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June 03 2011

Überraschung, Überraschung: Datenpanne bei Sony

Wieder einmal wurden Daten von Sony gestohlen. Diesmal hat es die Filmsparte “Sony Pictures” erwischt. Dafür verantwortlich zeichnet sich die Hacktivistgruppe “Lulzsec”.
Eine Art “Bekennerschreiben” liegt dabei vor. So war der Einbruch recht einfach über eine sogenannte SQL – Injection zu realisieren. Diese Art von Schwachstelle ist recht leicht zu finden und auszunutzen. Die Einfachheit hat einen einfachen Grund: SQL – Injections sind ein alter Hut und grob gesehen so alt wie das Web 2.0 selbst. Grade in der Anfangszeit des Web 2.0 wurde die Sicherheit der Datenbank komplett außer Acht gelassen. Seitdem ist einiges an Zeit vergangen und es wurden viele Gegenmaßnahmen entwickelt und getroffen.
Genau deswegen ist diese Lücke doppelt peinlich. So etwas darf bei einem Unternehmen der Größe von Sony, die zudem noch in der Elektronikbranche tätig sind, nicht passieren. Das man von der Webseite eines Films auf die konzernweite Datenbankstruktur zugreifen kann, zeugt von schlampigen Datenbankdesign und schlechter Absicherung.

Denn nicht nur Kunden waren diesmal auch die Opfer. Auch Daten von Administratoren wurden ausgespäht. Auch Gutscheine und Couponnummern standen den Angreifern offen.
In Zahlen:

– 1.000.000 Benutzerdaten
– 3.500.000 music coupons
– 75.000 music codes

Man kann also sagen, dass sich die Ausbeute gelohnt hat. Schlecht nur für Sony. Dabei ist es noch nicht einmal, dass es wieder passiert ist. Auch die Anzahl der ausgespähten Daten ist bei weitem nicht so drastisch. Wohl aber, dass ALLE Daten nicht verschlüsselt waren.
Grade nach den letzten Vorfällen hätte das einfach nicht passieren dürfen und es ist die Frage, wie ernst Sony Datenschutz nimmt offensichtlich nicht genug.

Aber ein bisschen Glück hat Sony doch noch gehabt: Lulzsec hatte nicht genug Ressourcen um alle Daten zu kopieren. Dem Blog “this is my next” zufolge sind demnach “nur” 51.000 Benutzerdaten im Umlauf. Das ist ein Fortschritt. Zumindest für Sony.

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May 21 2011

Sony und die Datensicherheit

Wie wir bereits hier schrieben, hat Sony derweil ja einiges um die Ohren. Doch so recht will sich die Situation nicht abkühlen. Wir schrieben ja bereits, dass Millionen von Kundendaten gestohlen wurden und dass das für Sony nicht ganz billig wird.
Nun hat ja Sony das Netzwerk schrittweise wieder hochgefahren und die User aufgefordert ihr Passwort wieder zurück zu setzen. Dafür hat Sony extra Webseiten eingerichtet, bei den User ihren Namen und ihr Geburtsdatum eingeben sollten, um ein neues Passwort anzufordern. Daraufhin bekamen sie eine Mail mit einem Link, der als Bestätigung angeklickt wurde. Dieser Link enthielt einen 64 – stelligen Token, um sicherzustellen, dass auch wirklich der Empfänger der Mail die Rücksetzung bestätigt. Hat man den Link angeklickt wurde das Passwort zurück gesetzt.

Allerdings hatte das ganze einen Schönheitsfehler. Wenn man auf die Seite ging, um seinen Namen und sein Geburtsdatum einzugeben erhielt man von der Seite einen Cookie, der bereits den Token enthielt, der auch später im Link der Bestätigungsmail zu finden ist.
Nun musste ein Angreifer nur die URL:”https://store.playstation.com/accounts/reset/resetPassword.action?token” besuchen. Die URL fand sich auch in der Mail wieder mit nur einem Unterschied: an das Ende der URL wurde noch der Token angehängt. Dieser angehängte Token wurde dann vom Server ausgelesen und geprüft.
Anscheinend hat Sony aber noch einen zweiten Mechanismus eingebaut, bei dem nicht der Token aus der URL gelesen wurde, sondern aus dem Cookie.

Ein Angreifer musste deshalb nur folgendes machen: die Webseite zur Rücksetzung besuchen, den Cookie erhalten, Namen und Geburtsdatum eingeben, auf die URL “https://store.playstation.com/accounts/reset/resetPassword.action?token” gehen. Die hat den Token aus dem Cookie ausgelesen und der Angreifer konnte somit den Account übernehmen.
Wenn man natürlich eine Datenbank mit Millionen geklauten Kundendaten hat, sollte der Angriff keine Problem bereiten.
Das galt allerdings nur für die Passwortwiederherstellung über den Browser. Die Funktion über die Playstation war nicht betroffen. Sony löste dann das Problem, indem sie die Webseite vom Netz nahmen. Natürlich ist die Seite wieder online.

Das war letzte Woche. Jüngst plagt Sony aber ein neues Problem. Wie f-secure meldet wurde auf dem Server von Sony Thailand eine Phishing Site gefunden, bei der vorzugsweise Kunden einer italienischen Kreditkartenfirma im Ziel standen.
Bei So-Net wiederum, einem Provider der quasi Sony gehört wurden letzte Woche dann Bonuspunkte im Wert von 860 Euro geklaut und Musikerprofile geändert, wie Heise berichtet.
Wie all das nun geschehen konnte, steht noch aus. Fakt ist aber, dass es für Sony immer peinlicher wird. Und das die Cracker nicht logen, als sie mit der Behauptung zitiert wurden, sie hätten mehrere Zugänge zu verschiedenen Serven Sonys.

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May 20 2011

Warum SSL wichtig ist und WLANs nicht immer sicher sind

Da schaut man sich um, was es Neues gibt und schon findet sich wieder eine super skandalöse Geschichte. Die beiden Hauptdarsteller: Datenschutz und Großkonzern. Das verkauft sich immer gut.
Und auch Spiegel online (auf deren Artikel ich mich beziehe), die Welt, Focus online oder auch “Die Zeit” berichteten von der riesigen Sicherheitslücke, die da bei Google zu finden ist. Allein: ein Ulmer FORSCHER soll das herausgefunden haben. Das muss ja was ganz großes sein.

Also worum geht es genau?

Besagter Ulmer Forscher fand heraus, dass sich Android Handys mit Google Servern verbinden, um Telefonkontakte, Kalendernotizen und Fotoalben zu synchronisieren. Um sicher zu stellen, dass der Benutzer auch berechtigt ist, die Daten zu synchronisieren wird ein Token benutzt, der sich allerdings nur alle zwei Wochen ändert.
Hat ein User den Token ist es möglich somit Zugriff auf die jeweiligen Dienste zu erhalten. Kann man also das Token herausfinden, hat man Zugriff auf die Daten.
Das Herausfinden ist nicht allzu schwer, denn Android – Handys verbinden sich automatisch mit bekannten WLANs. Ist ein Android – Handy nun in einem solch offenen WLAN eingewählt, kann jeder – egal ob der WLAN – Betreiber oder irgendein unbekannter Dritter – alle Daten mitschneiden. Inklusive des Tokens.

