenzprodukte.
Im Jahr 2020 soll ein US-Bürger einen zweistündigen Film in HD-Qualität in weniger als zehn Minuten downloaden können, so sieht es der Plan der Regulierungsbehörde FCC vor. ( Das entspricht eine Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde )
Und wie sieht es in anderen Ländern aus?
In Finnland wird ab Mitte dieses Jahres das Recht auf einen 1 Megabit-Internetanschluss garantiert, die im Jahr 2015 bei 100 Mbit/s liegen soll. Mit kleinen Einschränkungen, denn die Leitung erreicht nicht alle Wohnhäuser in abseits gelegenen Gebieten.
Die Schweizer Bevölkerung hat nach dem sogenannten Grundversorgungskatalog seit 2008 einen Internetzugang mit 600 Kbit/s Down- und 100 Kbit/s Upload-Bandbreite.
Auf der anderen Seite der Weltkugel in Australien haben Bürger einen Anspruch auf 512 Kbit/s Down- und 128 Kbit/s Upload-Bandbreite.
Und mit welcher DSL-Geschwindigkeit surft Deutschland… ?
March 15 2010
Das World Wide Web ist nicht allein…
Kaum in der Öffentlichkeit präsent schlummert im tiefen des Webs seit fast einem Jahrzehnt ein „zweites Internet“.
X-Win nennt sich das Internet 2 in Deutschland und ist in sich abgeschlossen oder im bekannten Web versteckt. Wer hier glaubt, es handelt sich um einen üblen Scherz, der irrt gewaltig.
Sicherheitsbehörden, Forscher und diverse Unternehmen verwalten Ihre eigenen Netze mit kontrollierter Bandbreite oder kontrollierten Übergangspunkten, die bei Bedarf gesperrt werden können.
Begonnen hat alles mit WIN, dass schlicht und einfach Wissenschaftznetz bedeutete. Gefolgt von zahlreichen Ausbauten zum B-Win und G-Win ( Breitband- und Gigabit-Wissenschaftsnetz. Das heutige X im Namen soll dabei die noch höhere Übertragungsgeschwindigkeit signalisieren.
Nahezu 10000 Kilometer Glasfaserleitungen verbinden derzeit nun etwa 70 Wissenschaftseinrichtungen. Bereitgestellt wird diese Leitung vom DFN-Verein, dem Verein zur Förderung eines deutschen Forschungsnetzes, die auch ganze Glasfasern angemietet haben.
Kai Hölzner vom DFN-Verein erläutert: „Manchmal ist es erforderlich, sehr schnell ein paar Terabyte Daten an einen anderen Ort zu verschieben und dabei werden eigene Kapazitäten benötigt“.
Doch auch private Internetsurfer sind im Internet 2 unterwegs, ohne darüber im Klaren zu sein, denn das Wissenschaftsnetz ist offen für Jedermann und Frau. Nur für zeitkritische Aufgaben werden abgeschottete und störungsfreie Verbindungen geschaltet.
An genau vier Stellen stellt X-Win den Zugang zu den Hochschulen der Nachbarländer her. Das Forschungsnetz mit einer Richtgeschwindigkeit von einem Terabit pro Sekunde ist dabei mit 26 europäischen Staaten zusammengeschlossen.
Die Forschernetze dienen in erster Linie dazu, den Bandbreitenbedarf für die wissenschaftliche Arbeit zu decken, so berichtet die Welt Online.
Doch wie bereits erwähnt nutzen Sicherheitsbehörden und diverse Unternehmen ebenfalls eigene, angemietete Netzwerke, um sensible Daten und Informationen beispielsweise an Außendienstmitarbeiter zu versenden. In Fachkreisen sind die Begriffe „Tunnelung“ und „VPN – Virtual Private Network“ bekannt.
Aus den amerikanischen Bereich berichtete Brigadegeneralin Susan Lawrence vor knapp zwei Jahren über das Militärnetz, dass geheimhaltungsbedürftige Nachrichten verschlüsselt ans Pentagon liefern sollte: „Wir sind mit der Absicherung des Netzes nicht gut unterwegs.“ und Sie ergänzte dabei:“Es ist ein Sieb“.
Hierzulande wird die Absicherung des Datenverkehrs von Sicherheitsbehörden und Bundeswehrstandorten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (Kurz: BSI) übernommen. Die rund 500 Experten sorgen dafür, dass keine Viren, Würmer oder Trojaner in die behördeninternen Computer gelangen und stellen auch für Privatnutzer Sicherheitsratschläge zur Verfügung.
January 28 2010
Internet Explorer droht eine neue Lücke
Mit Microsoft meint es das Schicksal im Moment wohl nicht gut. Oder zumindest mit dessen Internet Explorer. Stand der noch am meisten benutze Browser in den letzten Wochen stark unter Kritik und wurde offiziell vom BSI als Sicherheitsrisiko eingestuft, haben sich die Wellen nach dem Patch langsam wieder geglättet. Diesem Bericht auf heise.de zufolge, werden sie wohl bald wieder hochschlagen, denn auf einer der wichtigsten Sicherheitsmessen der Black Hat, will Jorge Luis Alvarez Medina eine Technik vorstellen mit der er per Javascript auf sämtliche Dateien eines Rechners, der mit Windows läuft, zugreifen kann.
Genau das sollte eigentlich das Zonenmodell des Internetexplorers verhindern. Mit diesem Modell ist es möglich für gewisse Zonen Sicherheitsbeschränkungen aufzulegen. Mögliche Zonen wären beispielsweise “Internet” oder “Intranet”.
Dieses System soll dabei unter Verwendung von UNC – Pfaden ausgehebelt werden. UNC – Pfade dürften jedem bekannt vorkommen, der schonmal per Browser auf Netzwerkfreigaben zugegriffen hat (z.B.: \\127.0.0.1\pfad\dateiname). Der Internet Explorer hat dabei das Problem diese Form von Pfaden mit dem Zonenmodell zu verarbeiten, sodass eben nicht immer die Beschränkungen auferlegt werden.
Die Problematik ist zweimal bitter für Microsoft. Denn 1.) hat der selbe Entwickler schon zwei ähnliche Schwachstellen im Internet Explorer in den Jahren 2008 und 2009 offengelegt, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten.
Und 2.): Diese Problematik betrifft alle Internet Explorer – Versionen von 6 – 8 auf allen Windows – Betriebssystemen.
Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, arbeitet Microsoft mit Core Security, einer IT – Sicherheitsfirma in Boston, an einer Lösung des Problems.
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