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June 28 2011
Google “Ich im Internet”
Google gilt als einer innovativsten Web-Technologie-Unternehmen weltweit und ist in Bezug auf
Internetsuch- bzw. Analysetools marktführend. Eine dieser innovativen Technologien, die Google nun
der Öffentlichkeit vorstellt heißt “Ich im Internet”. Laut Hersteller soll sie dem Nutzer helfen,
besser die eigene Online-Identität zu kontrollieren, in dem sämtliche persönliche Daten wie
Fotos, Name oder Einträge in Social-Communities gefunden werden können. Da vielen Menschen die
eigene Reputation auch im Netz sehr wichtig ist, dürfte das Tool vor allem bei dieser Zielgruppe
sehr gut ankommen.
Unter Online-Reputation versteht man die direkte Beeinflussung und Überwachung von Seiten
bestimmter Organisationen oder Produkte in einer digitalisierten Umgebung. Anders beschreiben kann
man die Reputation auf Web-Ebene mit der Frage, was Google und somit alle Menschen, die die
Suchmaschine nutzen, über das eigene Dasein wissen. Viele Menschen vergessen gerne, was mit
ihren Daten passiert und wie schnell sie an fremde Hände geraten können. Gerade bei unangebrachten
Fotos könnten die Folgen außerhalb der Onlinewelt gravierend sein. Zum Beispiel einem Mitarbeiter beim Feiern im alkoholisierten Zustand zeigen.
Solch peinliche Fotos werden noch unangenehmer, wenn sie vom potentiellen Arbeitgeber beim
Bewerbungsgespräch vorliegen oder wenn der Vorgesetzte die Fotos sieht und man sich selbst in einer Führungsposition befindet.
“Ich im Internet” schafft zwar auch nicht das Unmögliche um sämtliche personenbezogene Daten aus dem World Wide Web zu entfernen, doch kann das neueste Tool dennoch in Teilbereichen Abhilfe verschaffen.
In Hinsicht auf die eigene Reputation gilt daher weiterhin stets: Man sollte vorsichtig sein, mit
dem was man anderen Preis gibt – sowohl im Internet als auch in anderen Bereichen des täglichen
Lebens.
August 26 2010
Never ending story – google street view
Eins der wohl diskutiertesten Themen in der Medienwelt ist wohl derzeit “Google Street View”. Datenschützer protestieren, Land und Politik legen teils Wiederspruch ein, die Öffentlichkeit ist ratlos. Google selbst hält an diesem Dienst fest und geht zielstrebig in die nächste Runde.
Der Dienst des Suchgiganten Google veröffentlicht 360 Grad Panoramabilder im Internet. Komplexe Infrastrukturen einer Stadt wie Häuser, Straßen, Parks und Sehenswürdigkeiten sind einsehbar und per Mausklick “begehbar”.
Warum wird Google Street View kritisiert?
Die veröffentlichen Bilder werden von Fahrzeugen mit einer Spezialkamera aufgenommen. Die darauf befindlichen Passanten werden zwar technisch unkenntlich gestaltet, doch Privateingentum und Grundstücke sind weiterhin einsehbar. Eine Einladung für Einbrecher und Betrüger? Der Protest der Betroffenen ist entsprechend groß.
Ein entsprechender Beitrag wurde von ZDFmediathek veröffentlicht.
Weiter sind zusätzlich Daten von Wlan-Netzwerken gesammelt worden. Die aus dem Bereich des “Wardriving” bekannten Mitschnitt von Daten mit dem Programm “Kismet” wurden zudem unverschlüsselte Netzwerke gescannt.
Wie verdient das Unternehmen an “Google Street View”?
Wirtschaftlich gesehen ist Googles Dienst ein neues Zusatzgeschäft. Mit Werbeeinnahmen, die wir bereits aus “Google AdWords” kennen, soll nun ortsbezogene Werbung geschaltet werden. Der virtuelle Einkaufsbummel soll soweit ausgeweitet werden, dass Ladengeschäfte, Hotels und Restaurants betreten werden können. Ein lukratives Geschäft für Werbende und dem Konzern selbst.