Meiner Meinung nach zeigen sich hier zwei Dinge: die stark verbreitete Unterschätzung des Datenschutzrisikos hinsichtlich Cloud Dienste und die massenhafte Unwissenheit, wie eigentlich die Technologie, die wir täglich nutzen, funktioniert.
Denn prinzipiell ist es in JEDEM WLAN unsicher, Daten zu versenden. Es ist vollkommen egal, ob das WLAN verschlüsselt ist oder nicht. Denn jeder, der Zugriff auf das verschlüsselte WLAN hat, kann Daten mitschneiden.
Deshalb ist es auch wichtig darauf zu achten, dass man sich immer über SSL einloggt. Das sieht man daran, dass in der URL – Leiste statt “http://” nämlich “https://” steht. Ansonsten ist es nämlich IMMER – und dabei ist es egal ob WLAN oder Kabelnetzwerk – möglich, Daten mitzuschneiden.

Dieses Problem ist schon so alt, wie die Netzwerktechnologie selber. Und ich finde es ziemlich bedenklich, dass selbst solche trivialen Meldungen für solche auf-reißerischen Schlagzeilen hergenommen werden. Das Problem ist einfach nur, dass Google geschlampt hat und kein SSL für die Dienste eingerichtet hat. Und das die Prüfung, ob ein WLAN bekannt ist oder nicht über den Netwerknamen erfolgt und nicht über die eindeutigere MAC – Adresse.
Von einer Sicherheitslücke bei Google zu reden ist allerdings sehr stark übertrieben und zeigt auch wie stark einerseits der Druck nach hoher Auflage und Page Impressions ist und wie sehr viele Menschen das Internet (und alles was dazugehört) als unbegreifbares Hexenwerk verstehen.

Allerdings zeigt sich auch mal wieder, dass nicht nur alles toll ist am Cloud – Hype. Denn es ist nicht nur so, dass man seine Daten auf fremde Server legt, sondern auch, dass die Übertragungswege nicht immer sicher sein müssen.
Das Problem ist nicht allzu unbekannt. Facebook führte bereits Oktober letzten Jahres SSL ein, um ein Mitschneiden der Daten zu verhindern. Und auch Twitter kennt die Problematik. Denn der Account von Ashton Kutcher musste bereits daran glauben. Seitdem hat sich auch Twitter bemüht, SSL komplett und nicht nur für den Login anzubieten.
Und nun muss Google halt nachziehen und hat das dies auch teilweise getan. Problematisch dabei ist die unterschiedliche Verbreitung der unterschiedlichen Android – Versionen.

So gesehen ist, die ganze Geschichte schon beunruhigend. Denn sie zeigt wieder mal auf, wie vernetzt unser Leben mittlerweile ist und wie wenig wir Kontrolle wir am Ende darüber haben. Und wie sehr wir darauf angewiesen sind, dass Anbieter und Hersteller auf Datenschutz achten und das Datenschutz nicht nur heißt, seine Datenbanken abzusichern.
Denn mit der technischen Entwicklung wird es künftig nicht einfacher werden, Datenschutz zu gewährleisten.
Mehr allerdings beunruhigt mich, dass Journalismus scheinbar immer weniger auf Qualität – wie von verschiedenen Lobbies immer so gern behauptet – setzen und lieber mit vermeintlichen Skandalen versuchen Auflagen und Klicks für sich zu gewinnen. Denn unverschlüsselte Datenübertragung ist immer gefährlich. Ganz egal wo.

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May 16 2011

Sony öffnet wieder das Playstation Network

Wie wir bereits berichteten hatte Sony ja die letzten Wochen einiges einzustecken. Problem war der Einbruch in das Playstation Network (PSN), bei denen ca. 77 Millionen Datensätze von Kunden gestohlen wurden. Als Konsequenz darauf fuhr Sony das Netzwerk herunter, um die Sicherheitslücken zu beseitigen.
Den Tweets des Playstation – Twitteraccounts zufolge, wurde das Netzwerk nun Stück für Stück in Betrieb genommen.
Der Eröffnung war ein internes erstes Testen des neuen Netzwerkes vorausgegangen. Und dem wiederum war eine umfangreiche Prüfung vorher gegangen. Es bleibt zu hoffen, dass Sony das Netzwerk entsprechend gesichert hat und auch ALLE Sicherheitslücken gefunden wurden. Kurzum: es bleibt zu hoffen, dass Sony seine Hausaufgaben gemacht hat.
Denn aktuell sieht sich das Netzwerk mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: nämlich einer massiven Flut an Password – Resets. Das Problem dabei liegt aber in dem Fall nicht unbedingt bei Sony. Viele User sind einfach nur ungeduldig. Zwar hat Sony über Twitter vermehrt darauf hingewiesen, dass die Zustellzeit der Mails mit den neuen Passwörtern je nach Anbieter variieren kann, das hat aber eher wenig gefruchtet.
Stattdessen klickten die User weiter, forderten vermehrt Password – Resets an, sodass Sony nun die Möglichkeit eines Password – Resets erstmal für 30 Minuten abschaltet, um die gesamten Anforderungen abzuarbeiten.

Insgesamt wird dieses gesamte Debakel Sony noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Und wenn es nicht in Erinnerung bleibt, dann doch zumindest in den Bilanzbüchern.
Denn wie die Financial Times Deutschland mit Berufung auf das Wall Street Journal berichtet, hat Sony die Attacke einiges an Kunden gekostet. So legte der Verkauf von Konsolen und Videospielen im April ordentlich zu. Zumindest bei Microsoft. Sony dagegen fiel zurück.
Konnte Sony im April diesen Jahres 204.000 Konsolen verkaufen, schafften es die Redmonder auf 269.000 Xbox – Konsolen.
Zudem ist fraglich, wie hoch die Verluste durch den Ausfall von Qriocity und des Playstation Network ist. Denn zum einen fielen potentielle neue Abonnenten weg und zum anderen konnten User nichts im PSN erwerben, also keine Umsätze, also keine Einnahmen für Sony.
Denn in den User bahnen sich vermehrt Massenklagen an, bei denen aber offen ist, ob der Verlust der eigenen Daten bereits einen Verlust darstellt oder ob erst ein Missbrauch mit selbigen als Wertverlust zu werten ist. Aktuell ist die Rechtslage also noch ziemlich offen.
Wie wir bereits schrieben: das Jahr 2011 wird Sony noch lange in Erinnerung bleiben. Sehr lange.

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May 10 2011

Microsoft übernimmt Skype

Nachdem erst Facebook im Gespräch stand, will nun Microsoft Skype aufkaufen. Und das für die stattliche Summe von 8,5 Milliarden US – Dollar.
Dabei hat Microsoft vieles vor mit Skype. So will Microsoft Skype in so ziemlich jedes Produkt integrieren. Xbox, Xbox Live, Outlook, Kinect und Lync sollen künftig mit Skype ausgestattet werden.
Dabei geht es Microsoft auch vor allem um die Reichweite, die Skype mit sich bringt. Denn Skype wird weltweit täglich von über 170 Millionen Nutzern genutzt, die im letzten Jahr allein 207 Milliarden Minuten im Skype – Netzwerk verbrachten.
Inwiefern Microsoft sich davon Zuwächse und Einnahmen verspricht bleibt offen. Die Meinungen gehen auch dahin, dass das nur ein Schritt ist, im verlorenen Mobile – Markt wieder ein wenig Fuß zu fassen.
Doch ist die Frage, was genau Microsoft mit Skype vorhat. Denn macht es wirtschaftlich wirklich soviel Sinn, Skype zu kaufen, überall zu integrieren und die Werbeeinnahmen ins eigene Unternehmen fließen lassen? Klar hat Skype auch eine kommerzielle Version des Clients anzubieten über den die Kosten wiederum eingebracht werden. Aber ist dieses Geschäftsmodell wirklich 8,5 Milliarden Dollar wert? Zumal die Infrastruktur sehr kostenintensiv ist. Für 170 Millionen Nutzer brauchts mehr als nur ein paar Server und Balance Loader.
So soll Skype im letzten Jahr ca. 7 Millionen US – Dollar Schulden mehr gemacht haben. Der Schuldenberg selber beherbergt 686 Millionen Dollar.

