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July 06 2011

Facebook plant Videochatfunktion

Die Anzeichen verdichten sich, dass das weltweit bekannteste soziale Netzwerk Facebook einen eigenen Videochat plant. Damit würde das Unternehmen von Marc Zuckerberg künftig einen neuen Weg einschlagen. Vorgesehen in diesem Zusammenhang ist wohl ein integrierter Videochat, der über den Browser genutzt werden kann und über die bekannte Skype-Technologie verfügt. Damit reagiert Facebook auf das neueste Google-Feature, dem sozialen Netzwerk, Google+, welches erst vor kurzem auf dem Markt erschienen ist und ebenfalls über einen eigenen Videochat verfügt.

Schon seit Längerem arbeiten Skype und Facebook Hand in Hand zusammen, was einige Features beim sozialen Netzwerk angeht. So können Skype-Kontakte problemlos in Facebook übertragen werden. Mit SkypeKit, welches vom Internetunternehmen bereits vor kurzer Zeit veröffentlicht wurde, können zukünftig allerdings auch andere Plattformen von der Hardware und Software profitieren.

Der Videochat stellt ein echtes Kommunikationsinstrument der Zukunft dar. Vor allem globale Unternehmen greifen auf solch ein Tool gerne zurück, da man sich so persönlich absprechen kann in Bezug auf Projekte und Geschäftstätigkeiten, ohne ständig durch die Welt reisen zu müssen. Viele Unternehmen nutzen den Videochat auch, um Seminare für die eigenen Mitarbeiter anzubieten oder im Rahmen von Fernstudiengängen den Studenten Rede und Antwort auf persönlicher Ebene zu stehen.

Zukünftig wird der Videochat auch immer wichtiger, da Unternehmen Ressourcen sparen möchten, was durch das Umgehen des ständigen Geschäftsreisens durchaus möglich ist. In Hinsicht auf die Umwelt und Energie kann sich der Videochat dadurch ebenfalls gegenüber anderen Kommunikationsinstrumenten wie dem direkten Treffen durchsetzen. Denn durch die geringere Nutzung von Flugzeugen oder dem Auto trägt man so auch einiges zur Verminderung von CO2-Austößen bei.

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June 28 2011

Google “Ich im Internet”

Google gilt als einer innovativsten Web-Technologie-Unternehmen weltweit und ist in Bezug auf
Internetsuch- bzw. Analysetools marktführend. Eine dieser innovativen Technologien, die Google nun
der Öffentlichkeit vorstellt heißt “Ich im Internet”. Laut Hersteller soll sie dem Nutzer helfen,
besser die eigene Online-Identität zu kontrollieren, in dem sämtliche persönliche Daten wie
Fotos, Name oder Einträge in Social-Communities gefunden werden können. Da vielen Menschen die
eigene Reputation auch im Netz sehr wichtig ist, dürfte das Tool vor allem bei dieser Zielgruppe
sehr gut ankommen.

Unter Online-Reputation versteht man die direkte Beeinflussung und Überwachung von Seiten
bestimmter Organisationen oder Produkte in einer digitalisierten Umgebung. Anders beschreiben kann
man die Reputation auf Web-Ebene mit der Frage, was Google und somit alle Menschen, die die
Suchmaschine nutzen, über das eigene Dasein wissen. Viele Menschen vergessen gerne, was mit
ihren Daten passiert und wie schnell sie an fremde Hände geraten können. Gerade bei unangebrachten
Fotos könnten die Folgen außerhalb der Onlinewelt gravierend sein. Zum Beispiel einem Mitarbeiter beim Feiern im alkoholisierten Zustand zeigen.

Solch peinliche Fotos werden noch unangenehmer, wenn sie vom potentiellen Arbeitgeber beim
Bewerbungsgespräch vorliegen oder wenn der Vorgesetzte die Fotos sieht und man sich selbst in einer Führungsposition befindet.

“Ich im Internet” schafft zwar auch nicht das Unmögliche um sämtliche personenbezogene Daten aus dem World Wide Web zu entfernen, doch kann das neueste Tool dennoch in Teilbereichen Abhilfe verschaffen.

In Hinsicht auf die eigene Reputation gilt daher weiterhin stets: Man sollte vorsichtig sein, mit
dem was man anderen Preis gibt – sowohl im Internet als auch in anderen Bereichen des täglichen
Lebens.

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May 20 2011

Warum SSL wichtig ist und WLANs nicht immer sicher sind

Da schaut man sich um, was es Neues gibt und schon findet sich wieder eine super skandalöse Geschichte. Die beiden Hauptdarsteller: Datenschutz und Großkonzern. Das verkauft sich immer gut.
Und auch Spiegel online (auf deren Artikel ich mich beziehe), die Welt, Focus online oder auch “Die Zeit” berichteten von der riesigen Sicherheitslücke, die da bei Google zu finden ist. Allein: ein Ulmer FORSCHER soll das herausgefunden haben. Das muss ja was ganz großes sein.

Also worum geht es genau?

Besagter Ulmer Forscher fand heraus, dass sich Android Handys mit Google Servern verbinden, um Telefonkontakte, Kalendernotizen und Fotoalben zu synchronisieren. Um sicher zu stellen, dass der Benutzer auch berechtigt ist, die Daten zu synchronisieren wird ein Token benutzt, der sich allerdings nur alle zwei Wochen ändert.
Hat ein User den Token ist es möglich somit Zugriff auf die jeweiligen Dienste zu erhalten. Kann man also das Token herausfinden, hat man Zugriff auf die Daten.
Das Herausfinden ist nicht allzu schwer, denn Android – Handys verbinden sich automatisch mit bekannten WLANs. Ist ein Android – Handy nun in einem solch offenen WLAN eingewählt, kann jeder – egal ob der WLAN – Betreiber oder irgendein unbekannter Dritter – alle Daten mitschneiden. Inklusive des Tokens.

Meiner Meinung nach zeigen sich hier zwei Dinge: die stark verbreitete Unterschätzung des Datenschutzrisikos hinsichtlich Cloud Dienste und die massenhafte Unwissenheit, wie eigentlich die Technologie, die wir täglich nutzen, funktioniert.
Denn prinzipiell ist es in JEDEM WLAN unsicher, Daten zu versenden. Es ist vollkommen egal, ob das WLAN verschlüsselt ist oder nicht. Denn jeder, der Zugriff auf das verschlüsselte WLAN hat, kann Daten mitschneiden.
Deshalb ist es auch wichtig darauf zu achten, dass man sich immer über SSL einloggt. Das sieht man daran, dass in der URL – Leiste statt “http://” nämlich “https://” steht. Ansonsten ist es nämlich IMMER – und dabei ist es egal ob WLAN oder Kabelnetzwerk – möglich, Daten mitzuschneiden.

Dieses Problem ist schon so alt, wie die Netzwerktechnologie selber. Und ich finde es ziemlich bedenklich, dass selbst solche trivialen Meldungen für solche auf-reißerischen Schlagzeilen hergenommen werden. Das Problem ist einfach nur, dass Google geschlampt hat und kein SSL für die Dienste eingerichtet hat. Und das die Prüfung, ob ein WLAN bekannt ist oder nicht über den Netwerknamen erfolgt und nicht über die eindeutigere MAC – Adresse.
Von einer Sicherheitslücke bei Google zu reden ist allerdings sehr stark übertrieben und zeigt auch wie stark einerseits der Druck nach hoher Auflage und Page Impressions ist und wie sehr viele Menschen das Internet (und alles was dazugehört) als unbegreifbares Hexenwerk verstehen.