Zukünftig werden Werbeflächen von Plakaten und Häuserfassaden mit einer speziellen Software überdeckt. Die Idee dahinter: veraltete Werbung soll von aktueller ( und bezahlter ) Reklame ersetzt werden.
Jetzt auch mit Dreirädern unterwegs
Google macht nicht vor befestigten Straßen Schluss. Mit einem knapp 200 Kilogramm schweren Fahrrad soll nun unerreichbare Bereiche für das Auto gefilmt werden. “Eine groß angelegte Erfassung von Gärten, Parks und Waldwegen sei derzeit nicht geplant.” so laut Google-Sprecher Stefan Keuchel.
August 02 2010
Kopfgeldjagt im World Wide Web
Sicherheitslücken können Webseitenbetreiber, Softwareentwickler und IT Experten letztlich den Ruf auf Dauer schädigen.
Werden Sicherheitslücken in diesen Produkten entdeckt, kann der Finder bei einigen bekannten Unternehmen eine finanzielle Belohnung abholen. Nach Meinung von Mozilla und Google ist das Kopfgeld eine Anregung und hilft, schneller Sicherheitspatches bereit zu stellen. Google befürwortet die Details zu den entsprechenden Bugs spätestens 60 Tage nach ihrer Entdeckung zu veröffentlichen, damit die Zeit ausreicht, den Fehler zu korrigieren.
Sicherheitsexperten melden sicherheitsrelevante Lücken in Programmen meist nur noch gegen finanzielle Gegenleistung an den Hersteller. Auf diesen Aspekt reagiert Mozilla und Google mit einem finanziellen Ausgleich. Mozilla und Google planen ihre Belohnungen zu erhöhen. Gerüchten zufolge wollen die Unternehmen in Zukunft etwa 3000 Dollar (etwa 2320 Euro) pro gefundene Lücke zahlen.
Doch ganz so einfach geht es nun auch wieder nicht, wer Geld sehen will, muss einige Bedingungen erfüllen. So muss es sich beim “Mozilla Security Bug Bounty Program” um Lücken handeln, die in aktuellen Programmversionen existieren, Plugins (Erweiterungen) von Dritten für den Firefox-Browser sind dagegen ausgeschlossen.
Chrome, Firefox & Co. sind gratis erhältliche Anwendungen und die darin behobenen Sicherheitslücken kommen somit allen Benützern zugute. Die Microsoft-Taktik setzt auf das Gegenteil und lehnt das Kopfgeld für die Headhunters unter den Sicherheitsexperten ab. Microsoft erwähnt lediglich die Entdecker in ihren Security-Bulletins, die nach Meinung von Jerry Bryant, Sicherheitsbeauftragter bei Microsoft, ganz gut funktionieren würde. Doch sicherlich werden früher oder später diese Sicherheitsexperten eher den zahlenden Arbeitgeber ansteuern.
Die Meinungen gehen hier wohl auseinander: Obwohl Mozilla von ihrem Projekt überzeugt ist und die vorzeigbaren Resultate zeigen deutlich, das die finanzielle Entlohnung das zügige Auffinden von Sicherheitslücken nützt. Fraglich im Gegenzug: Gibt es bald nur noch Sicherheit gegen Bares?
July 12 2010
June 19 2010
June 15 2010
Das neue Office 2010 mit Sozial Network – Funktionen
Das neue Büropaket Office 2010 von Microsoft kündigt sich an: Schneller und bedienungsfreundlicher als sein Vorgängermodell soll ab heute, dem 15. Juni die im Handel erhältliche Software auf Konkurrenzprodukte reagieren. Erstmals erhältlich in zwei Versionen: Einer 32 und einer 64-Bit-Variante.