So richtig wird mir nicht klar, was sich Microsoft davon verspricht. Der Schritt wirkt irgendwie ein wenig orientierungslos, als ob man nur zeigen wolle, dass man noch da ist. Denn auch Microsofts Stern verliert seit Jahren langsam aber stetig seinen Glanz. Mit Windows XP, 7 und der Xbox sind ihnen zwar Erfolge gelungen, wurde es trotzdem immer leise um den Konzern aus Redmond.
Wer weiß, was für Innovationen wir durch diese Übernahme zu erwarten haben bzw. ob überhaupt irgendwelche nennenswerten kommen.

Auch die möglichen Kontroversen, die der Kauf auslösen könnte, bleiben abzuwarten. Denn Skype wird auch auf Mac, Android, Symbian und anderen Plattformen wie Fernsehern angeboten. Microsoft betont aber, andere Plattformen künftig nicht auszuschließen. Was es mit diesem Versprechen auf sich hat, bleibt abzuwarten. Denn Microsoft ist ja nicht grade für seine faire Spielweise bekannt.

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May 06 2011

Droht Sony ein dritter Angriff?

Die letzten 4 – 5 Wochen waren für Sony alles andere als angenehm. So gesehen war das ganze Jahr 2011 für Sony unangenehm. Eigentlich angefangen hatte alles mit dem Hacker George Hotz. Der hatte sich die Playstation 3 mal näher angeschaut und einerseits herausgefunden, dass die Playstation 3 jederzeit von Sony überprüft werden kann. Hätte man also die Firmware manipuliert oder musste ein Kopierschutz auf den neuesten Stand bringen müssen, hätte Sony dies tun können, ohne, dass der Besitzer auch nur irgendetwas mitbekommen hätte. Zumindest dann, wenn die Konsole ans Internet angebunden gewesen wäre.
Infolge aber der massenhaften Verbreitung von DSL – Anschlüssen inklusive WLAN -Router und der fortgehende Trend zu Onlinespielen, dürfte dies aber bei den meisten Playstation – Konsolen der Fall gewesen sein.
Die Reaktion Sonys: eine Klage gegen George Hotz. Die zu erwartende Konsequenz: Rachegelüste seitens der Netzgemeinde. Und so kam es das die Gruppe “Anonymous” das Playstation Network mit einer DDOS – Attacke lahmlegte.
Dann Mitte April dann der Daten – GAU: Sony stellte fest, dass 77 Millionen Datensätze gestohlen wurden: Name, Anschrift, Kreditkartendaten, Emailadressen und Logins. Sony gab daraufhin bekannt, dass einerseits die Kreditkartendaten verschlüsselt waren und andererseits man nicht sicher war, ob sie wirklich gestohlen wurden.
Am 2. Mai stellte man dann fest: das war nicht der einzige Angriff. Denn schon zuvor wurden wohl 25 Millionen Datensätze entwendet. Diesmal von “Sony Online”.

Nun sieht sich das Unternehmen mit einem dritten Hackangriff konfrontiert. Wie aktuell Cnet berichtet. In einem IRC – Channel wurde wohl für dieses Wochenende ein dritter Angriff angekündigt. Zum jetzigen Zeitpunkt hätten die Cracker wohl Zugriff auf die Server und planen, alle oder zumindest ein Teil der Daten zu veröffentlichen.
Mehr weiß man aktuell nicht, doch komisch ist, dass das ganze überhaupt an die Öffentlichkeit gelangt ist. Denn so gesehen wäre Sony jetzt vorgewarnt, könnte seine Systeme untersuchen und schlimmstenfalls vom Netz nehmen. Es ist also abzuwarten, was an diese Meldung dran ist.

Für Sony ist zu hoffen, dass es wohl nur ein Gerücht oder eine leere Prahlerei ist. Ansonsten könnte das Unternehmen einiges an Image und Umsatz einbüßen.

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May 04 2011

Hat Nokia noch eine Chance?

Dies ist eine der Fragen, die sich mir grade stellt, als ich von der ziemlich unglücklich gelaufenen Aktionärshauptversammlung Nokias gelesen habe.
Denn die Aktionäre sind verständlicherweise nicht grade glücklich über den Weg den Nokia momentan bzw. seit einigen Jahren geht.
Und die Arbeit des erst kürzlich angetretenen Stephen Elop ist gewiss keine leichte. Denn Elop darf die jahrelange Faulheit, die die Marktführerschaft mit sich bringen kann, jetzt ausbaden. Und Nokia ist faul geworden bzw. war ein wenig zu sehr von sich selbst überzeugt. Aus gutem Grund. Denn mit dem Nokia 3310 hatten sie damals DAS Handy am Start. Jeder wollte es und mit der Zeit bekam es auch jeder.Und bis zum Ende des einfachen Handys und dem Start des iPhones ging das auch stets gut. Klar, gab es da auch andere Hersteller aber sie kamen nie wirklich an Nokias Pole Position heran.
Nokia brauchte sich somit dann nicht mehr wirklich anstrengen. Und das ist das Problem, was seit mindestens einem Jahr verstärkt zum Vorschein tritt. Denn solange es die alten Handys gab, war alles wie gehabt. Man hatte die Technologie und die allgemeine technische Entwicklung hatte sich bereits abgekühlt. Nokia war erster. Und blieb es auch.
Und so war es zwar bekannt, dass das Nokia – eigene Betriebssystem Symbian zwar so seine Fehler hatte, aber für den Handymarkt funktionierte es. So war der Code von Symbian eher irgendwie zusammengefrickelt, was nicht das Problem gewesen wäre, aber der Code war vor allen Dingen eins: unflexibel bzw. schwer zu erweitern.
Nokias Stolz verhinderte ein Umdenken und erst viel zu spät – vor ca. 2 Jahren – nach dem iPhone brachten sie ein neues Betriebssystem heraus: Maemo. In Verbindung mit dem N900 sollte der Angriff auf das Smartphonesegment beginnen. Der schlug aber fehl. Maemo war zu unausgereift und die Marktanteile waren bereits zu aufgeteilt bzw. der Hype ums iPhone war noch zu stark. Daraufhin wand sich Nokia dann dem quelloffenen Betriebssystem Meego zu. Auch ohne nennenswerte Effekte.
Erst 2011 war es dann soweit: der neue Chef Stephen Elop tat das einzig richtige und gestand die jahrelangen Fehltritte und den verpassten Smartphoneboom ein. Auch, dass bisher noch kein wirklich nennenswertes Smartphone herausgebracht werden konnte.
Das war zwar ein sehr ehrenwerter und richtiger Zug, aber auf Dauer wird das auch keine Punkte bringen. Die Kooperation mit Microsoft könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Auf jeden Fall ist es ein offensichtlicher. Denn auch Microsoft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, das boomende Geschäft mit den Smartphones verpasst zu haben. Die Kooperation war also recht offensichtlich. Nicht zuletzt weil Microsoft der letzte Arbeitgeber von Stephen Elop war.
Doch trotz allem ist die Frage, ob das Nokia helfen wird. Denn bis die Zusammenarbeit erste Früchte tragen wird, werden wohl noch ein bis zwei Jahre ins Land ziehen. Und das ist eine lange Zeit, in der Nokia nicht nur den bisherigen technologischen Fortschritt aufholen muss, sondern gleich noch neue Trends mitnehmen muss oder besser noch: setzen sollte.