Allerdings zeigt sich auch mal wieder, dass nicht nur alles toll ist am Cloud – Hype. Denn es ist nicht nur so, dass man seine Daten auf fremde Server legt, sondern auch, dass die Übertragungswege nicht immer sicher sein müssen.
Das Problem ist nicht allzu unbekannt. Facebook führte bereits Oktober letzten Jahres SSL ein, um ein Mitschneiden der Daten zu verhindern. Und auch Twitter kennt die Problematik. Denn der Account von Ashton Kutcher musste bereits daran glauben. Seitdem hat sich auch Twitter bemüht, SSL komplett und nicht nur für den Login anzubieten.
Und nun muss Google halt nachziehen und hat das dies auch teilweise getan. Problematisch dabei ist die unterschiedliche Verbreitung der unterschiedlichen Android – Versionen.

So gesehen ist, die ganze Geschichte schon beunruhigend. Denn sie zeigt wieder mal auf, wie vernetzt unser Leben mittlerweile ist und wie wenig wir Kontrolle wir am Ende darüber haben. Und wie sehr wir darauf angewiesen sind, dass Anbieter und Hersteller auf Datenschutz achten und das Datenschutz nicht nur heißt, seine Datenbanken abzusichern.
Denn mit der technischen Entwicklung wird es künftig nicht einfacher werden, Datenschutz zu gewährleisten.
Mehr allerdings beunruhigt mich, dass Journalismus scheinbar immer weniger auf Qualität – wie von verschiedenen Lobbies immer so gern behauptet – setzen und lieber mit vermeintlichen Skandalen versuchen Auflagen und Klicks für sich zu gewinnen. Denn unverschlüsselte Datenübertragung ist immer gefährlich. Ganz egal wo.

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May 09 2011

Kommt bald der Internetführerschein?

Das Internet ist eine technische Errungenschaft für sich: Bankgeschäfte, Soziale Netzwerke und Shoppingtouren sind nur wenige Möglichkeiten, dass „geliebte“ World Wide Web zu nutzen. Gerne erinnere ich mich noch an die Zeit zurück, an dem mein erster High – Speed – Webzugang in meiner heimischen Umgebung eingerichtet war.

Hierzulande ist der Ausbau der Internetleitung sehr weit entwickelt, sodass Computeranwender in vollen Zügen das trendige Medium nutzen können. Da werden Konsolen ins Heimnetzwerk eingebunden, Onlinespiele gezockt und Videos auf youtube und anderen Plattformen verbreitet. Gigantische Möglichkeiten, erfolgsversprechende Chancen und ein stilsicherer Livestyle sind mit dem Einzug des WWW geebnet.

Doch das Internet mit seinem eigentlichen Ursprung militärischer Kommunikation und Forschungsarbeit zeigt auch deutlich Schwächen. Schwächen, die im Laufe der Zeit zu gravierenden Problemen führten und auch heute noch ihren Tribut fordern.

So sind die jüngsten Meldungen über die neusten Hackeraktivitäten sicherlich nicht verwunderlich. Sony gerät in die Kritik Ihre Kundendaten nicht ausreichend zu schützen, „Anonymous – Aktivisten“ zwingen zahlreiche Server in die Knie und planen neue Angriffe und prompt tauchen auf Facebook gefährliche Schadprogramme auf, die das Leben des Internetanwenders erschweren.

Die Virenschutzsoftwareindustrie stellt immer wieder neue Produkthighlights vor, um die Gunst der Käufer zu erwerben und die Anwender vor der Vielzahl an Gefahren zu schützen. Softwaregigant Microsoft stellt kontinuierlich Sicherheitspatches zur Verfügung und stopft teils gravierende Lücken im Betriebssystem.

Der Schwarzmarkt boomt und die Sicherheitsbranche rollt. Selbst die Politik greift vermehrt ein, um das ein oder andere Problem zu entfernen. Doch bei den immer wiederkehrenden Meldungen schaltet der Mensch vor dem Computer auf „Durchzug“.

Die Hilferufe in diversen Foren sprechen für diese These. Schnell klickt der Anwender gedankenlos auf Links, Bilder und vermeintlich gutartigen Dateien und setzt sein Computersystem lahm und wird Opfer der Internetkriminalität. Verbraucherschützer werden immer wieder von hilfesuchenden Personen aufgesucht, die in Abofallen und kriminellen Machenschaften tappen.

Kommt bald der Internetführerschein?

Schäden in Milliardenhöhe verursachen Schadprogramme weltweit, sodass die Frage nach einer einheitlichen Regelung in Form eines „Internetführerscheins“ verständlich ist. Die Sensibilisierung des Anwenders und die Stärkung der Kompetenz im Umgang mit dem Medium sind förderliche Maßnahmen und Notwendigkeiten, sich bewusst vor Internetbedrohungen schützen zu können.

Ob Pflicht oder in Form einer freiwilligen Maßnahme ist die „Führerscheinidee“ sicherlich förderlich für die gesamte Websicherheit. Bereits junge „Erwachsene“ nutzen das Internet in der Freizeit, sodass ein Pflichtfach im Schulwesen sicherlich ebenfalls von Vorteil wäre.

Eins ist klar: Allein die Bereitstellung von Sicherheitslösungen wird auf Dauer nicht den gewünschten Erfolg bringen. Das bekannte Katz und Maus – Spiel der Softwareindustrie mit Cyberkriminellen wir auch zukünftig nicht abreißen. Ein Grund mehr, sich mit der Thematik Computersicherheit besser auseinander zu setzen.

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April 18 2011

Flattrs Durchbruch? – Peter Sunde zieht Resümee

Erst letztes Jahr wurde der neue Bezahldienst auf der re:publica vorgestellt und sorgte in der Bloggergemeinde für viel Wirbel. Kein Wunder, denn einen freiwilligen Bezahlsystem wie Flattr gab es bis dato nicht, sodass die Einnahmen des Bloggers einzig mit Werbeanzeigen oder komplett aus kostenpflichtigen Diensten möglich war.

Selbst hier auf yenodio.de wurde kurzerhand dem neuen Trend gefolgt und das freiwillige Bezahldienst eingebunden. Auch taz und WikiLeaks haben die Integration von Flattr vorgenommen.

Auf der diesjährigen re:publica versprach Peter Sunde zahlreiche Verbesserungen beim Micropayment-System. Gerade im deutschprachigen Raum sei die Nutzung noch in den Kinderschuhen und durchaus Potenzial nach oben zu verzeichnen. So berichten kritische Blogger durchaus von konstant niedrigen Ausschüttungen. Das soll sich zukünftig ändern. Flattr wurde aus diesem Grund nun in deutscher Sprache herausgegeben.

Auch die Nutzung in einem Twitter-Account soll seid Mai 2011 möglich sein, so berichten einige externe Quellen.

Wie funktioniert eigentlich Flattr?

Pro Monat ist ein selbst gewählter Beitrag als Guthaben aus sein Flattr – Account einzuzahlen. Besucht der Internetuser nun einen Blog und klickt auf den eingebundenen Flattr-Button, so wird der Betrag dem Blogger gutgeschrieben. Klickt der Internetuser auch auf anderen Blogs den Button zur freiwilligen Bezahlung, so wird das Guthaben an alle angeklickten Flattr Button – Betreiber in gleichen Teilen ausgeschüttet.