Ein Highlight ist die kostenfreie, jedoch abgespeckte Onlineversion des Softwaregiganten. Word, Excel PowerPoint und Co. sind nun kostenfrei und legal nutzbar, das in dieser eingeschränkten Serie für die meisten Nutzer ausreichen sollte. Lediglich die Windows Live ID wird benötigt, um direkt im Browser die Dokumente zu bearbeiten. Empfohlen wird die Installation von Silverlight, die kostenlos von Microsoft zum Download angeboten wird. Eine gemeinsame Nutzung der Dokumente mit entsprechenden Freigaben ist gegeben.
Bis Herbst des Jahres soll desweiteren ein gewaltiger Anteil von kostenlosen „Starter-Editionen“ den neu verkauften Computern beiliegen.
Was taugt die neue Office –Reihe?
Nach drei Jahren Programmierung und Vorarbeit stellt sich nun den Softwaretestern ein durchweg positiver Eindruck des neuen Office – Paketes dar.
Beim E-Mail-Programm Outlook sind die Neuerungen am deutlichsten zu spüren. Die direkte Verbindung zu Facebook und anderen sozialen Netzwerkanbietern macht in der heutigen Web 2.0 – Generation Sinn. Über ein „Social Connector“ kann man sich direkt mit den dort befindlichen Kontakten verbinden und Nachrichten verschicken.
Doch auch bei dem Textverarbeitungsprogramm sowie die der Tabellenkalkulation wurden vorhandene Funktionen überarbeitet und verbessert. Bei dieser neuen Office-Version lassen sich auch nicht gespeicherte Dokumente wiederherstellen, dass die eine oder andere aufwendige Datenaufbereitung im “Eifer des Gefechtes” ersparen wird.
PowerPoint mit neuen Funktionen in der Bild, Film und Audiointegration macht die Benutzung ohne Zusatzprogramme einfach und komfortabel. Folienübergänge sind jetzt auch in 3D möglich.
Die Preisübersicht:
Laut unverbindliche Preisempfehlung von Microsoft liegt der Preis des „Office Home and Business 2010“ bei 379 Euro, die Version „Office Home and Student 2010“ bei 139 Euro und die „Office Professionall 2010“ , die „Publisher“ und „Access“ beinhaltet ,bei 699 Euro. Wer kein komplettes Büropaket benötigt, kann einzelne Module für 190 Euro erwerben.
Unverständlich wenn man bedenkt, dass die Mitbewerber wie Softmaker Office bei einem Kostenrahmen von 70 Euro bewegt oder die beliebte OpenOffice – Lösung kostenfrei angeboten wird.
May 07 2010
April 25 2010
Umweltplakette für ein grünes Internet
Vielerorts wird bereits aktiv in Sachen Umweltschutz gearbeitet. Greenpeace, WWF und Nabu gehören zu den bekanntesten Vereinen und Umweltgruppen und setzen erfolgreich Umweltschutzprojekte um. Auch im Bundestag und Bundesrat kommen ständig neue Debatten über Naturschutz, Ökologie und „Green World“ auf.
Ein sehr brisantes Thema, den diese Seilakrobatik zwischen Wirtschaftsfortschritt und Schutz der Tierwelt, der Wälder sowie der Vielfältigkeit der Meere ist verdammt schmal.
Kein Wunder das zahlreiche Hostinganbieter auf sogenannte „Green-Server“ umschwenken. Das spart nicht nur Energie und schützt unsere Erde, sondern ist unter Anderem auch eine trendige Werbemaßnahme.
Doch wie „Green“ ist unser Internet eigentlich? Bei der Ausweitung der DSL-Breitbandleitung an zahlreichen Orten und die mehr als Fußballfelder großen Serveranlagen auf diversen Kontinenten verteilt bringt Umweltkritiker sicherlich noch mehr Brennholz ins Feuer.
Warum also nicht auch für das geliebte World Wide Web eine Umweltplakette einführen?