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May 03 2011

Neue iMacs

Wie computerbase.de jüngst berichtet, hat Apple seine neuen iMacs vorgestellt. Dabei hat sich vor allem was beim Innenleben getan. Bei der Größe wiederum steht der geneigte Apple – User vor der Wahl ob er einen kleineren 21,5″ oder einen größeren 27″ großen iMac sein Eigen nennen will.

Im Innenleben sind ihnen die Thunderbolt -, USB – und Firewireanschlüsse gemein, sowie die 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und die 720p Webcam. Alles andere ist dann grundsätzlich vom Geldbeutel abhängig. So gibt es zum einen den kleineren 21,5″ iMac. Er besitzt Intels “Sandy Bridge” – Quadcore; wie auch der teurere, größere iMac. Dieser ist mit 2,5 GHz getaktet und besitzt 6MB an L3 – Cache.
Als Grafikkarte kommt eine ATI Radeon HD6750M zum Einsatz. Die Festplatte wiederum wird ca. 500 Gigabyte aufnehmen.

Der teurere 27″er wird mit 3,1 GHz getaktet sein und wird seine Daten in einem 8 MB großen L3 – Cache zwischenspeichern können. Bei der Grafikkarte wird einen Gang höher geschaltet und es ist nun ein Radeon HD6970 für die Zeichenarbeit zuständig. Auch die Festplatte bietet mit 1 Terabyte wesentlich mehr Speicherplatz.

Die Preise liegen bei 1149€ für den 21″ Mac und 1899€ für den 27″ großen Mac.

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April 27 2011

Amazon Checkout startet in Deutschland

Wie jüngst Heise berichtet, startet Amazon sein Bezahlangebot “Amazon Checkout” welches in Deutschland “Bezahlen mit Amazon” heißen wird.
Wie der Name vermuten lässt, werden dabei alle Zahlungen über Amazon abgewickelt. Dafür muss der Betreiber des Onlineshops bzw. der Website ein Kundenkonto einrichten und kann dann den Button in sein Webangebot integrieren.
Der große Vorteil dabei: wer bereits Amazon – Kunde ist, hat keinerlei Aufwand. Er muss sich nicht erst im Webshop selber registrieren oder darauf hoffen, dass der Shopbetreiber die Kreditkartendaten sicher speichert. Man bezahlt genauso bequem, wie man es auf Amazon gewohnt ist. Der Kunde muss dafür nicht einmal die Seite verlassen, was die Abbruchsrate beim Kauf reduzieren dürfte. Grade die ist meist recht hoch, wenn der potenzielle Kunde beim Bestellvorgang auf eine andere Seite geleitet wird.
Sobald ein Kauf abgeschlossen ist, wird der Verkäufer per e – Mail benachrichtigt. Insgesamt ist die Angebotspalette so ziemlich die gleiche wie bei Paypal. So wirbt Amazon mit Zahlungssicherheit, dem Schutz vor Betrugsfällen und der reichlichen Erfahrung im Umgang mit selbigen.

Die Einführung von “Bezahlen mit Amazon” dürfte zu recht interessanten Entwicklungen führen, da die Gebühren für die Händler die gleichen sind wie bei “Paypal Checkout”. Man darf als davon ausgehen, dass dies ein Angriff Amazons ist. Ob und zu welchen Preiskämpfen, dies führen könnte, bleibt abzuwarten. Paypal jedenfalls dürfte dieser Vorstoß recht sauer aufstoßen, nicht zuletzt, weil die wirtschaftliche Situation Paypals zuletzt nicht allzu rosig aussah.
Insgesamt dürften aber Händler und Kunden davon profitieren. Händler von eventuell sinkenden Transaktionskosten und einem Mehrangebot seitens Amazon oder Paypal. Kunden wiederum dürften sich über die Einfachheit freuen und die Tatsache, dass sie ihre Bankinformationen nicht schon wieder irgendwo eingeben müssen.

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April 25 2011

Wie lange ist offline noch möglich?

Das ist die Frage, die ich mir ca. die gesamte letzte Woche gestellt habe, denn ich wurde Opfer eines eher unfreiwilligen Experiments. Seit langer Zeit war ich mal wieder bei meinen Eltern. Nach langer Fahrt und endlicher Ankunft, wollte ich erstmal ins Internet. Die üblichen Seiten durchschauen, Emails prüfen, Konten durchschauen.
Also Laptop an und: Pustekuchen. Keine Verbindung, vollkommen abgeschnitten. Ok, Probleme gab es bisher immer im heimischen WLAN. Doch es kam raus, dass alles in Ordnung war und dann fiel mir die ausgeschaltete DSL – Leuchte auf und mich beschlich ein ungutes Gefühl. Das ungute Gefühl wurde dann Realität: der DSL – Anschluss wurde abgemeldet.
Es ist interessant zu erleben, wie zurück gesetzt man sich im ersten Moment fühlt. Man möchte online gehen, kann aber nicht. Ein Gefühl des Entzugs macht sich breit.
Und tatsächlich ist es wirklich interessant zu sehen, wie hilflos man plötzlich im Alltag dasteht. Möchte man ins Kino gehen und wissen, wann ein bestimmter Film läuft und wie viel die Karte kostet, steht man schon vor dem ersten Problem: wo nachschauen? Man kommt zwar auf die Idee in der aktuellen Lokalzeitung nachzuschauen und erfährt auch die Spielzeiten. Aber wie viel kostet die Karte und kann man vielleicht noch Plätze reservieren? Da man bei der Annonce auf die Angabe einer Telefonnummer verzichtet hat und im Telefonbuch keine Eintragung hat machen lassen, bleibt nur noch das Hinfahren auf gut Glück.
Aber statt Kino könnte man ja auch einen Ausflug machen. Nur wie ist das Wetter vor Ort. Statt Internet könnte man ja mal beim Deutschen Wetterdienst nachfragen. Nur wo findet man die Telefonnummer?

Gerne wäre ich auch in ein Internetcafé gegangen, aber die haben leider mittlerweile alle dicht gemacht. Schließlich hat mittlerweile jeder einen eigenen DSL – Anschluss. Also warum noch ein Internetcafé aufmachen?
Und so ist es recht interessant zu erfahren, wie abhängig man mittlerweile vom Medium Internet ist, wenn es um die Informationsbeschaffung geht. Wie hilflos man sich im ersten Moment fühlt, wenn einem die scheinbar einzige Informationsquelle wegfällt.
Es stellt sich mir langsam wirklich die Frage, wie lange ein Leben offline noch möglich ist. Klar, sterben wird man nicht, aber man fühlt sich regelrecht ausgeschlossen und vom Informationsfluss abgeschnitten. Die Verbreitung von Internetanschlüssen ist so dermaßen stark, dass die meisten Unternehmen ihre Information nur mehr ins Internet auslagern, weil einerseits die Kosten für Einträge ins Telefonbuch oder die Schaltungen von Annoncen wegfallen und zweitens weil die Unternehmen auf ihren Seiten mehr Möglichkeiten haben. Mehr Möglichkeiten für weniger Kosten. Welches Unternehmen wird da schon Nein sagen?