Die Integration in den meisten Blog und CMS Systemen ist per API möglich. Darunter WordPress, Drupal, Typo und Joomla. Auch die Forensystemen wie vBulletin und PhpBB3 kommen nicht zu kurz.

Ist Flattr nun eine Revolution oder bleibt diese doch nur eine gute Idee? Wir dürfen gespannt sein, was der schwedische Anbieter zukünftig bieten wird.

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April 16 2011

Neugierige Kinder im Internet – Chance und Risiko zugleich

Immer früher greifen Kinder auf neue Medien wie Handys und das Internet zurück, um sich mit Schulfreunden auszutauschen oder einfach nur die freie Zeit damit zu verbringen, Browserspiele zu meistern und Videoclips anzuschauen.

Doch das Medium Internet ist seid langem kein Spielplatz für Kinder oder Jugendliche. So lauern nicht nur Viren und andere üble Schadprogramme im World Wide Web, die den Computer gefährden, sondern Pädophile suchen gezielt nach jungen Websurfern, um das Vertrauen zu gewinnen und für Ihre Absichten zu missbrauchen.

Dabei gehen diese Personen immer raffinierter zu Werke und die ahnungslosen Kinder fallen schnell auf diese Maschen herein.

Schnell kommt man zum Schluss, dass Internet für die Sprösslinge komplett fern zu halten, doch unsere moderne Gesellschaft erfordert bereits im Schulalter einiges an Schreibarbeit an der Tastatur. Gänzlich lässt es sich nicht vermeiden, den Gebrauch von Computer, Handy und Internet gewähren zu lassen.

Laut aktuellen Studien sind bereits die Hälfte unserer schulpflichtigen Kinder im Internet unterwegs. Anfangs liegt das Hauptaugenmerk noch auf das Spiele spielen, Videos anzuschauen oder einfach Musik zuhören. Mit steigendem Alter werden die Interessen jedoch verlagert: Soziale Netzwerke, Chats und virtueller Austausch und Selbstdarstellung sind in der Tagesordnung an erster Stelle.

Das Internet ist fester Bestandteil für Hausaufgaben oder andere Rechercheaufgaben geworden. Chance für eine weitreichende Bildung des Kindes, doch glauben Sie wirklich, dass die Suchwörter „Hausfrauen“ oder „Hündchenstellung“ in der erfolgreichsten ( meist genutzten ) Suchmaschine der Zeit die gewünschten Inhalte für unsere Sprösslinge sind?

Wie gut, dass wir vermehrt auf spezielle Softwareprodukte zurückgreifen können. So gibt es bereits zahlreiche Möglichkeiten, das Internetmedium kindgerecht einzugrenzen. Die Nutzung dieser Filtersysteme und technischen Tools macht durchaus Sinn. Erst kürzlich wurde auf der Cebit ein neues Produkt vorgestellt: dolphinsecure von der Firma Dolphin Media Germany AG aus Berlin.

Die Innovation liegt dabei in einem speziellen Anmeldeverfahren für Kinder, dass mit Hilfe eines Fingerabdruckscanners realisiert wird. So wird sichergestellt, dass in der „Kindergemeinde“ erwachsene Personen ausgeschlossen werden. Die Filtersoftware ruft dabei stets nur geprüfte und kindgerechte Inhalte auf oder Inhalte, die von den Eltern genehmigt worden sind. Hierfür gibt es einen speziellen passwortgeschützten Bereich für Eltern.

Mit Dolphin Secure lernen Kinder surfen – und das mit Sicherheit, so verspricht uns der Hersteller. Wir dürfen gespannt sein, welche interessanten Neuerungen uns noch erwarten.

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March 30 2011

Facebook: Start von „Questions“

Facebook beendete kürzlich die Beta-Phase seines neuen Features „Questions“. Damit kann dieses jetzt weltweit von immer mehr Usern genutzt werden. In Deutschland heißt die neue Funktion schlicht „Fragen“.

Die Funktionalität ist dabei ähnlich der von Frage-Antwort-Portalen im Internet, jedoch stärker auf das Netzwerk von Freunden bei Facebook ausgerichtet. So können die Nutzer über Questions gezielt Fragen an die Mitglieder ihres Freundeskreises stellen, voreingestellt ist aber die Sichtbarkeit für alle Nutzer. Diese können dann entweder selbst Antwort geben oder aber auf Antworten anderer verweisen, wozu ein einfacher Klick auf die gewünschte Antwort ausreichend ist.

Die Frage kann optional auch Kontakten der Freunde zugekommen lassen werden. Die Antworten dieser werden dann gefiltert und an den Fragesteller weitergeleitet. Auf Wunsch können aber auch alle Antworten angesehen werden. Hinzu kommt, dass von Facebook automatisch populäre Antworten eingeblendet werden. Außerdem kann man seine Fragen auch nach Themen taggen, um eine möglichst große Zahl zu Thema passender Antworten zu erhalten. Wenn man nun zum Beispiel nach Organisationen sucht, an die man spenden will, können von Freunden Empfehlungen abgegeben werden, die auch entsprechende Facebook-Seiten beinhalten, falls vorhanden. Nutzer können unter ihren Freunden auch kleine Umfragen veranstalten. Diese können zum Beispiel zum Inhalt haben, welcher Kinofilm derzeit der empfehlenswerteste ist. Auch können Fotos an Fragen und Umfragen und bei Umfragen eine Umfragebox angehängt werden.

Wieviel Erfolg Questions beschert sein wird, bleibt abzuwarten. Konkurrenz hat das neue Facebook-Feature allemal: Zum einen von Yahoo! Clever, zum anderen auch von Aardvark, einer sozialen Suchmaschine, die mittlerweile zu Google gehört.

 

 

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March 10 2011

Microsoft will den IE6 loswerden.

Im Bereich des Webdesigns bzw. Webentwicklung im Allgemeinen gibt es viele Ansätze bei der Entwicklung dem Design, über Code Patterns, Usability und Webstandards. Aber wenn es eine Meinung innerhalb der Szene gibt, dann doch die, dass der IE6 einfach nur grausam ist.

Wer schonmal versucht hat, ein Design in eine Webseite umzuwandeln, wird wissen was ich meine. Man entwickelt erstmal vielleicht mit dem Firefox, da man hier auf die großartige Unterstützung von Firebug zurückgreifen kann. Und so fängt man an die Elemente nach und nach zu positionieren. Dann ruft man die Seite auf: Firefox: Ok, Opera: Ok, Safari: Ok, IE 6: Autsch.
Sah man die Elemente im Firefox noch schön aneinander gereiht, erst der Header dann der Body, sieht man nun den Header irgendwo links unten während sich der Body mal dezent um 150px nach rechts verschoben hat.
Denn man hat mit allem gerechnet, nur nicht der Renderengine des IE6, die ganz eigenen Regeln folgte. Dies brachte dem Internet Explorer 6 keinen guten Ruf ein. Das er zusätzlich noch verflucht wird ist dann dem Erfolg von Windows XP geschuldet, wo der IE 6 standardmäßig vorinstalliert war.
Und war man mit dem Design fertig und dachte sich, dass doch so ein bisschen AJAX auf der Seite sich auch gut machen würde, wurde man gleich wieder an den blauen Unruhestifter erinnert. Denn diesmal durfte man gleich drei Browserszenarien erwarten: eine AJAX – Objekt für aktuelle Browser, dann für den IE5.5 und älter sowie für den IE6 und neuer.