Ähnlich wie bei der bekannten Umweltplakette beim Automobil lässt sich doch sicherlich eine ähnliche Maßnahme durchführen. So könnte doch für jedes Internetfähige Gerät ein pauschalisierter Satz abgeführt werden. Diese Einnahmen lassen sich optimal in Windkraftanlagen, der Forschung von erneuerbare Energien und Umweltschutzmaßnahmen einsetzen.
Die „Eintreibung“ dieser Abgabe lässt sich direkt beim Erwerb der Geräte regeln. Das macht durchaus Sinn, da ein nachträglicher Aufwand gering gehalten werden kann. Ein Satz von 15 – 20 Euro hilft sicherlich, die Haushaltskassen zu füllen und neuste Techniken sowie Forschungsarbeiten für eine saubere Natur zu finanzieren…
Doch keine Panik! Es handelt sich hier um ein frei erfundenes Vorhaben und ist nach meinem Kenntnisstand auch nicht geplant. Welche Auswirkungen das Internet speziell die Websuche mit Google auf die Umwelt hat, berichtete bereits winfuture.de letztes Jahr im Januar.
Wie hoch nun die Schadstoffbelastung und die Zerstörungsrate des Webs auf die Umwelt hat, lässt sich insgesamt nicht feststellen. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die nicht explizit zugeordnet werden können.
Fakt ist: Die Internetstruktur ( kann ) die Umwelt schädigen. Hier sollte sicherlich ein Ausgleich geschaffen werden um das Ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Die oben genannte Verfahrensweise wurde zwar noch nicht aktiv in der Öffentlichkeit zur Diskussion gebracht, doch einige Entscheidungsträger haben sicherlich schon den einen oder anderen Gedanken in ähnlicher Weise darüber verloren.
Wir dürfen gespannt sein, was uns das „Wild Wide Web“ und die Computertechnik uns noch zukünftig bieten werden. Eine Produktneuheit wäre doch sicherlich ein Öko-Notebook, der nach zwei Jahren automatisch zerfällt…
April 19 2010
Metasuche Ixquick: Jetzt auch mit Proxy-Service
Gleich welche Suchmaschine genutzt wird – die Server speichern unter Anderem Logfiles mit Anfragedaten, Suchwörtern, Cookies und IP – Adressen. Das immer mehr Internetanwender datenschutzrechtliche Bedenken bei der Verwendung der populärsten Suchmaschinen haben, ist sicherlich verständlich.
Der AOL – Skandal im Jahr 2006 zeigte bereits deutlich, wie leichtsinnig mit den entsprechenden Daten umgegangen wird. Doch auch Google wird weiterhin nicht auf die Speicherung der Daten verzichten. Indem Suchanfragen gespeichert werden, lernt Google wie Anwender das Internet für welche Art von Informationsanfragen nutzt.
Es geht jedoch auch anders:
Ixquick, die Suchmaschine aus den Niederlanden mit dem ersten Europäischen Datenschutz-Gütesiegel hatte bereits damals für Aufsehen gesorgt. So verspricht diese Websuche die Privatsphäre der Internetuser zu schützen, indem Suchanfragen nicht gespeichert werden.
Ixquick verwendet die so genannte POST-Methode (statt die des GET-Verfahrens), um die Suchbegriffe aus den Log-Dateien der Webseitenbetreiber von Seiten herauszuhalten, die über die Suchergebnisse erreicht wurden.
Laut Selbstdarstellung von Ixquick ist dieser die leistungsstärkste Metasuchmaschine der Welt. Eine Metasuchmaschine verarbeitet dabei die Suchanfragen mit anderen beliebten Webmaschinen und stellt die Ergebnisse entsprechend übersichtlich dar. Die Ergebnisliste ist für Umsteiger allerdings gewöhnungsbedürftig.
Seid dem 28.01.2010 bietet der innovative Webcrawler einen neuen Dienst an: Der Proxy-Service für anonymes Surfen.