Und so stellt sich wirklich die Frage, wie lange ein unbeschwertes Leben offline noch möglich ist.

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April 11 2011

Gelingt NFC der Durchbruch?

Laut einem Bericht der BBC könnte es in diesem Sommer bzw. in den nächsten Monaten zum Durchbruch von NFC kommen. NFC (near field communication) war in den letzten Monaten verstärkt ein Thema, nicht zuletzt, weil Idee von der Theorie immer mehr in die Praxis überging.
Auch Apple hat schon verstärkt darüber nachgedacht, das iPhone als eWallet zu konzipieren und die NFC – Technologie in den iTunes – Terminals zu integrieren.

In Großbritannien soll es denn bald soweit sein. Der Mobilfunkanbieter Orange und MasterCard wollen gemeinsam ein Handy auf den Markt bringen, mit dem es möglich ist, per NFC zu zahlen. Es soll zwischen April und Juni veröffentlicht werden.
O2 und Visa wiederum wollen etwas später im Sommer damit anfangen. Nicht wenige erwarten damit den Durchbruch von NFC. Die BBC nennt Schätzungen nach denen es möglich sein könnte in über 40.0000 Geschäften in Großbritannien gegen Ende 2011 per NFC zahlen zu können.

Die Erwartungen sind von Seiten des Einzelhandels groß. Ob diese erfüllt werden können, bleibt abzuwarten. Denn gerade Kunden sind teils sehr kritisch der neuen Technologie gegenüber. Denn der Fehler liegt in der Einfachheit der Technologie: das Handy an das NFC – Lesegerät halten, warten und der Bezahlvorgang ist abgeschlossen.
Doch was passiert, wenn das Handy gestohlen wird und dabei angeschaltet ist? Das Handy sperren zu lassen wird zwar dazu führen, dass keine Telefonate oder SMS mehr möglich sind, die NFC – Technologie wird es dabei aber nicht betreffen, da sie nicht an die SIM gebunden ist.
Hier müsste vor allen Dingen Visa und Mastercard nachhelfen: sei es mit einem vom Kunden festzulegenden Limit oder der Möglichkeit über die Sperrhotlines den entsprechenden NFC – Chip sperren zu lassen.

Man darf gespannt sein, was aus dem Versuch wird und ob NFC der Durchbruch gelingen kann oder ob das ganze nur eine technische Spielerei ist. Für NFC spricht die Einfachheit, die Tatsache dass man sein Handy meist mit dabei hat, aber nicht immer Bargeld und das Schlangen an der Kasse in Zukunft wesentlich kürzer sein werden.
Dagegen spricht die Unsicherheit beim Verlust des Handys vor allem, wenn die Zahlanbieter keine Sicherheitsmöglichkeiten anbieten. Ein anderer Grund warum NFC nie wirklich in der Öffentlichkeit ankommen muss, sind die bereits zahlreich vorhandenen Bezahlmöglichkeiten. Per EC – Karte, Kreditkarte, Prepaid – Kreditkarte oder auch klassisch mit Bargeld.
Somit stellt sich die Frage, warum man nun noch unbedingt NFC braucht, wo fast jedes Geschäft Kartenleser für EC – und Kreditkarte hat und Geldautomaten flächendeckend verbreitet sind.

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March 10 2011

Microsoft will den IE6 loswerden.

Im Bereich des Webdesigns bzw. Webentwicklung im Allgemeinen gibt es viele Ansätze bei der Entwicklung dem Design, über Code Patterns, Usability und Webstandards. Aber wenn es eine Meinung innerhalb der Szene gibt, dann doch die, dass der IE6 einfach nur grausam ist.

Wer schonmal versucht hat, ein Design in eine Webseite umzuwandeln, wird wissen was ich meine. Man entwickelt erstmal vielleicht mit dem Firefox, da man hier auf die großartige Unterstützung von Firebug zurückgreifen kann. Und so fängt man an die Elemente nach und nach zu positionieren. Dann ruft man die Seite auf: Firefox: Ok, Opera: Ok, Safari: Ok, IE 6: Autsch.
Sah man die Elemente im Firefox noch schön aneinander gereiht, erst der Header dann der Body, sieht man nun den Header irgendwo links unten während sich der Body mal dezent um 150px nach rechts verschoben hat.
Denn man hat mit allem gerechnet, nur nicht der Renderengine des IE6, die ganz eigenen Regeln folgte. Dies brachte dem Internet Explorer 6 keinen guten Ruf ein. Das er zusätzlich noch verflucht wird ist dann dem Erfolg von Windows XP geschuldet, wo der IE 6 standardmäßig vorinstalliert war.
Und war man mit dem Design fertig und dachte sich, dass doch so ein bisschen AJAX auf der Seite sich auch gut machen würde, wurde man gleich wieder an den blauen Unruhestifter erinnert. Denn diesmal durfte man gleich drei Browserszenarien erwarten: eine AJAX – Objekt für aktuelle Browser, dann für den IE5.5 und älter sowie für den IE6 und neuer.

Wenn man diese Vorgeschichte kennt, dann weiß man, warum es „Anti – IE6“ – CSS Codes gab. Diese wiederum waren dadurch motiviert, dass Google anfing den IE6 aus seinen Webapps mit einer Meldung auszusperren. Wer einen Service von Google nutzen wollte und dies mit dem IE6 vorhatte, der bekam nur eine Meldung, dass der IE6 veraltet sei und mit der Webapp nicht funktionieren würde. Eine erfrischende Ehrlichkeit gegenüber dem Dogma doch immer für alle Browser Webapps zu designen und zu programmieren. Google brach damals mit der Überzeugung für alle Browser zu designen und konzipieren und stundenlang irgendwelche CSS – Hacks zu finden, sodass auch noch der Browser von vor 14 Jahren alles korrekt anzeigt. Könnte ja sein, dass einer unter tausenden Usern mit dem noch browst.

Und nun ist auch Microsoft der Überzeugung: es reicht. So hat Microsoft vor einiger Zeit die Webseite www.ie6countdown.com ins Leben gerufen. Auf dieser wird allen geraten, doch auf einen neueren Browser umzusteigen bzw. motiviert auch andere dazu zu bringen umzusteigen.
Auch mit Statistiken wird nicht gegeizt. So benutzen weltweit noch 12% der Internetbenutzer den Internet Explorer. Die meisten davon in den asiatischen Ländern. So sind es 34,5% in China, kanppe 25% in Südkorea, 12% in Indien sowie um die 10% Prozent in Japan, Vietnam und Taiwan. Die Zahlen bezieht Microsoft von NetApps.com.

Und somit bricht Microsoft mit seinem Image als starrer, mittlerweile innovationsarmer Konzern ein wenig und nimmt sich selbst nicht so ernst. Zugegeben, man hätte dem IE6 zu seinem 10. Geburtstag ein besseres Geschenk machen können, aber andererseits ist es nun einmal Zeit sich der Zukunft hinzuwenden. Und in der Zukunft hat der IE6 nicht mehr allzu viel verloren. Dafür sind 10 Jahre einfach zu viel.
Man kann nur hoffen, dass dies auch als Zeichen Microsofts zu verstehen ist, sich künftig mehr den Webstandards des W3C zuzuwenden, als ständig seine eigen Suppe kochen zu wollen, um dann am Ende mit mehreren Fixes und Patches dann doch wieder beim beschlossenen, allgemeinen Standard zu landen.