Wenn man diese Vorgeschichte kennt, dann weiß man, warum es „Anti – IE6“ – CSS Codes gab. Diese wiederum waren dadurch motiviert, dass Google anfing den IE6 aus seinen Webapps mit einer Meldung auszusperren. Wer einen Service von Google nutzen wollte und dies mit dem IE6 vorhatte, der bekam nur eine Meldung, dass der IE6 veraltet sei und mit der Webapp nicht funktionieren würde. Eine erfrischende Ehrlichkeit gegenüber dem Dogma doch immer für alle Browser Webapps zu designen und zu programmieren. Google brach damals mit der Überzeugung für alle Browser zu designen und konzipieren und stundenlang irgendwelche CSS – Hacks zu finden, sodass auch noch der Browser von vor 14 Jahren alles korrekt anzeigt. Könnte ja sein, dass einer unter tausenden Usern mit dem noch browst.

Und nun ist auch Microsoft der Überzeugung: es reicht. So hat Microsoft vor einiger Zeit die Webseite www.ie6countdown.com ins Leben gerufen. Auf dieser wird allen geraten, doch auf einen neueren Browser umzusteigen bzw. motiviert auch andere dazu zu bringen umzusteigen.
Auch mit Statistiken wird nicht gegeizt. So benutzen weltweit noch 12% der Internetbenutzer den Internet Explorer. Die meisten davon in den asiatischen Ländern. So sind es 34,5% in China, kanppe 25% in Südkorea, 12% in Indien sowie um die 10% Prozent in Japan, Vietnam und Taiwan. Die Zahlen bezieht Microsoft von NetApps.com.

Und somit bricht Microsoft mit seinem Image als starrer, mittlerweile innovationsarmer Konzern ein wenig und nimmt sich selbst nicht so ernst. Zugegeben, man hätte dem IE6 zu seinem 10. Geburtstag ein besseres Geschenk machen können, aber andererseits ist es nun einmal Zeit sich der Zukunft hinzuwenden. Und in der Zukunft hat der IE6 nicht mehr allzu viel verloren. Dafür sind 10 Jahre einfach zu viel.
Man kann nur hoffen, dass dies auch als Zeichen Microsofts zu verstehen ist, sich künftig mehr den Webstandards des W3C zuzuwenden, als ständig seine eigen Suppe kochen zu wollen, um dann am Ende mit mehreren Fixes und Patches dann doch wieder beim beschlossenen, allgemeinen Standard zu landen.

January 24 2011

Dann halt ohne Groupon: Google Offers

Vor nicht allzu langer Zeit war Google noch rege daran interessiert, Groupon zu kaufen. Groupon wiederum dürfte einigen bekannt sein: Groupon ist ein Unternehmen welches Gutscheine über das Internet vermarktet und dem User – über auf Webseiten eingebundene Werbung – anbietet.
Dabei wird anhand der IP – Adresse bzw. des Gateways herausgefunden, von wo der User ca. kommt, woraufhin ihm Angebote aus seiner Stadt angezeigt werden.
Die Bandbreite der Angebote ist groß und die angebotenen Rabatte ebenso. Ein relativ einfaches Konzept, welches aber eine durchschlagenden Erfolg zu haben scheint. Zumindest für Groupon. Denn die konnten sich es immerhin leisten das Angebot Googles über 6 Milliarden Dollar auszuschließen.

Das Unternehmen scheint sich seines Wertes bewusst und bereitet sich dementsprechend – immer wieder auftauchenden Gerüchten zufolge – auf einen Börsengang vor, bei dem es mindestens 15 Milliarden Dollar aufnehmen will. Dies ist eine durchaus realistische Summe, scheint man doch wieder etwas optimistischer zu sein, wenn es um die Bewertung von Internetunternehmen geht. Denn Facebook, Groupon und Co. erhalten momentan Unternehmensbewertungen im Milliardenbereich. Die “.com” – Blase lässt grüßen. Sehr zu Beunruhigung der amerikanischen Börsenaufsicht.
Doch Google, dem man durch die Entlassung Eric Schmidts eine Rückkehr zur Startup – Kultur nachsagt, lässt sich davon nicht zurückwerfen und arbeitet demnach mit Hochdruck an “Google Offers”, wie mashable berichtet. Das Prinzip ist dem von Groupon gleich und basiert auf lokaler Werbung bzw. Rabattaktionen, die Google Provisionen und den werbenden Unternehmen neue Kunden bringt.

Es dürfte sich wohl ein spannender Wettkampf entwickeln, da beide Konkurrenten in etwa gleich auf ist. Groupon ist einerseits länger im Geschäft, ist dementsprechend gut vernetzt mit den Unternehmen und bei den Nutzern entsprechend akzeptiert, doch Google wiederum kann auf seine Dominanz im Suchmaschinengeschäft setzen und besitzt mit Google AdSense und AdWords zwei mächtige Waffen im Kampf um Reichweite.
Weiterhin bindet Google bei seinen Angeboten alle Möglichkeiten des Sharens an. Sei es klassisch per Email oder über Facebook oder über Twitter und was man sonst noch so nutzen kann, um anderen Menschen mitzuteilen, was man grade im Internet gefunden hat. Web2.0 as usual.

Man darf also gespannt sein, wie sich dieser Zweikampf entwickeln wird und ob es die richtige Entscheidung war, sich nicht von Google aufkaufen zu lassen.

December 31 2010

Skype – Ausfall nun geklärt

Einigen wie auch mir wird es ähnlich gegangen sein, wer sich um den 22. Dezember einloggen wollte, konnte entweder ewig auf die Loginserver warten oder kam erst gar nicht soweit: ein großer Teil des Skype – Netzwerkes war ausgefallen. Wer sich doch einloggen konnte, war noch nicht über dem Berg. Entweder wurde man selbst oder die Kontaktliste als offline angezeigt. Und war selbst das Problem zeitweise überwunden, konnte man das Telefonieren vergessen. Die Gründe dafür sind nun bekannt.

Sie werden im CIO – Blog von Skype nun genau erläutert. Problematisch war das ein Cluster von Servern, die für die Vermittlung von Offline – Nachrichten zuständig sind, welche die Nachrichten nicht mehr ordnungsgemäß übertragen konnten, was wiederum dazu führte, dass Windows – Clients mit der Version 5.0.0125 abstürzten. Pech für Skype: 50% der Skype – Teilnehmer besaßen diese Version. Somit fielen 25 – 30% öffentlichen Supernodes aus, was zu einer erhöhten Belastung der restlichen Supernodes führte. Diese wurde nicht nur überlastet, ein eingebauter Schutz griff ein, was zu einem Abschotten der Supernodes führte, was dann in einen Teufelskreis führte. Die Supernodes, die online waren, wurden stärker belastet, woraufhin diese sich wiederum abschotteten und infolgedessen die danach noch übrigen Supernodes eine noch stärkere Last hatten und sich abschotteten usw. usf.
Die Supernodes sind deswegen so wichtig für das Skype – Netzwerk, da sie wiederum wie eine Art Telefonbuch agieren und verbindenden Skype – Clients mitteilen, unter welcher Adresse sich die Zielclients befinden. Dabei ist jeder Skype – Client auch zum Teil ein Supernode. Fallen diese Server aus, wissen die einzelnen Clients nicht mehr, wo sich sich finden sollen.
Leider ist es auch mit einem einfachen Neustart des Supernodes nicht getan. Es brauch erst wieder eine Zeit bis der Supernode im Netzwerk registriert ist.

