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February 14 2010

Verlockung “Soziale Netzwerke”

Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Co sind stark im Trend.

Kein Wunder: Der Austausch von Informationen über solche Plattformen ( auch privater Natur ) fördern die Gemeinschaft und unterstützen Interessengebiete. Es macht sogar Spass, regelmäßig im Netz Skurriles zu finden, zu lachen und Freundschaften ( zumindest virtuell ) zu festigen.

Twitter wuchs nach Schätzungen im Jahr 2009 auf 25 – 30 Millionen Nutzer und Facebook hält in den USA die Poleposition.

Doch auch Google hat seid geraumer Zeit diesen anhaltenden Trend erkannt und springt nun auf den Zug des Social Networks. Google Buzz wurde als “Twitter-Killer” tituliert und verspricht dabei mehr als nur Statusnachrichten. Google ist schon einmal mit einem sozialen Netzwerk gescheitert: Orkut ist lediglich in Brasilien und zum Teil in Indien erfolgreich. Diesmal ist jedoch vieles anders.

Über diesen Dienst können Teilnehmer zu jeder Zeit und zu jedem beliebigen Thema die Meinung veröffentlichen und Kommentare inklusive Fotos und Videos hinterlassen. Auf Anhieb startet der Konzern mit fast 180 Millionen potentiellen Nutzern, den soviele sind bei Gmail angemeldet und erhalten demnächst eine Einladung. Dabei importiert Buzz die Kontakte aus den E-Mails sowie aus Google Talk.

Doch der Buzz-Start ist ein Desaster: Innerhalb von vier Tagen sollen bereits mehrfach Umbauten des Dienstes erfolgt sein, so berichtet Spiegel Online. Vorrangig sollen die eingebauten Datenlecks beseitigt werden.

“Man werde Rund um die Uhr daran arbeiten” notierte Todd Jackson, Google Manager in einem Blogeintrag.

Der Protest der Nutzer ist kaum zu überhören, sodass Google in seinem nun zweiten Anlauf zur Eroberung des sozialen Webs verpatzt. Kein Wunder, das entsprechend negative Erfahrungsberichte wie die einer US-Amerikanerin auftauchen. Dieser Dienst soll Ihrem gewalttätigen Ex-Mann den Aufenthaltsort und Arbeitsplatz verraten haben. Aufgrund des regelmäßigen E-Mail-Verkehrs mit Ihm wurde er in die Freundesliste übernommen.

Inwiefern Google Buzz nun zukünftig sich im sozielen Web etablieren wird ist derzeit nicht ersichtlich. Die Chancen stehen jedoch nicht schlecht, wenn die Kritikpunkte vom Konzern verarbeitet werden.