March 03 2011

Wie erwartet: das iPad2

Wie nicht anders zu erwarten war, hat Apple gestern das iPad2 vorgestellt. Das war keine große Überraschung, genauso wie auch der ganze Rest. Denn der große Knaller in Form im Bereich der Usability so wie einst beim iPhone blieben leider aus. Was eher noch für Aufregung und große Augen sorgte, war die Tatsache, dass Steve Jobs, der sich momentan aus dem Tagesgeschäft Apples aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen hat, höchstpersönlich das iPad2 vorstellte.

Große Revolutionen und Meilensteine blieben also aus, aber trotzdem hat sich einiges getan. Wie AppleInsider zu entnehmen ist, rechnet nun ein A5 – Dual Core – Prozessor im neuen iPad. Dieser läuft bei ca. 1066Mhz. Die Grafikleistung selbst soll bis zu neunmal schneller sein. Das ganze tut der Akkulaufzeit keinen Abbruch, denn dieser soll nach wie vor knapp 10 Stunden lang seinen Dienst verrichten. Also genau wie beim ersten iPad.
Spekulationen gibt es derzeit beim Arbeitsspeicher. So wird vermutet bzw. erwartet, dass im neuen iPad 512MB Arbeitsspeicher verbaut sein sollen. Dies ist gar nicht so unwahrscheinlich, weil bereits im iPhone 4 512 MB RAM arbeiten.

Wo das iPad2 im Leistungsbereich zugenommen hat, hat es beim Gewicht und bei den Maßen abgenommen. So wiegt das iPad nunmehr 600 Gramm, statt 700 wie es noch bei der ersten Generation der Fall war. Von der Dicke her kommt das iPad nur noch auf 8,8mm und ist somit wesentlich dünner als das iPhone 4.

Von der Speicherkapazität bleibt abermals alles beim alten: 16GB, 32GB und 64GB. Wieder werden zwei Versionen angeboten: einmal nur mit WLAN und dann mit 3G für mobiles Internet. Und auch die Preise bleiben in etwa gleich. Los gehts also wiedermal bei 499$, wenn es dann am 11 März in den USA und am 25. März unter anderem dann in Deutschland erscheint.

Große Überraschungen bleiben also aus, wie auch der Bericht des San Francisco Chronicle zeigt. Zwar ist der Umgang mit dem iPad2 nochmals flüssiger und reibungsloser geworden, aber das war es im großen und Ganzen auch schon. Darüber konnte auch Steve Jobs’ Lästereien über all die anderen Tablets nicht hinwegtäuschen. Klar kann man nicht mit jeder neuen Version oder mit jedem neuen Gerät eine technische Revolution auslösen, aber müde sollte Apple nicht werden. Denn die Konkurrenz ist schläft nicht. Ganz im Gegenteil: sie bemüht sich Apple ordentlich Marktanteile ab zuknüpfen. Ein erster ernsthafter Schritt könnte Honeycomb sein. Die neue Version von Android die speziell für Tablets optimiert wurde. Gerüchten zufolge soll sie schon diesen Monat erscheinen.

March 02 2011

Was bringt das iPad2?

Der Termin steht eigentlich schon länger fest: Mittwoch, der 2. März soll es eine große Pressekonferenz Apples geben. Bekanntlich lassen ja solche Ankündigungen die Gerüchteküche um Apple Produkte hochkochen. Diesmal ist es das iPad2.
AppleInsider berichtete schon jüngst über mögliche Entwicklungen.
So gingen die Spekulationen mal wieder hoch, was das neue iPad so alles an Bord haben könnte. So unter anderem eine Frontkamera für Facetime. Neben einer schnelleren Hardware (Prozessor, Grafikchip, mehr RAM) soll das Display wesentlich weniger spiegeln als beim Vorgänger. Auch hinsichtlich der Lieferanten gehen Gerüchte und Fakten um, dass dieses Jahr wohl ganz im Rahmen des iPad 2 steht. Ming-Chi Kuo von Concord erwartet eine Produktion von 4,5 – 5 Millionen Einheiten im ersten Quartal sowie ca. 3 . 4 Millionen im April.

Qualcomm wiederum, seit 1985 in der Mobilfunkbranche tätig, wird als künftiger Partner Apples gehandelt, um neue und schnellere Technologien im Bereich des mobilen Internets zu entwickeln, um somit Apple künftig weiter die Pole Position zu sichern. Hilfreich wäre die Zusammenarbeit mit Qualcomm auch, wenn das Gerücht sich bewahrheiten würde, dass das nächste iPad einen sogenannten “world mode” enthalten soll, womit es möglich sein soll sich, von überall auf der Welt über jedes Mobilfunknetzwerk, ins Internet einloggen zu können. Bisher ist der Mobilfunk in zwei Technologien eingeteilt: GSM und CDMA. Die bisherigen iPads unterstützten jeweils nur eine von beiden Technologien, abhängig vom Verkaufsland und der dort etablierten Techonlogie.
Und hinsichtlich des Know Hows wäre man bei Qualcomm sehr gut aufgehoben, denn sie entwarfen schon eigene Technologien auf Grundlage des CDMA – Standards.

Apple wäre aber nicht Apple, wenn sie nicht noch das ein oder andere Ass im Ärmel hätten. Und wer weiß, was sich Apple nicht noch hinsichtlich der Usability hat einfallen lassen.

February 02 2011

Die (mangelnde) Privatsphäre bei iPhone – Apps

Da hab ich mich wohl ein wenig getäuscht. Im letzten Artikel über den Trojaner Soundminer schrieb ich ja noch, dass Apples strikte App – Politik im App – Store zumindest den Vorteil hätte, dass man sicher sein kann, dass man sich keine gefährlichen Programme auf das iPhone lädt. Das tat ich in diesem Artikel.

Eine Studie der TU Wien, von der ich grade auf Technology Review las, lehrt mich nun eines besseren. Denn dort untersuchte der Doktorand Manuel Egele mit Kollegen 1400 Apps. Diese wurden hinsichtlich der Sicherheit der Privatsphäre untersucht. Und das Ergebnis zu dem die Studie kam war nicht allzu rosig.
Dabei stammten aber nicht alle Apps aus dem App – Store. Aus jenem stammten 825 Apps, während 582 aus den Cydia Repositories stammten. Die Cydia Repositories bieten ebenfalls Apps an. Diese sind aber nicht von Apple autorisiert und laufen folglich nur auf iPhones, die einen Jailbreak haben. Von diesem wird aber – grade von Apple – immer wieder abgeraten, da er wohl Sicherheitslücken hervorrufen kann.
Besonders häufig wurde immer wieder die Geräte – ID abgefragt. In selten Fällen, an der Zahl 205, hatten die Entwickler diese direkt und bewusst abgefragt. Bei 656 Apps geschieh dies indirekt oder unbewusst über die eingebundenen Softwarebibliotheken und integrierter Werbung.
Die reine Geräte – ID selber gibt zwar noch keine Auskunft über die Person, aber die Verknüpfung der ID mit einem Facebook – Konto könnte dem Abhilfe schaffen.
Ansonsten waren auch noch die Adressbücher, Ortsdaten und E – Mai – Informationen bei den Apps sehr begehrt.
Dabei sind zwei Sachen kritisch: zum einen kam die meisten Apps die ungefragt und direkt auf die Geräte – ID zugriffen aus dem App – Store und zum anderen wissen die App – Nutzer nicht einmal, dass überhaupt auf solche Daten zugegriffen wird. Eigentlich sollte eine Abfrage erfolgen, ob die Apps dies dürfen, aber dies geschieht in den meisten Fällen gar nicht. Trotz das dies aber nach den geltenden Lizenzrechtsbestimmungen gilt, halten sich die Entwickler nicht dran und Apple scheint dies auch nicht großartig nachzuprüfen.