Unglücklicherweise ereignete sich der Crash des Server – Cluster kurz vor den Spitzenzeiten im Skype – Netzwerk. Noch viel schlimmer für Skype war dann noch, dass sich die grade abgestürzten Windows – Clients wieder einloggen wollten und den Effekt noch verstärkten.

Abhilfe schuf dann Skype wenige Zeit später, indem sogenannte “Mega – Supernodes” aufgesetzt wurden, die dann die Aufgabe der ausgefallenen Supernodes übernahmen. Ein erster Versuch schlug aufgrund der massiven Überlastung des Netzwerkes fehl, konnte aber mit einem zweiten Nachrüsten stabilisiert werden.

Skype möchte dies nun künftig ändern, indem sie überlegen auf Updates hinzuweisen oder gar einen Auto – Updater in Skype zu integrieren und die Infrastruktur zu stützen und Server einzusetzen, die auf solche Situationen vorbereitet sind.

December 16 2010

Trafficgenerierung durch Interviews

Blogs, Webseiten und jede andere Art von Webprojekt braucht langfristig Internetbesucher, um auf Dauer im World Wide Web vertreten zu bleiben. Was nützt das schönste Projekt, wenn es nicht beachtet wird? Wenn unter zahlreichen Homepages die Eigene einfach bei dem Informationsangebot untergeht? Wenn Internetanwender nicht wissen, dass es Sie gibt?

Es gibt zahlreiche Ideen und Strategien, die durch Webseitenbetreiber angestrebt und durchgeführt werden. Teures Geld wird dabei in Suchmaschinenoptimierung und Google AdWords Werbung ausgegeben. Das macht einerseits auch Sinn, doch die Vielzahl an „Werbemöglichkeiten“ ist enorm und das Budget meist klein.

Unter den Marketingmaßnahmen finden sich auch einige mehr oder minder kostenlose Varianten, um sich entsprechend in der Internetgemeinde zu positionieren. Eine gelungene Idee ist die Durchführung eines Interviews.

Ein Interview kann dabei individuell gestaltet werden als Text oder Ton / Video und offeriert eine persönliche Note. Solche Interviews sind gerne gesehen, da wir den Menschen „Hinter dem Projekt“ besser verstehen lernen. Die Vorstellung der Webseite und die Idee dahinter macht es für den Webseitenbetreiber leicht, neue Trafficströme aufzubauen und Interessenten zu gewinnen.

Um einen entsprechenden Interviewer zu finden, bedarf es keinerlei Hexenkunst. Bereits einige Seitenbetreiber haben sich auf die Durchführung solcher Dialogfragen spezialisiert und setzen diese ins Web.

Sofern Interviews nicht zu „plakativ“ auf das eigentliche Projekt verweisen und die Informationen im Vordergrund stehen, so entsteht für beide Partner eine WIN-to-WIN Situation. Der Interviewer hat frischen und knackigen Content, den er frei auf seiner Webseite platzieren kann und der Befragte profitiert von einer Bekanntheitssteigerung und einer „Linkempfehlung“.

Mit folgenden Anbietern ist ein Interview bereits schon in wenigen Tagen online:

Interview Blog – http://www.interview-blog.de/

Nach dem Motto Persönlichkeiten, Firmen und Helden des Alltags haben sich hier schon zahlreiche Personen sich auf der Homepage verewigt. Start-ups werden ausdrücklich ermutigt, Kontakt mit dem Betreiber aufzunehmen.

Whohub – http://www.whohub.com/

Dieses Projekt ist in mehreren Sprachen verfügbar. Das Interview lässt sich individuell selbst zusammenstellen und eine spätere Nachbearbeitung ist möglich. Hierzu erhält man einen Benutzerzugang mit Kennwort. Das Interview und der Zugang ist kostenfrei.

Blogger antworten – http://blogger-antworten.com/

In regelmäßigen Abständen werden hier einige Interviews geführt, die Leute wie Du und ich sich präsentieren dürfen. Die Kontaktaufnahme per E-Mail reicht mit Angabe der Domain aus um nach dem „Feel free, to mail me“ – Motto nachzukommen.