Ähnlich wie bekannte Anonymisierungstools wie JAP oder Tor stellt Ixquick nun einen integrierten und vergleichbaren Proxy-Service zur Verfügung. Ein Stückchen mehr in Richtung “Sicheres Websurfen”.
Um den Proxy-Modus zu aktivieren sind keinerlei besondere Einstellungen nötigt. Sobald ein Suchbegriff in das Interface eingegeben wurde, findet man den entsprechenden Hinweis “Proxy” direkt neben der URL-Anzeige. Leider sind jedoch einige Funktionen in diesem Modus wie Javascript-Code deaktiviert, sodass das gewohnte Surfvergnügen auf der Strecke bleibt. Es sind einfach noch zuviele Webmaster, die Javascripte in die Webseiten integrieren. Ganze Formulare können somit nicht verwendet werden. Doch im Sinne der Sicherheit…
April 06 2010
Web of Trust – Wie wir unser eigenes sicheres Web gestalten
Das wir ständig irgendwelchen Internetgefahren ausgesetzt sind, sobald wir den Online-Status setzen, ist vielen Surfern Mehr oder minder bewusst.
So lauern üble Viecher wie Viren, Würmer und andere Exoten im World Wide Web, um uns und unseren Computersystemen zu schädigen. Kein Wunder: Internetkriminalität ist ein Milliardengeschäft und die Methoden sind Vielfältig und Einfallsreich.
Wir sind nicht nur Opfer von kleinen Betrügereien, sondern vielmehr Mitwirkende bei kriminellen Geschäften, wenn unser Computer nicht entsprechend geschützt ist und wir im Scheuklappenprinzip surfen.
Das wir uns mit einer Virenschutzlösung gegen die meisten Malwareaktivitäten schützen können, ist uns sicherlich bekannt. Doch wie sieht es aus mit Datenschutz, Phishing und der Vertrauenswürdigkeit einiger Webseiten?
Hilfreich sind hier entsprechende Browsererweiterungen, die uns mit Informationen und Gefahrenmeldungen versorgen. Eine davon ist WOT ( Web of Trust ).
Mit diesem Plugin, dass sich schnell und einfach in den gängigsten Browsern integrieren lässt, wird eine Sicherheits-Community eingebunden. Diese schützt vor dreister Abzocke, denn ein umfangreiches Bewertungs und Kommentarsystem lässt selbst unerfahrene Surfer erfolgreich warnen.
Die Teilnahme an dieser Community macht Sinn. Sie kostet weder Geld noch großartig Zeit. Schützt aber umfassend in der Gemeinschaft zahlreiche User.
Das Bewertungssystem umfasst die Punkte Vertrauenswürdigkeit, Händlerzuverlässigkeit, Datenschutz und Jugendschutz. Eine detaillierte Bewertung lässt sich außerdem mit nur einem Klick aufrufen.
Die farblichen Symbole helfen dabei, Betrügereien, unzuverlässige Shopping Seiten und Sicherheitsrisiken im Vorfeld zu erkennen.
Zwar sind auch einige Bewertungen dabei, die auf „Nichtgönner“ zurückzuführen sind, doch in der Gemeinschaft werden diese Aussagen und Bewertungen, die grundlos getätigt worden sind, schnell erkannt. Fehleinschätzungen lassen sich nun mal nicht vermeiden.
Web of Trust zeichnet sich durch umfangreiche und aktuelle Informationen aus und kooperiert mit Panda Security.
April 02 2010
Outsourcing: Mit “Tücken” und “Problemchen”
Etablierte Unternehmen wie Telekom, Microsoft und Bayer tun es: In kleinen Teilbereichen oder im „großem“ Stil. Fulfillment und Supply Chain Management sind in jeder Unternehmenskultur zumindest überdacht oder diskutiert worden.
Häufig greifen auch Powerseller bei Ebay auf Fulfillment-Dienstleister wie Amazon zurück.