Insofern ist natürlich die Frage auf was die Apps geprüft werden, bevor sie veröffentlicht werden und wie? Es bleibt zu hoffen, dass Apple dort noch ein wenig nachbessert und somit künftig seine Nutzer besser schützt.

January 31 2011

Ab jetzt wird mitgelauscht: Soundminer – ein neuer Trojaner für Android

Man kann mit Apples App – Politik nicht einverstanden sein. Denn zugegebenermaßen: einfach mal so eine App programmieren, geht so einfach nicht. Und welche Gründe man hinter diesem restriktiven Verhalten vermuten mag, ein positiver Aspekt bleibt: durch das vorherige Durchleuchten der App, bevor sie freigegeben wird, kann man sich ziemlich sicher sein, dass die App keine Malware enthält.

Wie wichtig das sein kann, las ich grade aktuell auf thinq.co.uk. Dort haben Wissenschaftler der City University Hong Kong und der Indiana University, Bloomington einen recht einzigartigen, weil hochentwickelten, Trojaner für Android erschaffen. Wie sicherlich bekannt ist der Andoid App Marketplace nicht so kontrolliert, wie Apples App Store.
Der Trojaner verzichtet nämlich weitgehend auf kleinere Spielereien wie Telefonbuch auslesen, SMS verschicken und dergleichen. Der Trojaner ist dabei nämlich auf das Abfangen von Kreditkartendaten spezialisiert. Dabei durchforstet er keine SMS oder auf dem Handy gespeicherten Emails, sondern hört Telefongespräche ab. Die App fängt nämlich die Sprachdaten vom Mikrofon ab und analysiert die Daten, um zu erkennen ob die Eingabe einer Kreditkartennummer von einem der beiden Gesprächsteilnehmer gefordert wird. Wenn dem so ist, fängt Soundminer an, die gesprochenen Zahlen zu speichern.
Um das ganze zu bewerkstelligen, ohne das der Nutzer darauf kommt, braucht ein nur ein klein wenig Fantasie. Denn für gewöhnlich erfolgt bei jeder Installation einer App eine Nachricht darauf, auf welche Komponenten die App zugreifen wird. Somit soll genau verhindert werden, dass Apps heimlich Dinge tun, die sie offensichtlich nicht tun sollten. thinq.co.uk stellt das Szenario auf, dass Soundminer als Sprachaufzeichnungstool daherkommt. Der Benutzer müsste dann Bestätigen, dass Soundminer auf die Mikrofonkomponente zugreifen darf. Dies würde den Benutzer wohl nur wenig aufschrecken, weiss er ja, so glaubt er, wozu die App diesen Zugriff braucht.
In Wirklichkeit aber lauscht Soundminer mit und zeichnet gegebenfalls die Kreditkartendaten auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie gesprochen oder über die Tastatur eingegeben werden, da Soundminer auch die DTMF – Töne anaylsiert und auswertet.

Bleibt noch die Frage, wie die Daten unbemerkt zum Angreifer kommen. Hier haben sich die Forscher auch etwas geniales ausgedacht. Dafür wird einfach eine zweite App hinzugezogen. Die wiederum kann so konzipiert sein, dass es nicht auffällt, weunn sie Zugriff aufs Internet braucht. Für mich denkbar wäre ein Twitter – Client, der Tweets versendet und nebenbei auch noch andere Sachen ins Internet kommuniziert.
Diese Zulieferer – App hört auf den passenden Namen “Deliverer”. Diese App wiederum erhält die Daten von Soundminer. Doch eine direkte Kommunikation der beiden Apps wäre für den Benutzer nachvollziehbar, weil Apps nämlich die Kommunikation untereinander dem Benutzer mitteilen müssen bzw. Android selbst teilt das dem Benutzer mit. Damit das nicht zu auffällig wird, kommunizieren die beiden Apps passiv miteinander. Dies tun sie in dem sie gezielt bestimmte Hardwareeinstellungen (Klingeltonlautstärke bspw.) modifizieren und darüber die Daten austauschen. Somit wäre diese Sicherheitsrichtlinie auch umgangen und die Daten wären nun unbemerkt im Internet.

Hier zeigt sich ganz eindeutig der Nachteil vom Android Marketplace. der, soweit mir bekannt, realtiv unreguliert sind. Inwiefern Apple ein Durchleuchten der Apps vornimmt ist natürlich auch die Frage. Denn was wenn die Trojaner – Routinen sich erst ab einem bestimmten Datum aktivieren? Doch zumindest bei Apple scheint man alles richtig zu machen, denn bisher konnte noch keine Malware in iPhone – Apps entdeckt werden, zumindest solchen, die aus dem offiziellen App Store kamen.

January 27 2011

Künftige iPhones als Portemonnaie?

Wie AppleInsider jüngst berichtet sucht Apple neue Mitarbeiter. Doch nicht irgendwelche Mitarbeiter, sondern im besten Fall solche mit Doktortitel. Auskennen sollten sich die angehenden Mitarbeiter möglichst mit RFID.
RFID dürfte einigen bekannt sein, da diese Technologie nicht ganz unumstritten ist. Denn mit RFID lassen sich Objekte wie auch Personen eindeutig identifizieren, ohne dass man von dem Prozess irgendetwas mitbekommt, da das ganze über Funk abläuft. Hierzulande hat RFID negative Schlagzeilen durch den Einsatz in den neuen Personalausweisen Deutschlands gemacht.
Neben den datenschutzrechtlichen Bedenken und Problemen ergeben sich durch RFID aber auch überaus praktische Möglichkeiten. Und die will Apple jetzt nutzen. Zumindest vermutet das AppleInsider.
Demnach soll das iPhone 5 oder vielleicht erst spätere iPhones mit RFID – Technologie ausgestattet werden, um damit direkt zahlen zu können. Gerüchten zufolge sollen dabei primär erstmal Apple – Installationen zur Verfügung stehen. So zum Beispiel ein iTunes – Terminal bei denen man sich die Songs aussucht, herunterladet und dann bequem sein iPhone an das Terminal hält.
Die Daten vom RFID – Chip werden gelesen und könnten dann entsprechend über den Anbieter des iPhone – Vertrages abgerechnet werden. Grundsätzlich soll das “e – Wallet” – iPhone aber erstmal in Apple Stores zum Einsatz kommen.
Dass die Idee aber noch größere Ausmaße annehmen könnte, ist klar, wird aber noch untermauert durch ein weiteres Jobangebot. Denn weiterhin werden noch mindestens zwei “Manager Global Payment Platforms” gesucht. Diese haben den Auftrag weltweit neue Bezahlmöglichkeiten für Apple – Kunden einzurichten und dementsprechend neue Geschäftskontakte und -möglichkeiten zu erschließen. Das sie dabei “part of something big” sein könnten, lässt aufhorchen und auf einen nächsten Geniestreich Apples hoffen.
Wer sich dazu noch im Regelwerk des internationalen Zahlungsverkehrs auskennt und schon immer mal mit Unternehmen, Banken und Zahlungsabwicklern verhandeln wollte, kann es ja mal auf eine Bewerbung ankommen lassen.