December 13 2010

Angelesen: Sichere Webanwendungen – Das Praxishandbuch

Ich liebe das Entwickeln. Vor allem, wenn es sich um Webanwendungen in PHP handelt. PHP ist klasse. Es ist leicht zu lernen, hat einen großen Funktionsumfang, mit dem sich die meisten vorstellbaren Aufgaben erledigen lassen. Leicht beherrsch- und auch recht schnell lernbar.
Doch wie alles im Leben hat PHP auch eine andere Seite. Denn das Konzept der Einfachheit geht auf Kosten der Sicherheit. Schnell ist ein Skript geschrieben, welches Dateien hochladen kann oder womit man Daten in einer Datenbank einfügt und abruft. Und genauso schnell, wenn nicht schneller, ist auch eine Sicherheitslücke drin. Die möglichen Angriffszenarien sind vielfältig und reichen von XSS, CSRF, RFI, LFI bis hin zur SQL – Injection.
Für den Laien reichlich kryptische Begriffe, für denjenigen, der sich schon mal mit der Sicherheit von Webapplikationen beschäftigt hat, ein etwas vorstellbarerer Begriff. Ich zähle mich eher zu den letztgenannten Menschen. Über Sicherheitslücken in Webanwendungen hatte ich hier und da schon mal gelesen, aber richtig tiefgehendes Wissen besaß ich bisher nicht. Deshalb griff ich auch gleich zu, als ich dieses Buch in der Unibibliothek zufällig sah.
Meine Befürchtungen waren, dass mich jetzt sehr trockener Stoff erwarten würde, teils vielleicht tiefgehend theoretisch und folglich schwer vorstellbar. Aber das Buch hält, was es verspricht: es ist ein Praxishandbuch. Und somit werden ausführlich aber nicht zu praxisfremd die verschiedenen Aspekte der Websicherheit erklärt. Jederzeit haben die Autoren die Praxis im Blick. So wird nicht nur erklärt, wie Sicherheitslücken entstehen, sondern auch, was für eine Auswirkung ein Angriff über solche Lücken haben kann. Grade Leuten wie mir, die Cross Site Scripting (kurz: XSS) für harmlose Spielereien gehalten haben, wird der Respekt vor solch scheinbar harmlosen Sicherheitslücken neu gelehrt. Denn was mit dem Erzeugen einer Alarmbox per eingeschleusten JavaScript anfängt, kann schnell in einem – ebenfalls per JavaScript eingeschleusten – falschen Loginbereich enden, der Logindaten auf der Originalseite abphisht. Und das ist nur ein Kapitel des Buches.
Weiter wird die Absicherung von Datenbankzugriffen beleuchtet und einem nahegelegt, warum Formulare immer in vielerlei Hinsicht kontrolliert werden sollten.
Und wer sich schon immer gefragt hat, was Charsets sind bzw. warum ausgerechnet die ein riesiges Sicherheitsproblem darstellen können, sollte spätestens jetzt zu diesem Buch greifen.
Kurzum: enttäuscht wird man von diesem Buch definitiv nicht. Denn das Buch geht auch jenseits der vielen Standardtipps zur Absicherung von Webanwendungen, die man im Internet zuhauf findet. Denn nicht immer reicht es, die gängigen Funktionen wie “html_special_chars()”, “html_entities()” und “strip_tags()” zu nutzen wie häufig im Internet erklärt wird. Schnell können diese Funktionen genutzt werden, um sich bösartigen Code von diesen Funktionen zusammensetzen und ausführen zu lassen. Grundsätzlich werden die meisten gängigsten Abwehrmechanismen genauer beleuchtet und meist kommt dabei wenig gutes zum Vorschein.
Die Autoren werfen also nicht nur ein paar Begriffe in den Raum und schlagen halbherzig irgendwelche Funktionen vor. Stattdessen fordern sie den Leser selber auf, sich Gedanken zu machen, wie man an welchen Stellen im Code am sinnvollsten vorgeht bzw. was das sinnvollste Verfahren zur Validierung und Absicherung von User-eingaben ist.
Das Buch selbst ist dabei halb-modular aufgebaut. So gehen die Kapitel sukzessive tiefer in die Materie ein und stellen den Fokus mit der Zeit immer mehr auf die konkrete Praxis. Wer allerdings weniger geduldig ist, kann auch gleich in die Kapitel direkt einsteigen. Meist wird einem die Problematik kurz erklärt – eventuell auf tiefergehende Kapitel verwiesen – und dann am konkreten Beispiel aufgezeigt. Die Texte selbst sind interessant und angenehm lesbar geschrieben und enthalten zahlreiche weitergehende Links. Nie kommt man wirklich ins Stocken und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Dies ist zwar nicht immer so – stellenweise gerät das Kapitel über Charsets dann doch einen Tick zu trocken – langweilig wird es aber nie.
Wer vom Buch allerdings erwartet danach der Überhacker zu sein, der Webseiten binnen von Minuten knackt, wird schwer enttäuscht. Erstmal ist das nicht die Zielgruppe der Autoren. Das sind nämlich Webentwickler, die sichere Anwendungen schreiben wollen, die dazu noch eine hohe Usability aufweisen, sodass dem User nicht tausend Steine beim Bedienen der Seite in den Weg gelegt werden.
Als nächstes ist es vor allem die unsichere Rechtslage in Deutschland – genannt sei hier der “Hackerparagraf” §202 – die ein tieferes, konkreteres Aufzeigen von Sicherheitslücken unmöglich macht. Aber das muss das Buch auch nicht. So wie es aktuell im Buch umgesetzt wurde reicht es auch vollkommen, damit man immer weiß, warum bzw. wie genau eine Sicherheitslücke funktioniert.
Wer also Webanwendungen verantwortungsvoll und benutzerfreundlich umsetzen will und/oder sich für das Thema “Websicherheit” schon immer interessiert hat, wird mit dem Buch seine wahre Freude haben bzw. nicht enttäuscht werden. Umfangreich aber nicht zu tiefgehend werden alle wichtigen Sicherheitsaspekte einer Webanwendung beschrieben. Auch muss man keine Angst haben mit abstraktem Wissen allein gelassen zu werden. So ziemlich immer werden die Thematiken anhand von PHP – Code aufgezeigt. Nie hat man das Gefühl nicht zu wissen, warum die Autoren sich jetzt diesem oder jenem Sicherheitsaspekt verschrieben haben. Und auch Befürchtungen, man würde ja nur Tipps zusammentragen, die man überall im Internet finden kann, können getrost beiseite gelegt werden. Diese werden eher kritisch hinterfragt, als blindlings als ultima ratio empfohlen zu werden.
Für mich zählt dieses Buch zur Grundlektüre, wenn es darum geht, Webanwendungen sicher, stabil und – vor allen Dingen – professionell zu schreiben und daher möchte ich es auch allen, die mit Webentwicklung zu tun haben und mit der Sicherheit eben jener noch nicht so stark vertraut sind, ans Herz legen.

Eine Leseprobe findet ihr hier.

December 11 2010

Wie im Kino – Fall Wikileaks

Es würde mich nicht wundern, wenn Ihr bereits einige Beiträge zu dem Fall Wikileaks gelesen habt. Da bringt eine Non – Profit Organisation Unmengen an Informationen in die Hände von Journalisten und wie ein Lauffeuer verbreiten sich zahlreiche „Fakten“ über „geheime Dokumente“ in der Öffentlichkeit. Unangenehme Wahrheiten oder einfach nur Gerüchte, die für uns Normalbürger eigentlich nicht angedacht sind.

Doch der Gebrauch von Pressefreiheit und die Pionierarbeit von Wikileaks teilt unsere Gesellschaft momentan in zwei Teile.

So ist es kein Wunder, dass Wikileaks nicht nur auf Sympatisten stößt, sondern auch mit heftiger Gegenwehr konfrontiert wird. Da wird der Gründer Julian Assange in London verhaftet, Server von Wikileaks aus dem Internet verbannt und zahlreiche Hacker aktiv.

Die Aktivistengruppe “Anonymous” als „verborgene Kämpfer der Internetzensur“ kündigten DDos – Attacken auf Unternehmenswebseiten an, die Wikileaks zu sabotieren versucht hatten. Als Ziele sind unter Anderem Ebay-Tochterunternehmen Paypal, Amazon und Moneybookers bekannt.

Dabei seien erhebliche Probleme in den Regionen Japan, Südafrika und Deutschland aufgetreten, so laut des Monitoring-Service WatchMouse.com.

Wie im Kino: „Fall Wikileaks“ so könnte der nächste mehrteilige Thriller heißen, denn der aktuelle Rummel bringt die „Internetordnung“ gewaltig ins Trudeln. So verhaften niederländische Polizisten einen vermeintlichen Pro-Wikileaks-Hacker im Alter von 16 Jahren, die Staatsgewalt wird von Netzattacken ausgesetzt und ein „Krieg“ herrscht im High-Speed-Kanal des Internet mit unbekanntem Ende.

Die Reaktionsfreudigkeit der technisch visierten Hackergemeinde und Script Kiddies – Anhänger zeigen letztendlich deutlich, wie einfach solche Angriffe durchgeführt werden können und die „Entführung“ von Wikileaks auf Mirror-Servern macht eine Zensur chancenlos.

November 30 2010

Safer Internet Day 2011: Termin steht fest

Das Internet ist mit seinen Möglichkeiten grenzenlos und faszinierend, dass wissen auch Menschen mit böswilligen Absichten. Spielend leicht ist es für sogenannte Cracker, Spammer und anderen Cyberkriminellen geworden um an sensible Daten wie Kennwörtern oder TAN-Nummern zu kommen.

Vielleicht ist es auch die Naivität der Internetsurfer, das sie „sorgenlos“ im Internet surfen könnten. Das es nicht so ist, wie wir uns das so vorstellen, wird uns immer wieder bei entsprechenden Hilfeanfragen in Foren und Communities bewusst. Die aktuellen Medienberichte zeigen die Problemchen des Internetalltags ebenfalls auf.

Experte Erwin Markowsky warnte diesbezüglich bereits sehr eindrucksvoll in seinem Vortrag vor den Gefahren des Mediums.

Der regelmäßig stattfindende „Safer Internet Day“ ist terminlich auf dem 08. Februar 2011 gelegt worden und verhilft uns Otto-Normal-Usern eine Bewusstseinserweiterung im sicheren Umgang mit dem Web. Die Sensibilisierung auf die Gefahren wird auf Seminaren, Infoveranstaltungen und anderen Aktionen verdeutlicht.