Die Gründe der Auslagerung von Geschäftsprozessen sind meist Kostensenkungen, die Qualitätssicherung durch Beanspruchung von Fachkräften und die Konzentration auf das eigentliche Kerngeschäft.
Timothy Ferriss, Autor des Buches „Die 4-Stunden-Woche“ hat eindrucksvoll zusammengetragen, was Outsourcing für positive Veränderungen bewirken kann. Hier spricht er von den Möglichkeiten ( auch als Privatperson ) Tätigkeiten erfolgreich an externe Dienstleister auszulagern.
Spürbar ist ein Lifestyle-Wandel, indem „Zeitfresser“ oder „unliebsame Arbeiten“ vergeben werden. Der Trend ist bereits seid Jahren in USA gegeben und scheint nun auch die europäischen Ufer erreicht zu haben. Sei es die „einfache“ Reinigungshilfe, der Lieferservice oder die Organisationsplanung von exklusiven Partys bis hin zu Recherchearbeiten, Reisebuchungen und Erinnerungsanrufen im beruflichem Bereich – es gibt fast nichts, das nicht andere Personen erledigen könnten.
Auch ich habe mich diesem Trend angeschlossen und nutze seid geraumer Zeit Freelancer und virtuelle Assistenten, die mich bei meiner täglichen Arbeit unterstützen. So schaffe ich mir freie Kapazitäten und ich kann mich entsprechend dem Kerngeschäft zuwenden.
So nutze ich persönlich ein Telefonservice, die Anrufe zu normalen Bürozeiten freundlich in meinem Namen entgegen nimmt. Eine Ausweitung der Telefonbereitschaft wäre durchaus auf 24 Stunden erweiterbar. Auch Teilbereiche wie Rechereche- und diverse Schreibarbeiten sind gängige Tätigkeiten, die meinerseits häufig weitergeleitet werden.
Problematisch wird es allerdings, wenn Geschäftspartner nicht den eigenen Qualitätsansprüchen genügen bzw. eine „etwas andere Arbeitseinstellung“ vorweisen. Sofern die Partner dann noch im Ausland liegen, so kommt noch die sprachliche Problematik hinzu.
Gerade bei zeitkritischen Aufgaben und Tätigkeiten mit hohen Qualitätsansprüchen trennt sich die Spreu vom Weizen. Selbst bei einfachen Aufgaben bedarf es einer nachträglichen und zeitintensiven Kontrolle, wenn der falsche Partner gefunden wurde.
Bei den letztlich eigenen „leidvollen“ Erfahrungen stellt sich die Frage, ob der Trend aus USA sich hier überhaupt durchsetzen kann oder ob dieser nur großen Unternehmen vorbehalten ist. Die Suche nach geeigneten Geschäftspartnern scheint ein unüberwindbares Problem zu sein.
Sicherlich kann man eine pauschale Aussage über Outsourcing nicht treffen, doch derzeit ziehe ich mein Fazit: externe Dienstleister kommen mir nicht mehr ins Haus.
March 23 2010
Erfahrungsbericht: CMS-System für Einsteiger
Nachdem ich im Januar bereits verzweifelt nach einem passendem CMS-System gesucht habe, möchte ich nun mit diesem Beitrag die Funktionsweise des jimdo-cms erläutern und einen kleinen Einblick in die Homepagegestaltung geben.
Gerade für Einsteiger bietet sich dieses CMS-System an, da hier wirklich schöne Homepages ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können.
Gespannt darf ich auf die Weiterentwicklung sein.
Jimdo: Webseitenbaukasten mit WYSIWYG-Editor, der per Mausklick auf die entsprechenden Module im Frontend geöffnet wird. Neben Texten und Bildern lassen sich auch Videos und RSS-Feeds in die Seite einpflegen. Einzelne Abschnitte der Webseite können mit einem Passwort versehen werden, sodass sich ein Mitgliederbereich einrichten lässt.
