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April 20 2011
Jobbörsen im Internet – der Griff ins Klo
Outsourcing ist derzeit in aller Munde: Die Auslagerung von kompletten Prozessen oder Teilaufgaben ist hoch im Trend und schwappt vermehrt auch in heimischen Büros hierzulande über. Internetunternehmer und Gewerbetreibende freuen sich über die willkommende Unterstützung im Tagesgeschäft.
Outsourcing macht auch häufig Sinn. Kosten können reduziert werden und fehlendes Know How wird durch externe Fachkräfte kompensiert. Der Unternehmer kann sich vollkommen aus sein Kerngeschäft konzentrieren und zeitraubende Aufgaben – die unter Umständen nicht direkt an der Umsatzgewinnung beteiligt sind – werden gekonnt weitergeleitet.
Die Suche nach geeigneten Geschäftspartnern erweist sich allerdings manchmal als „nicht ganz einfach“, so wie ich es bereits vor einiger Zeit hier auf yenodio berichtet habe.
Jobbörsen wie fernarbeit.net, texterjobboerse.de, couchjobber.de, bloggerjobs.de und Co. sind dabei häufig erste Anlaufstelle, um einige unkritischen Aufgaben auszulagern. Die Ausschreibung der Aufträge erfolgt ziemlich rasch und ist mit einer „redaktionellen“ Überprüfung verbunden. Eine gültige E-Mailadresse genügt und der Text ist online gestellt.
Ist die Ausschreibung öffentlich, so trudeln bereits auch die ersten Bewerber ins E-Mailpostfach ein. Bewerber, die erst Fuß fassen möchten auf dem freien Markt oder nebenher etwas verdienen, sind keine Seltenheit. Der Hinweistext hinsichtlich einer Rechnungsstellung ist schon fast obligatorisch. Doch durchaus sind einige interessante Bewerbungen dabei, die auch zu einer konkreten Auftragsvergabe führen.
Allzu hohe Qualitätsansprüche sollte man jedoch nicht haben, denn die Durchführung der Aufträge ist nicht selten mit Nacharbeit verbunden. Nicht seltener bleibt nach Vergabe des Auftrags und mehrmaliger Kontaktaufnahme eine Rückinformation aus und der Auftrag wird erst gar nicht bearbeitet. Von einer langfristigen Zusammenarbeit ganz zu schweigen.
Doch auch seitens der Auftragnehmer ist es hier nicht leicht, lukrative Aufträge zu finden. Häufig anzutreffen sind Angebote auf unterstem finanziellem Niveau.
Fazit: Um freie Kapazitäten als Auftragnehmer zu füllen oder zeitweise neue Aufträge zu generieren, ist ein Besuch der genannten Jobbörsen durchaus sinnvoll. Als Auftraggeber mit dem entsprechenden Qualitätsanspruch sind virtuelle Assistenten wie free-days.de, strandschicht.de, mein-virtuellerassistent.com und Co erstrebenswerter – jedoch auch zu höheren Konditionen.
Bleibt abzuwarten, wie sich hier die Branche weiter entwickeln wird.