Der Aufruf an Unternehmen, Initiativen und Schulen, sich am Safer Internet Day zu beteiligen, macht die Wichtigkeit dieser Angelegenheit deutlich. Zu viele Jugendliche gehen noch immer mit dem Internetmedium sorglos um.

Auch die Bereiche Handy´s und Spielsucht werden thematisiert, denn das Motto der diesjährigen Aktion rund um den Globus heißt: It´s more than a game, it´s your life!

Allen Anwendern und Computernutzern empfiehlt es sich, die Bereitschaft und Mehrarbeit der Veranstalter zu würdigen, indem eine rege Beteiligung an diesen Aktionen stattfindet.

Die Informationen und der daraus resultierende Nutzen stehen in keinem Verhältnis mit einem eventuellen Schaden, der durch eine unachtsame Handlung der Sorglosigkeit passiert.

P.S.: Nach meinem Motto: Sicherheit ist „Einstellungssache“ stellt sich letztlich mir die Frage, inwiefern die Notwendigkeit im Bewusstsein der Menschen verankert ist.

November 09 2010

RockMelt – Der soziale Browser

Wenn ein Hype geschnürt wird, dann steigen auch die Erwartungen. Und ein Hype findet definitv statt. Nicht weniger als „Your World Built into Your Browser“ verspricht das Weblog der Macher von RockMelt.

Seit ein paar Tagen bietet RockMelt interessierten Nutzern an, sich via Facebook Connect für die Beta zu registrieren und noch vor dem öffentlichen Start einen Blick auf den neuen Browser zu werfen. Ohnehin spielt Facebook die Hauptrolle bei RockMelt: Der Browser bindet Chat, sowie Statusupdates direkt in das Ui ein. Aber auch andere Dienste werden dabei durchaus nicht vernachlässigt. So findet sich gleich nach dem ersten Start auch ein Twitter Button auf der Application List, in RockMelt als „Edge“ bezeichnet. Außerdem durchforstet der Browser den Verlauf (der sich zum Beispiel aus Safari einbinden lässt) nach Websites und bietet an, den entsprechenden Feed ebenfalls in Edge einzubinden.

RockMelt setzt wie Chrome auf Chromium als Unterbau, was aufgrund der gut gepflegten Entwicklung und häufigen Updates keine große Überraschung ist.

Anders, als die mittlerweile stagnierende Entwicklung von Flock, vermittelt RockMelt schon im ersten Anlauf deutlich mehr Potential und Charme. Die Zeit und die weitere Entwicklung wird zeigen, ob die hohen Erwartungen erfüllt werden können.

All Apps & Feeds Facebook — News Feed1 RockMelt — Neuer Tab RockMelt

October 08 2010

Tschüß Hermann – Internetmarketer stellt Videoblog ein

Am Existenzminimum befindet man sich häufig mit Hartz 4, doch wer gezielt die Träume des Internetbloggers Hermanns auf der Webseite Hartz5.info gewissenhaft verfolgt hat, erzielt mit den dort befindlichen Tipps und fachlichen Informationen sicherlich den einen oder anderen Euro.

Hermann ist selbsternannter Hartz5 – Beauftragter und stellt in seinem privaten Blog zahlreiche Videobeiträge zum Thema „Geld verdienen im Internet“ vor. Er greift dabei stets auf fachliche Beiträge zurück und präsentiert diese mit seiner persönlichen Art und Weise.

Offen spricht er dabei auf sympathische Art die Belange eines Infomarketers an. Wie und vor allem Wo bekommt man den erforderlichen Traffic, um sein Internetbusiness erfolgreich zu bewältigen? Welche „Marketingstandards“ sind aktuell sinnvoll? Dabei schaut er durchaus über den „Tellerrand“ und tauscht sich mit anderen in seiner Branche aus.

Nach dem Motto „Das will ich auch“ hat Hermann als eigentlich gelernter Techniker aus Dortmunt bereits eine große Stammlesergemeinschaft aufgebaut und ist ein gern gesehener Mensch, der fröhlich die Welt erkundet.

Wie in seinem aktuellen Artikel geschrieben ist, wird Hermann seine Aktivität auf dem Hartz5 – Blog einstellen. Seine Begründung sei die zeitliche Investition, die er nicht mehr stemmen kann oder möchte. Auf dramatische Weise verabschiedet sich Hermann nun von seiner treuen „Gemeinde“.

Die Reaktionen sind Enttäuschung und Traurigkeit zugleich, sodass sich innerhalb kürzester Zeit bereits schon zahlreiche Kommentare ansammelten. Zwar sind die Gründe nachvollziehbar und verständlich, doch der Internetgemeinde geht ein kultiger Autor verloren.

Der Verlust Hermanns und die entstandene Lücke werden schwerlich zu schließen sein.

Was letztlich mit dem Blog passieren wird, darüber wurde kein Wort verloren. Wir dürfen hoffen, dass dieser noch lange im Netz veröffentlicht und durch Gastbeiträge am Leben bleibt.

September 29 2010

Deutsche Internetmarketer auf Erfolgsspur

Automatisch im Internet Geld verdienen und seinen Lebensstandart finanzieren, dass ist der große Traum zahlreicher Internetanwender. Das dies durchaus gelingen kann, dass zeigten bereits zahlreiche Internetmarketer mit eindrucksvollen Projekten aus USA.

Auch hierzulande kommt der „Markt“ nun letztlich in Schwung. Tobias Knoof ist erfolgreicher Unternehmer in der Internetbranche und berichtete in seinem Blog über die außergewöhnliche Liga des Webmarketings. Hierbei handelt es sich nicht um das „Wunder von Bern“, sondern um ein Treffen der erfolgreichsten Entrepreneurs des „Geldverdienens“ in Berlin. Grund hierfür war der Austausch von Wissen, Aufbau von Kooperationen und somit schlechthin die Schaffung einer neuen Win-To-Win Situation. Zahlreiche Diskussionen und Gespräche der anderen Art in geselliger Runde zu einem professionellen und seriösen Infobusiness, so wird uns der Insidertreffen öffentlich präsentiert.

„Die Infobranche ist weiter auf Wachstumskurs“, dass spiegelt auch die Vernetzung der Marketer wieder, die sich mit dem Internet auseinandersetzen. Herr Knoof als Vorreiter und Initiator hier in Deutschland gibt dabei sein Wissen über Trafficorganisation, Onlinemarketing und Infoprodukte fachgerecht und verständlich aufbereitet der Leserschaft auf seiner Webseite kostenfrei zur Verfügung.

Dabei greift er souverän die Knackpunkte auf, die wirklich interessieren. Suchmaschinenoptimierung, Contenterstellung und Webseitenerstellung sind nur vereinzelte Schwerpunkte, die er öffentlich offeriert.

Die meist genutzte Open Source – Lösung scheint dabei die leistungsfähige Blogsoftware WordPress zu sein, die durch eine breite Maße an Zusatzfunktionen und separaten Modulen glänzt. Die Erstellung komplexer Webseiten ist durchaus möglich. Scheinbar ein Geheimtipp für angehende Internetmarketer.

Ein stabiles Fundament wurde von den Pionieren Heiko Häusler, Daniel Dirks, Mario Schneider und Tobias Knoof unter den .de – Domainen  geschaffen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die endlose Pyramide des Webmarketings steht.