March 15 2010
Das World Wide Web ist nicht allein…
Kaum in der Öffentlichkeit präsent schlummert im tiefen des Webs seit fast einem Jahrzehnt ein „zweites Internet“.
X-Win nennt sich das Internet 2 in Deutschland und ist in sich abgeschlossen oder im bekannten Web versteckt. Wer hier glaubt, es handelt sich um einen üblen Scherz, der irrt gewaltig.
Sicherheitsbehörden, Forscher und diverse Unternehmen verwalten Ihre eigenen Netze mit kontrollierter Bandbreite oder kontrollierten Übergangspunkten, die bei Bedarf gesperrt werden können.
Begonnen hat alles mit WIN, dass schlicht und einfach Wissenschaftznetz bedeutete. Gefolgt von zahlreichen Ausbauten zum B-Win und G-Win ( Breitband- und Gigabit-Wissenschaftsnetz. Das heutige X im Namen soll dabei die noch höhere Übertragungsgeschwindigkeit signalisieren.
Nahezu 10000 Kilometer Glasfaserleitungen verbinden derzeit nun etwa 70 Wissenschaftseinrichtungen. Bereitgestellt wird diese Leitung vom DFN-Verein, dem Verein zur Förderung eines deutschen Forschungsnetzes, die auch ganze Glasfasern angemietet haben.
Kai Hölzner vom DFN-Verein erläutert: „Manchmal ist es erforderlich, sehr schnell ein paar Terabyte Daten an einen anderen Ort zu verschieben und dabei werden eigene Kapazitäten benötigt“.
Doch auch private Internetsurfer sind im Internet 2 unterwegs, ohne darüber im Klaren zu sein, denn das Wissenschaftsnetz ist offen für Jedermann und Frau. Nur für zeitkritische Aufgaben werden abgeschottete und störungsfreie Verbindungen geschaltet.
An genau vier Stellen stellt X-Win den Zugang zu den Hochschulen der Nachbarländer her. Das Forschungsnetz mit einer Richtgeschwindigkeit von einem Terabit pro Sekunde ist dabei mit 26 europäischen Staaten zusammengeschlossen.
Die Forschernetze dienen in erster Linie dazu, den Bandbreitenbedarf für die wissenschaftliche Arbeit zu decken, so berichtet die Welt Online.
Doch wie bereits erwähnt nutzen Sicherheitsbehörden und diverse Unternehmen ebenfalls eigene, angemietete Netzwerke, um sensible Daten und Informationen beispielsweise an Außendienstmitarbeiter zu versenden. In Fachkreisen sind die Begriffe „Tunnelung“ und „VPN – Virtual Private Network“ bekannt.
Aus den amerikanischen Bereich berichtete Brigadegeneralin Susan Lawrence vor knapp zwei Jahren über das Militärnetz, dass geheimhaltungsbedürftige Nachrichten verschlüsselt ans Pentagon liefern sollte: „Wir sind mit der Absicherung des Netzes nicht gut unterwegs.“ und Sie ergänzte dabei:“Es ist ein Sieb“.
Hierzulande wird die Absicherung des Datenverkehrs von Sicherheitsbehörden und Bundeswehrstandorten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (Kurz: BSI) übernommen. Die rund 500 Experten sorgen dafür, dass keine Viren, Würmer oder Trojaner in die behördeninternen Computer gelangen und stellen auch für Privatnutzer Sicherheitsratschläge zur Verfügung.
March 02 2010
Topeka heißt von nun an Google
Hier mal eine News aus dem Bereich Kuriositäten: Topeka, die Bundeshauptstadt von Kansas möchte sich künftig Google nennnen. Zumindest für den jetzigen Monat. Da dies aber nicht möglich ist, werden die Bürger aufgerufen Topeka so zu nennen. Das scheint in Topeka nichts neues, denn immerhin wollte sich die Stadt wohl auch schon in ToPikachu umbenennen.
