About
Friends
-
Loading…annea 2 months ago -
Loading…phreak20 5 months ago -
Loading…krannix 1 day ago -
Loading…dentaku about 1 month ago -
Loading…jointhedarkside 27 days ago -
Loading…yatil 27 days ago -
Loading…mthie 16 days ago -
Loading…mpo about 1 month ago -
Loading…nadinebargad about 1 year ago -
Loading…just4ikarus 19 days ago - +12
Click here to check if anything new just came in.
May 04 2011
Hat Nokia noch eine Chance?
Dies ist eine der Fragen, die sich mir grade stellt, als ich von der ziemlich unglücklich gelaufenen Aktionärshauptversammlung Nokias gelesen habe.
Denn die Aktionäre sind verständlicherweise nicht grade glücklich über den Weg den Nokia momentan bzw. seit einigen Jahren geht.
Und die Arbeit des erst kürzlich angetretenen Stephen Elop ist gewiss keine leichte. Denn Elop darf die jahrelange Faulheit, die die Marktführerschaft mit sich bringen kann, jetzt ausbaden. Und Nokia ist faul geworden bzw. war ein wenig zu sehr von sich selbst überzeugt. Aus gutem Grund. Denn mit dem Nokia 3310 hatten sie damals DAS Handy am Start. Jeder wollte es und mit der Zeit bekam es auch jeder.Und bis zum Ende des einfachen Handys und dem Start des iPhones ging das auch stets gut. Klar, gab es da auch andere Hersteller aber sie kamen nie wirklich an Nokias Pole Position heran.
Nokia brauchte sich somit dann nicht mehr wirklich anstrengen. Und das ist das Problem, was seit mindestens einem Jahr verstärkt zum Vorschein tritt. Denn solange es die alten Handys gab, war alles wie gehabt. Man hatte die Technologie und die allgemeine technische Entwicklung hatte sich bereits abgekühlt. Nokia war erster. Und blieb es auch.
Und so war es zwar bekannt, dass das Nokia – eigene Betriebssystem Symbian zwar so seine Fehler hatte, aber für den Handymarkt funktionierte es. So war der Code von Symbian eher irgendwie zusammengefrickelt, was nicht das Problem gewesen wäre, aber der Code war vor allen Dingen eins: unflexibel bzw. schwer zu erweitern.
Nokias Stolz verhinderte ein Umdenken und erst viel zu spät – vor ca. 2 Jahren – nach dem iPhone brachten sie ein neues Betriebssystem heraus: Maemo. In Verbindung mit dem N900 sollte der Angriff auf das Smartphonesegment beginnen. Der schlug aber fehl. Maemo war zu unausgereift und die Marktanteile waren bereits zu aufgeteilt bzw. der Hype ums iPhone war noch zu stark. Daraufhin wand sich Nokia dann dem quelloffenen Betriebssystem Meego zu. Auch ohne nennenswerte Effekte.
Erst 2011 war es dann soweit: der neue Chef Stephen Elop tat das einzig richtige und gestand die jahrelangen Fehltritte und den verpassten Smartphoneboom ein. Auch, dass bisher noch kein wirklich nennenswertes Smartphone herausgebracht werden konnte.
Das war zwar ein sehr ehrenwerter und richtiger Zug, aber auf Dauer wird das auch keine Punkte bringen. Die Kooperation mit Microsoft könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Auf jeden Fall ist es ein offensichtlicher. Denn auch Microsoft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, das boomende Geschäft mit den Smartphones verpasst zu haben. Die Kooperation war also recht offensichtlich. Nicht zuletzt weil Microsoft der letzte Arbeitgeber von Stephen Elop war.
Doch trotz allem ist die Frage, ob das Nokia helfen wird. Denn bis die Zusammenarbeit erste Früchte tragen wird, werden wohl noch ein bis zwei Jahre ins Land ziehen. Und das ist eine lange Zeit, in der Nokia nicht nur den bisherigen technologischen Fortschritt aufholen muss, sondern gleich noch neue Trends mitnehmen muss oder besser noch: setzen sollte.