September 12 2010

E-Mailwurm aktiv – Schilde hoch

Malwareaktivität: Wie von offizieller Seite bestätigt wurde, ist derzeit wieder ein Schadprogramm in Form eines Computerwurms unterwegs.

“Altbewährtes hält besser”, so muss der Virenautor gedacht haben, als seine Hände mit flinken Tastaturanschlägen den gefährlichen Code geschrieben hat. Warum sonst hätte Dieser eine Verbreitungsvariante gewählt, die als “klassisch” zu bezeichnen ist. Per E-Mail und Sex Sells sind die Fangmethoden des Programmierers klar zu verstehen, die zwar im Zeitalter von Web 2.0 etwas veraltet wirken, doch weiterhin wirkungsvoll funktioniert.

Wie jeder Computerwurm verbreitet sich auch dieser nach der Installation automatisch über E-Mail und Messanger um die potenziellen Opfer mit der Nachricht „Here you Have“ zu versorgen. Klickt nun ein ahnungsloser Websurfer den Link um sich die vermeintlichen Informationen oder Videos anzusehen, so wird der Wurm heruntergeladen und verselbständigt sich.

Die meisten Virenschutzlösungen haben bereits entsprechende Updates bereitgestellt, um wirksam gegen dieser Gefahr entgegen zu treten. Der Computeranwender selbst muss seine lokale Virenschutzsoftware nur noch auf den aktuellen Stand bringen, sofern diese nicht – wie empfohlen – automatisch installiert wird.

Sofern sich dieser Wurm bereits in das System eingenistet hat, kann nur eine Neuaufsetzung des Betriebssystems die Antwort sein. Ein Backdoor und die Manipulation des Virenschutzes sind weitere Bestandteile dieses „Here you Have“-Wurms.

Grundsätzlich wird empfohlen, keine unbekannten E-Mails zu öffnen und Betriebssysteme wie auch Software stets aktuell zu halten und „Köpfchen“ einzusetzen.

Betroffen sind vor allem die Systeme Windows 2000, Windows Server 2003, Vista und XP, die wieder im Fadenkreuz und der öffentlichen Kritik stehen.

September 06 2010

Warum es bei Facebook nicht Ping macht

Vor kurzem startete ja Apples Ping, eine Art Facebook für Musik. iTunes werden Ping bereits kennen und der Dienst konnte binnen kurzer Zeit über 1 Million Benutzer für sich gewinnen. Einmal angemeldet kann man dort nach seinen Lieblingskünstlern suchen, ihnen folgen, ihre Statusmeldungen lesen und Musikempfehlungen nachgehen. Natürlich kann man sich auch dort mit einander befreunden, sich gegenseitig Musik empfehlen oder auch einfach anderen zeigen, was man momentan hört.
“Freunde” ist ein gutes Stichwort, denn andere Anwendungen, wie bspw. Ping, können über die Facebook – API die Facebook – Freunde des jeweiligen Nutzers suchen lassen. Der Zugriff auf diese API ist für gewöhnlich ohne weiteres möglich. Es sei denn, die Anwendung, die auf die API zugreifen will, würde für die Server von Facebook eine hohe Belastung bedeuten. Diese Gefahr sah wohl Facebook bei den 1 Million Ping – Nutzern und sperrte den Zugriff von Ping auf Facebook.

In solchen Fällen müssen erst genaue Abmachungen mit Facebook getroffen werden, weshalb sich nun wohl Facebook und Apple an einen Tisch setzen, um eine Abmachung über die Zugriffe bzw. den Umgang mit der kommenden Serverbelastung zu treffen.
Nur jene Verhandlungen verliefen bisher eher zäh bzw. waren für Apple bisher nicht akzeptabel. Daraufhin beschloss Apple, die API trotzdem zu nutzen, was wiederum Facebook sauer aufstieß.

Bis dahin können Ping – Nutzer ihre Freunde nur über Email einladen, wobei sich viele iTunes – Nutzer wohl von alleine bei Ping anmelden werden, weshalb wohl die fehlende Möglichkeit Freunde über Facebook einladen zu können, wohl verschmerzbar sein dürfte.
Gespannt dürfte man sein, was wohl aus Ping wird. Sicherlich eine zwar nicht neue aber eine sehr rechtzeitige Idee, die das aufkommende Social Shopping sehr populär machen könnte. Und auch für Apple dürfte wohl noch ein wenig mehr Geld in die Kassen kommen. Mashable dagegen bezeichnet Ping sogar als letzten Nagel im Sarg von Myspace, welches sich ja schon seit einiger Zeit auf einem absteigendem Ast befindet.
Man darf gespannt sein. Hat vielleicht einer von euch schon Erfahrungen mit Ping? Was haltet ihr grundsätzlich von diesem “Facebook für Musik”?

September 01 2010

Der grüne Facebook – Daumen

Social Media lässt sich auf zwei Dinge minimieren: zum einen ist Social Media ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft geworden und zum anderen war Social Media immer ein Auslöser für spektakuläre oder ungewöhnliche Aktionen.
So auch dieses Mal. Bashkim Isai, Designer hat im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Universität von Queensland in Australien ein außergewöhnliches Projekt ins Leben gerufen. Er erschuf die Meet Plant. Die Meet Plant ist keine gewöhnliche Pflanze. Sie speist sich zwar wie andere Pflanzen auch von Wasser und Nährstoffen, allerdings ist das Besondere nicht, was sie braucht, sondern wie sie es bekommt. Denn, ob und wie viel Zuwendung und Pflege die Meet Plant bekommt, hängt von der Interaktion mit der dazugehörigen Facebook – Seite zusammen. Nachdem ihr euch auf der dazugehörigen Seite als Fan ausgewiesen habt, könnt ihr der Pflanze einen Eintrag auf der Pinnwand oder eine persönliche Nachricht hinterlassen. Jede Interaktion sorgt dafür, dass die Pflanze gepflegt wird. Dabei erkennt ein System, wann immer eine Interaktion auf der Seite stattfindet und leitet dies an das Wässerungs – und Pflegesystem der Pflanze weiter. Damit aber die Meet Plant nicht “überfüttert” wird, bittet sie bei Bedarf um eine Quiet Time, damit sie nun erstmal Zeit zu “verdauen” hat.
So ist der aktuelle Status: “Ohh no more wall messages today. Have had a little too much to eat. I don’t want to drown! Add me as a friend and talk to me in a few hours. ”

Die Idee ist eine sehr interessante, denn sie kann recht deutlich aufzeigen, was Social Media bewirken kann bzw. welche Macht hinter Social Media steckt, die Menschen für eine Idee zu begeistern und sie zu motivieren, daran mitzuwirken.
Mich persönlich begeistert daran, dass einem das Thema Naturschutz bzw. Achtgeben auf die Natur auf eine sehr originelle Art und Weise nahegelegt wird und auch zu begeistern weiß. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger und dringender Moral.
Und so habe auch ich mich angemeldet. Und in ein paar Stunden, wenn die Meet Plant, dann wieder nach Speis und Trank verlangt, werde auch ich meinen Beitrag leisten. Ich, der sich bisher nie durch einen Grünen Daumen ausgezeichnet hat.

Was haltet ihr von dem Projekt? Wird die Meet Plant wachsen oder werden manchen Leute einen Spaß darin sehen, die Pflanze mit Nachrichten und Einträgen zu überfüttern? Macht die Aktion für euch Sinn oder haltet ihr es nur für reine Aktionskunst?

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