Doch warum das ganze? Ganz einfach: Google sucht immer noch Städte in denen sie ihre neuen Glasfaserzugänge testen können. Das würde eigentlich auch ganz einfach über die offizielle Anmeldung gehen, aber Topeka wollte wohl noch eins drauf setzen.
Verstehen kann man das. Denn Google will die Zugänge, die eine Bandbreite von bis zu 1GBit/s haben sollen, für einen recht fairen und realistischen Preis anbieten. Am Ende soll dann der Zugang ca. 5 mal so schnell sein, wie bisher verfügbare Breitbandanschlüsse. Interessant dabei ist, dass Google das Projekt dazu nutzen will, um spezielle Apps zu testen, die sich die hohe Bandbreite zunutze machen sollen. In welche Richtung diese Apps gehen bzw. welche Inhalte sie wohl anbieten, als dass eine solche Bandbreite mindestens mal angemessen wäre, ist nicht bekannt. Möglich wäre vielleicht die Auslagerung von kompelxen Anwendung wie Videobearbeitung ins Internet o.ä.
Weiters will Google die Einrichtung von Glasfaserverbindungen im Privatbereich voranbringen bzw. wohl im Bestfall etablieren, sowie den National Broadband Plan voranbringen, der einen Techonologievorsprung Amerikas durch Breitbandanschlüsse vorsieht.
Interessant klingt es allemal, zumal es auch Googles Einstieg in das Provider – Geschäft bedeuten könnte. Sollten sie es wirklich schaffen, die Glasfasertechnologie relativ günstig und landesweit zu etablieren , könnte Googles Marktwert wohl um ein paar Milliarden Dollar wachsen. Genauso wie die Liste datenschutzrechtlicher Bedenken. Aber bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen und bis dahin heißt es wohl abwarten und Tee trinken. Auch in Google bzw. Topeka.
February 22 2010
Mythos – Privatsphäre im Internet
Gibt es denn noch so etwas wie Privatsphäre im Internet?
Heutzutage benötigt man nur noch knapp 10 Minuten, um an Daten von fremden Personen zu kommen, gleich ob Adresse, Bilder oder Lebenslauf. Alles was einmal eingestellt wurde, ist kaum mehr aus dem Internet zu löschen , denn durch Google und Co bleibt alles auffindbar. Für andere Menschen, die nichts mit einem zu tun haben, ein leichtes Spiel.
Dabei kann das Einstellen von privaten Bilder und Informationen schlimme Konsequenzen haben. Nicht nur für die Arbeitswelt sondern auch für Betrüger ist das Internetportal ein großer Verdienst.
Auf Facebook, studiVZ und mySpace kann man freiwillig Details über das Privatleben, Hobbys, Meinungen, Freunde und Vorlieben Auskunft geben und natürlich Bilder einstellen. In den 80 Jahren galt es als Skandal, als der Staat eine Volkszählung machen wollte. Heutzutage ist man Nichts wenn man dem Trend nicht folgt und sich im Internet präsentiert.
Dieser so enorme Wandel im Bereich der privaten Daten, ist ein Zeichen für einen gesellschaftlichen Wandel. Wie und welche Ursachen dieser Wandel hat und wie er entstanden ist, ist vielleicht noch unklar. Es ist aber sicher, dass man sich darüber Gedanken machen sollte, worin heute noch eine Privatsphäre besteht. Denn jeder andere Mensch kann kinderleicht an intime Details von anderen Menschen kommen, das scheint aber den Meisten nicht zu stören oder sie haben es noch nicht realisiert zu haben. Das World Wide Web ist unendlich groß und für jeden auf der Welt zugänglich via Google, Yahoo & Co. Womöglich ist es den Nutzern gar egal?
Dass der allzu freie Umgang mit persönlichen Informationen im Netz auch Folgen für die Karriere haben kann, ist dabei nur ein kleiner Teil des Problems.
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