January 24 2011

Dann halt ohne Groupon: Google Offers

Vor nicht allzu langer Zeit war Google noch rege daran interessiert, Groupon zu kaufen. Groupon wiederum dürfte einigen bekannt sein: Groupon ist ein Unternehmen welches Gutscheine über das Internet vermarktet und dem User – über auf Webseiten eingebundene Werbung – anbietet.
Dabei wird anhand der IP – Adresse bzw. des Gateways herausgefunden, von wo der User ca. kommt, woraufhin ihm Angebote aus seiner Stadt angezeigt werden.
Die Bandbreite der Angebote ist groß und die angebotenen Rabatte ebenso. Ein relativ einfaches Konzept, welches aber eine durchschlagenden Erfolg zu haben scheint. Zumindest für Groupon. Denn die konnten sich es immerhin leisten das Angebot Googles über 6 Milliarden Dollar auszuschließen.

Das Unternehmen scheint sich seines Wertes bewusst und bereitet sich dementsprechend – immer wieder auftauchenden Gerüchten zufolge – auf einen Börsengang vor, bei dem es mindestens 15 Milliarden Dollar aufnehmen will. Dies ist eine durchaus realistische Summe, scheint man doch wieder etwas optimistischer zu sein, wenn es um die Bewertung von Internetunternehmen geht. Denn Facebook, Groupon und Co. erhalten momentan Unternehmensbewertungen im Milliardenbereich. Die “.com” – Blase lässt grüßen. Sehr zu Beunruhigung der amerikanischen Börsenaufsicht.
Doch Google, dem man durch die Entlassung Eric Schmidts eine Rückkehr zur Startup – Kultur nachsagt, lässt sich davon nicht zurückwerfen und arbeitet demnach mit Hochdruck an “Google Offers”, wie mashable berichtet. Das Prinzip ist dem von Groupon gleich und basiert auf lokaler Werbung bzw. Rabattaktionen, die Google Provisionen und den werbenden Unternehmen neue Kunden bringt.

Es dürfte sich wohl ein spannender Wettkampf entwickeln, da beide Konkurrenten in etwa gleich auf ist. Groupon ist einerseits länger im Geschäft, ist dementsprechend gut vernetzt mit den Unternehmen und bei den Nutzern entsprechend akzeptiert, doch Google wiederum kann auf seine Dominanz im Suchmaschinengeschäft setzen und besitzt mit Google AdSense und AdWords zwei mächtige Waffen im Kampf um Reichweite.
Weiterhin bindet Google bei seinen Angeboten alle Möglichkeiten des Sharens an. Sei es klassisch per Email oder über Facebook oder über Twitter und was man sonst noch so nutzen kann, um anderen Menschen mitzuteilen, was man grade im Internet gefunden hat. Web2.0 as usual.

Man darf also gespannt sein, wie sich dieser Zweikampf entwickeln wird und ob es die richtige Entscheidung war, sich nicht von Google aufkaufen zu lassen.

January 05 2011

Internet Explorer von Spitzenposition in Europa verdrängt

Neuesten Statistiken von statcounter zufolge ist der Internet Explorer nicht mehr auf Platz 1 unter den meist verbreitesten Browsern.
So zählte StatCounter, dass 38,11% der Browser von Mozilla und 37,52% von Microsoft kamen. Demnach ist der Firefox, wenn auch nur knapp, der Marktführer in Europa. Mt 14,58% ist Google Chrome auf Platz 3. Chrome gilt als der heimliche Gewinner, konnte er doch um knappe 9,5% zum Vorjahr zulegen.
Die Ursachen für diese Entwicklung führt man darauf zurück, dass Microsoft nach einem Urteil der EU – Kommission seine Windows – Versionen nicht mehr mit einem vorinstallierten Internet Explorer ausliefern darf. Stattdessen muss ausgewählt werden, ob der IE mitinstalliert werden soll.

In Amerika dagegen bleibt alles beim alten. Dort hält der Internet Explorer 48,92% und der Firefox 26,7% der Marktanteile. Chrome hält wiederum – ähnlich in Europa – ca. 12,8% der Marktanteile.

StatCounter zieht diese Zahlen aus 15 Milliarden Page Views, die wiederum von 3 Millionen bei StatCounter registrierten Seiten stammen.

Mit dieser Entwicklung ist dann nur zu hoffen, dass der IE 6 bald ausgedient hat, der unter einigen Webdesignern berüchtigt ist für seine sehr „spezielle“ Render – Engine. Und auch mit seiner sehr eigenen Webstandardspolitik und -umsetzung hat sich Microsoft nicht grade beliebt unter den Webentwicklern gemacht.

December 31 2010

Skype – Ausfall nun geklärt

Einigen wie auch mir wird es ähnlich gegangen sein, wer sich um den 22. Dezember einloggen wollte, konnte entweder ewig auf die Loginserver warten oder kam erst gar nicht soweit: ein großer Teil des Skype – Netzwerkes war ausgefallen. Wer sich doch einloggen konnte, war noch nicht über dem Berg. Entweder wurde man selbst oder die Kontaktliste als offline angezeigt. Und war selbst das Problem zeitweise überwunden, konnte man das Telefonieren vergessen. Die Gründe dafür sind nun bekannt.

Sie werden im CIO – Blog von Skype nun genau erläutert. Problematisch war das ein Cluster von Servern, die für die Vermittlung von Offline – Nachrichten zuständig sind, welche die Nachrichten nicht mehr ordnungsgemäß übertragen konnten, was wiederum dazu führte, dass Windows – Clients mit der Version 5.0.0125 abstürzten. Pech für Skype: 50% der Skype – Teilnehmer besaßen diese Version. Somit fielen 25 – 30% öffentlichen Supernodes aus, was zu einer erhöhten Belastung der restlichen Supernodes führte. Diese wurde nicht nur überlastet, ein eingebauter Schutz griff ein, was zu einem Abschotten der Supernodes führte, was dann in einen Teufelskreis führte. Die Supernodes, die online waren, wurden stärker belastet, woraufhin diese sich wiederum abschotteten und infolgedessen die danach noch übrigen Supernodes eine noch stärkere Last hatten und sich abschotteten usw. usf.
Die Supernodes sind deswegen so wichtig für das Skype – Netzwerk, da sie wiederum wie eine Art Telefonbuch agieren und verbindenden Skype – Clients mitteilen, unter welcher Adresse sich die Zielclients befinden. Dabei ist jeder Skype – Client auch zum Teil ein Supernode. Fallen diese Server aus, wissen die einzelnen Clients nicht mehr, wo sich sich finden sollen.
Leider ist es auch mit einem einfachen Neustart des Supernodes nicht getan. Es brauch erst wieder eine Zeit bis der Supernode im Netzwerk registriert ist.

Unglücklicherweise ereignete sich der Crash des Server – Cluster kurz vor den Spitzenzeiten im Skype – Netzwerk. Noch viel schlimmer für Skype war dann noch, dass sich die grade abgestürzten Windows – Clients wieder einloggen wollten und den Effekt noch verstärkten.

Abhilfe schuf dann Skype wenige Zeit später, indem sogenannte “Mega – Supernodes” aufgesetzt wurden, die dann die Aufgabe der ausgefallenen Supernodes übernahmen. Ein erster Versuch schlug aufgrund der massiven Überlastung des Netzwerkes fehl, konnte aber mit einem zweiten Nachrüsten stabilisiert werden.

Skype möchte dies nun künftig ändern, indem sie überlegen auf Updates hinzuweisen oder gar einen Auto – Updater in Skype zu integrieren und die Infrastruktur zu stützen und Server einzusetzen, die auf solche Situationen vorbereitet sind.

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